Der E-Commerce Trend ist nicht aufzuhalten und wurde durch die Corona-Krise weiter verstärkt. Während viele Geschäftsmodelle während der Krise in Frage gestellt werden mussten, hat sich gezeigt, dass Onlineshops als Gewinner aus der Krise gehen und die Menschen immer mehr online bestellen.

Doch die starke Nachfrage geht auch mit einem steigenden Angebot einher und immer mehr Onlineshops versuchen sich zu etablieren. Um sich gegen die starke Konkurrenz und gegen große Marktplätze wie Amazon durchzusetzen, ist Sichtbarkeit das entscheidende Stichwort, um einen erfolgreichen Shop zu etablieren. 

Wir zeigen dir 7 Tipps, um deine Onlineshop-SEO fit für 2020 zu machen und deine organische Sichtbarkeit zu maximieren. 

Tipp 1: Großartige Kategorie-Texte

Ausführliche Kategorie-Texte erleichtern es Suchmaschinen wie Google, das Angebot deines Onlineshops besser zu verstehen und einzuordnen. Deshalb solltest du unter deinen Produkt-Listungen ebenfalls Textinhalte platzieren, um Google ausreichend Kontext und Information zu bieten.

Dass durchdachte Kategorie-Texte in keiner E-Commerce SEO-Strategie fehlen dürfen, haben viele Onlineshops bereits registriert, doch nur wenige holen wirklich alles aus ihren Kategorie-Texten heraus.

Um Kategorie-Beschreibungen zu implementieren, die deine Rankings für attraktive Commercial-Keywords nach oben treiben, sollten folgende Dinge unbedingt beachtet werden:

  • Ausführliche Keyword-Recherche
  • Texte mit Mehrwert
  • Klare Überschriften-Struktur
  • Sinnvolle interne Verlinkungen
  • Keyword-Stuffing vermeiden

Tipp 2: Sinnvolle URL-Struktur

Die URL-Struktur gehört zweifelsfrei zu den wichtigsten Aspekten in puncto Onlineshop SEO. Faktoren, die in die URL-Struktur mit einfließen, sind unter anderem:

  • Länge der URL
  • sprechende URLs vs. dynamische URLs
  • Bindestrich vs. Unterstrich

Sprechende URLs helfen sowohl dem User als auch dem Crawler, die Shop-Struktur zu identifizieren und zu verstehen, wo man sich derzeit im Shop befindet. Sprechende URLs sind demnach ein nicht zu unterschätzender Ranking-Faktor, den jeder berücksichtigen sollte, der höher im organischen Ranking positioniert werden möchte.

Eine aus SEO-Sicht sinnvolle URL zu einem Produkt wäre beispielsweise:

→ dein-onlineshop.de/damenmode/kleider/produkt-xy

Tipp: Verwende in deiner URL Bindestriche, um Leerzeichen zu generieren. Wörter, die mit einem Minuszeichen bzw. Bindestrich voneinander getrennt werden, erkennt Google als separate Wörter.

Tipp 3: Blog mit Mehrwert

Die Idealvorstellung eines jeden Onlineshop-Betreibers ist, jede Phase der Customer-Journey bedienen zu können. Onlineshops sollten deshalb nicht nur daran interessiert sein, für ihre Produkte zu ranken, sondern ebenfalls für korrespondierende informative Suchanfragen.

Ein Beispiel: Dein Onlineshop verkauft Uhren und du befindest dich in einem kompetitiven Umfeld, in dem es schwer ist, für Keywords wie “Uhren” oder “Uhren kaufen” zu ranken.

Die Lösung: Durch die Bereitstellung eines beratenden Content-Angebotes, können informative Suchanfragen abgedeckt, der User früher in der Customer Journey abgeholt und die Sichtbarkeit in Suchmaschinen gesteigert werden.

Durch Ratgeber-Content rund um das Thema Uhren, können sich auch kleinere Shops eine beachtliche Sichtbarkeit aufbauen und potenzielle Kunden vom Blog direkt zu ihrem Produktangebot leiten.

Tipp: Der Content sollte stets nach aktuellen SEO-Richtlinien verfasst werden, bedeutenden Mehrwert für den User bieten und auf Grundlage einer durchdachten SEO-Strategie erstellt werden.

Tipp 4: Individuelle und optimierte Produkttexte

Individuelle und optimierte Produkttexte helfen deinen Rankings auf zweierlei Wegen. Einerseits kannst du alle Fragen des Kunden zu einem Produkt beantworten und somit das offline Beratungsgespräch durch einen einzigartigen Produkttext ersetzen. Dadurch steigt die Aufenthaltsdauer und dein Shop erhält positive Nutzersignale – das erfreut Google.

Andererseits kannst du Produkttexte SEO-optimierten, um direkt für Produkte zu ranken und deine Shop-Sichtbarkeit zu steigern. Auch hier gilt: Durch umfassende Keyword-Recherchen, Mehrwert und eine saubere Textstruktur, steigen die Ranking-Chancen erheblich.

Tipp 5: Linkable Assets

Linkbuilding ist nach wie vor einer der wichtigsten Ranking-Faktoren. Gute Backlinks sorgen für eine stärkere Autorität der Domain, mehr Vertrauen in den Augen von Google und letztlich für bessere Rankings.

Doch Onlineshops haben es nicht immer leicht, gute Backlinks aufzubauen. Eine Idee, um dennoch ein starkes Linkprofil aufzubauen, sind daher sogenannte linkable Assets. Ein linkable Asset ist kurz gesagt ein einzigartiges Content-Piece, das besonders relevant für die Zielgruppe ist und häufig verlinkt wird.

Insbesondere Online-Tools eignen sich hervorragend als linkable Assets. Konfiguratoren, Online-Rechner oder ähnliche Tools werden gerne freiwillig verlinkt, stellen einen klaren Mehrwert für den Nutzer dar und sind eine großartige Möglichkeit, um starke Backlinks aufzubauen.

Tipp 6: Durchdachte interne Verlinkungen

Interne Verlinkungen helfen Google, die Struktur und die Hierarchie deines Onlineshops zu verstehen. Je besser Google die Shop-Struktur versteht, desto eher wird dein Shop als relevant für das jeweilige Theme eingestuft und desto besser werden die Rankings.

Andererseits kann sogenannter “Link-Juice” durch intelligente interne Verlinkungen weitergegeben und einzelne Unterseiten gestärkt werden. Dein Shop hat beispielsweise viele starke Backlinks, die auf die Startseite zeigen? Dann sollten deine wichtigsten Unterseiten direkt von der Startseite aus intern verlinkt werden, damit die Autorität in Teilen “vererbt” werden kann.

Tipp: Achte bei deinen internen Verlinkungen auf klare und aussagekräftige Anker-Texte (Klickbarer Text des Links), damit sowohl Google als auch die Nutzer verstehen, welcher Content sich hinter dem internen Link verbirgt.

Tipp 7: Optimierte Ladezeiten

Niemand wartet gern lange, bis eine Seite vollständig geladen wurde. Lange Ladezeiten schrecken User ab, wirken sich negativ auf die Conversion aus und können auch gute Google-Rankings verhindern, da Pagespeed ein seitens Google bestätigter Rankingfaktor ist.

Onlineshops leben vor allem von Produktbildern. Häufig werden diese jedoch nicht entsprechend komprimiert, um lange Ladezeiten zu verhindern. Achte neben kleinen Bilddateien auch auf Browser-Caching, Gzip-Komprimierung und die Minimierung von CSS- und JavaScript-Dateien, um sowohl deine Nutzer als auch Google glücklich zu machen und mit guten Rankings belohnt zu werden.

Bild: Campaign Creators / Unsplash.com

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