AMP-Update von Google in der Kritik

Auf der „AMP Conf 2019“ in Tokio hat Google einige Neuerungen angekündigt. Unter anderem wurde das neue AMP-Update vorgestellt. Durch das Update soll im Browser die Original-URL angezeigt werden, auch wenn es sich hierbei um eine AMP-Seite handelt, deren Inhalte aus dem Google-Cache geladen werden. Googles Vorgehen stößt hierbei auf große Kritik. Dazu später mehr.

Bisherige Darstellung einer AMP-Seite, und wie diese in Zukunft aussehen wird

Wenn Ihr auf eine AMP-Seite gelangt, werden die Seiteninhalte aus dem Google-Cache geladen und schneller ausgeliefert als wenn diese auf dem Original-Server liegt. Eine AMP-Seite wird bisher mit folgender URL im Browser angezeigt: „google.com/amp/www.example.com“. Somit ist für den User bisher deutlich zu erkennen, ob die Webseite von Google ausgeliefert wird oder ob sie auf dem Original-Server liegt.

In einem Tweet des AMP Projects sowie auf der „AMP Conf 2019“ wurde das neue Update angekündigt. Nach dem Update soll die angezeigte URL der AMP-Seite der Original-URL entsprechen: „www.example.com“. Dies hat zur Folge, dass User nicht nachvollziehen können, ob es sich nun um eine AMP-Seite oder die Originalseite handelt.

Kritik am AMP Update

Google ruft mit diesem AMP-Update nicht wenige Kritiker auf den Plan. Unter anderem wird von einer Aufhebung der Verknüpfung zwischen URL und Webseite gesprochen. Außerdem würde es dem Nutzer erschweren, die originale Seite statt der AMP-Seite aufzurufen, da der Link nicht wie bisher angezeigt wird. Darunter leidet dann auch beispielsweise die Kommentarfunktion, welche durch das Update nicht auf einfachem Wege erreicht werden kann. Auch andere Funktionen können durch das neue AMP-Update beeinträchtigt werden. Auch unter dem besagten Tweet des AMP-Teams äußern Nutzer Bedenken zu dieser neuen Vorgehensweise.

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