Affiliate Marketing: Warum die Luft für „schlechte“ SEOs dünn wird

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Penguin mit großem Einfluss

Passiv Geld verdienen ist so ziemlich Jedermanns Traum. Affiliate Marketing macht genau das möglich. Doch dank Google Penguin sind die goldenen Zeiten für Spammer „leider“ vorbei. Wer früher ein Vermögen gemacht hat, steht heute nur mehr mit einem Bruchteil der Einnahmen da. Warum Affiliate Marketing zwar nach wie vor lukrativ ist, aber nur mehr wirklich guten SEOs vorbehalten ist, zeigt dieser Beitrag.

Was man von Black Hat SEOs lernen kann

Bis zum Google Penguin Update 2012 war Affiliate Marketing eine wahre Goldgrube. Binnen kürzester Zeit war es Spammern möglich, ein neues Projekt aufzuziehen, das dank massig Spam-Links schon nach einigen Wochen ordentlich Profit abgeworfen hat. Kam es zu einer Abstrafung, dann wurde das Affiliate-Projekt einfach schnell mal auf eine neue Domain umgezogen: Churn and burn.

Auch heute noch sollte man sich regelmäßig die Top 10 für die allseits bekannten Keywords in der Pharma- und Pokernische zu Gemüte führen, um zu sehen, wo die Grenzen des Google Algorithmus liegen und welche Linkaufbau-Methoden gerade überdurchschnittlich gut funktionieren. Daraus lassen sich exzellente White Hat Taktiken ableiten. Anstatt gute Black Hats zu verurteilen, ist es für die meisten White Hats vernünftiger, sich eine Scheibe von ihren Skills abzuschneiden.

Trotzdem, das schnelle Geld mit Affiliate Marketing in „normalen“ Nischen ist auch für den besten Black Hat SEO heute nur noch kurzfristig realisierbar. Dank Google Real-Time Penguin werden Spam-Links deutlich schneller entwertet, sodass ein Projekt nur für kurze Zeit rankt, bevor es in der Versenkung verschwindet.

Auch der Algorithmus wird dank künstlicher Intelligenz immer cleverer. Langsam aber sicher entwickelt sich der Job eines Suchmaschinenoptimierers von Search Engine Optimization zu Search Experience Optimization. White Hat oder zumindest Grey Hat SEO ist also angesagt. Und, dass das wesentlich zeitintensiver als spammen ist, liegt auf der Hand. Schnelle Ergebnisse – Fehlanzeige! Das heißt im Klartext, alleine die Akquise von guten Backlinks kostet jede Menge Zeit und erfordert viel Know-how.

Affiliate Marketing ist zu einem Vollzeitjob geworden

Ein lukratives Projekt zu recherchieren, die Konkurrenz zu analysieren und die Webseite nach allen Regeln der SEO-Kunst zu optimieren, ist also tatsächlich nur mehr echten SEO-Profis vorbehalten. Jeder, der zu wenig Zeit hat, nicht am Puls der Zeit bleibt oder Affiliate Marketing nur nebenbei betreibt, bleibt auf der Strecke.

Abgesehen davon investieren smarte Onlineshops heutzutage ein kleines Vermögen in Suchmaschinenoptimierung und sind damit für „kleine“ Affiliates auch immer schwerer zu schlagen.

Affilate Marketing kostet Zeit & richtig viel Geld

Hand aufs Herz, wer hat heutzutage noch Zeit und Lust, die Texte für eine komplette Webseite selber zu schreiben? Texte kosten Geld! Und alleine ein gut recherchierter Redaktionsplan für seine Texter nimmt einige Stunden an Arbeit in Anspruch.

Tipp: Verzichte unbedingt auf klassische Textbroker. Suche dir lieber „eigene“ Freiberufler bzw. freie Journalisten. Die Qualität ist besser und günstiger ist es auch.

Wir haben eine ganz grobe Auflistung an Zeitaufwand für die einzelnen Phasen eines Affiliate-Projekts zusammengestellt. Schon diese Liste zeigt, wie aufwendig ein einziges Projekt in der Realität ist. Und, will man richtig Kohle scheffeln, braucht es mehr als nur ein gutes Projekt!

Aufgabe Zeitaufwand einmalig in h Zweitaufwand (mtl.) in h
Keyword-Recherche 4h 1h
Konkurrenzanalyse 4h 1h
Recherche Partner 2h  
Informationsstruktur planen 2h  
Redaktionsplan für Texter 8h 1h
Theme anpassen 8h  
Texte lesen, optimieren & einpflegen 40h 4h
Linkaufbau 40h 10h
Social Media aufsetzen 6h 2h
Monetarisierung 40h 4h
Analytics, GSC, Monitoring 3h 1h

 

So viel zur groben Einschätzung des Faktors Zeit. Bleiben noch die Grobkosten für ein Projekt im Umfang von ca. 50 Seiten (ohne Berücksichtigung der Arbeitszeit):

Kosten für… Kosten in Euro
Gekauftes Theme 50 Euro
Logo 100 Euro
Custom-Programmierung 500 Euro
Texte 3.000 Euro
Verzeichnislinks 300 Euro
Gastartikel 1.500 Euro
Laufende Kosten (Hosting, Domain, Plugins) 200 Euro im Jahr

 

Das ist tatsächlich nur ein ganz grober Überblick und erhebt überhaupt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Aber die Aufstellungen zeigen ganz deutlich, wie viel Zeit und Geld in einem einzelnen hochwertigen Affiliate-Projekt steckt.

Bleibt noch das Risiko, dass man sich komplett vergriffen hat und die Webseite entweder nicht konvertiert oder einfach weit unter den Erwartungen bleibt! Die ganze Conversion-Optimierung ist übrigens noch gar nicht im oben angeführten Zeitaufwand eingerechnet.

Fazit: Wer nicht mit Know-how, Herzblut und viel Engagement agiert, bleibt auf der Strecke!

Affiliate Marketing erfordert Geduld und Disziplin

Jeder, der heute ein neues Affiliate-Projekt aus dem Boden stampft, weiß, Geduld ist angesagt. Wer glaubt, in einem halben Jahr seine Nische zu dominieren, wird leider schnell auf dem harten Boden der Realität landen.

Bis man die wirklich lukrativen Keywords in den meisten mittelgroßen Nischen dominiert, vergehen locker 1-2 Jahre. Bis dahin heißt es „außer Spesen nix gewesen“. Das zehrt nicht nur am Geldbeutel, sondern auch an den Nerven.

Wer sich noch dazu eine Nische ausgesucht hat, in der alteingesessene Black Hat Affiliate Marketer ihr bisher konkurrenzloses Dasein genossen haben, der hat das Problem, dass die meist nicht so begeistert sind von einem Neuankömmling.

In der E-Zigaretten Branche wird man da beispielsweise gleich mal mit einer ordentlichen Ladung Spam-Links begrüßt. Wem hier das Wissen und die Zeit fehlt, sich dagegen zur Wehr zu setzen, der hat schlechte Karten, auch nur einen Cent in der Nische zu verdienen!

Die guten Nachrichten für echte Affiliate Marketer

Des einen Leid, des anderen Freud. Was kann einem gestandenen Affiliate Marketer Besseres passieren, als ein mittlerweile ausgeklügelter Algorithmus, der immer noch cleverer wird?

Das Spiel wird immer noch komplexer. Wer nicht zumindest gute Kenntnisse in den folgenden Bereichen hat, wird sich schwertun, konkurrenzfähig zu bleiben:

  • Suchmaschinenoptimierung
  • Alternative Traffic-Quellen
  • Conversion-Optimierung
  • Content Marketing
  • Technische Skills
  • Digital Analytics

Hinzu kommt noch, dass man sich für die ganze Thematik begeistern können muss, denn wie bleibt man sonst jemals am Ball?

SEO-Profis, die die finanziellen Mittel, das Know-how und die Geduld mitbringen, werden früher oder später ihre Nische dominieren. Und das so gut wie konkurrenzlos! Denn seien wir ehrlich, wie viele gute SEOs bleiben noch übrig, die sich alle in der gleichen Nische tummeln?

Und wer erstmal den Olymp bestiegen hat und alles richtig macht, der wird auch in Zukunft nicht mehr so leicht vom Platz an der Sonne zu verdrängen sein. Und das ist gleichbedeutend mit einem langfristigen, passiven Geldsegen!

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Alexander Rus
Alexander Rus beschäftigt sich mittlerweile seit mehr als 8 Jahren mit Suchmaschinenoptimierung und gründete 2012 seine eigene SEO-Agentur Evergreen Media in Innsbruck. Die persönliche Betreuung seiner Kunden auf Augenhöhe, sowie transparente und nachhaltige Dienstleistungen, sind ihm besonders wichtig.

1 KOMMENTAR

  1. Den Artikel zeig doch mal den ganzen Nischenboys die gerade immer noch Test Seiten aufsetzen. vielleicht werden Sie danach wieder vernünftig.

    Mal eben schnell, ist schon lange nicht mehr .. jetzt trennt sich die Spreu vom Weizen und das ist auch gut so … 🙂

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