Angetestet: PageSpeed Insights

Die Ladegeschwindigkeit einer Seite kann über deren Erfolg und Misserfolg entscheiden. Was die Ladezeit als Rankingfaktor anbelangt, so soll sich diese laut Google nur bei extrem langsamen Seiten auf das Ranking auswirken. Dennoch ist es nachgewiesen, dass immer mehr Nutzer abspringen, je länger eine Seite zum Laden benötigt. Allein deshalb ist es ratsam, dass Ihr die Ladezeiten Eurer Seiten so kurz wie möglich haltet.

Die Ladegeschwindigkeit einer Seite bezeichnet man auch als „PageSpeed“. Dieser Wert kann mithilfe von Tools ermittelt werden, wie mit „Pagespeed Insights“ von Google, welchem wir diesen Artikel widmen.

PageSpeed Insights: So funktioniert´s:

„PageSpeed Insights“ findet Ihr unter diesem Link:
https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/?hl=de

Gebt einfach eine URL ein oder kopiert sie über die Zwischenablage in das Eingabefeld und klickt dann auf „Analysieren“. Nach einigen Sekunden der Analyse wird Euch das Ergebnis angezeigt. Für die mobile Suche und den Desktop-Bereich erhaltet Ihr jeweils ein separates Resultat.

Seit einigen Monaten wird die Messung des mobilen Pagespeeds anstelle von Google-eigener Metriken mit Daten aus dem „Lighthouse Project“ ermittelt. Die Umstellung erfolgte überraschend und führte bei zahlreichen Websites plötzlich zu schlechten mobilen Pagespeed-Werten, da bei Lighthouse strengere Maßstäbe angesetzt werden.

„PageSpeed Insights“ ermittelt nicht nur die Ladezeit einer Seite, sondern gibt auch konkrete Tipps, wie sich diese steigern lässt:

Rechts von den Tipps findet Ihr jeweils einen Knopf zum Aufklappen. Wenn Ihr draufklickt, erhaltet Ihr hilfreiche Informationen dazu, wie Ihr diese Tipps selbst umsetzen könnt.

Wodurch kann ein schlechter PageSpeed entstehen?

Ein schlechter PageSpeed kann viele Ursachen haben und muss immer im Einzelfall ermittelt werden. Aus unserer Erfahrung sorgen jedoch folgende Ursachen häufig für einen schlechten Pagespeed:

1. Zu großer oder unnötig aufgeblähter HTML-Quellcode

Oft lässt sich der HTML-Quellcode deutlich reduzieren. Nicht selten werden für das Seitenlayout viel zu viele HTML-Anweisungen verwendet, obwohl es mit deutlich weniger Quellcode auch getan wäre. Manchmal werden auf Seiten Funktionen entfernt, doch die ehemals dafür vorgesehenen Bestandteile bleiben erhalten – es wird einfach vergessen, diese ebenfalls zu entfernen. Ein weiterer Klassiker sind unnötige Leerzeichen und Leerzeilen innerhalb des Quellcodes. All das schlägt auf die Ladezeit.

Jeder Webmaster sollte prüfen, ob sich der Quellcode der eigenen Website reduzieren lässt. Insbesondere Nutzer mit einer langsamen Internetanbindung werden dankbar sein.

2. Zu große CSS- und JavaScript-Dateien

CSS-Styles und JavaScripts können schnell eine respektable Größe annehmen. Wenn das der Fall ist, sollte man prüfen, ob tatsächlich alle CSS-Styles und Scripts notwendig sind. Dabei kann es helfen, diese zu minifizieren – dabei werden unnötige Leerzeichen und Leerzeilen entfernt und dadurch die Ladezeit verkürzt. Aber Vorsicht: Anschließend sollte man unbedingt prüfen, ob alles noch wie vorgesehen funktioniert.

3. CSS und JavaScript, das nicht in externe Dateien ausgelagert ist

Wenn CSS und JavaScripts quasi auf jeder Seite einer Website benötigt werden, ist es sinnvoll, diese in separate Dateien auszulagern. Sie werden dann nach dem erstmaligen Laden im Cache des Webbrowsers abgelegt und müssen beim Navigieren durch die Website nicht jedes Mal neu vom Webserver abgerufen werden.

Die externen Dateien können optional auch asynchron geladen werden. Das beschleunigt den PageSpeed zusätzlich, weil zuerst der HTML-Quellcode geladen wird und danach erst alles weitere.

4. Bilddateien mit hoher Dateigröße oder zu viele Bilder auf einer Seite

Bilddateien sind ein erheblicher Faktor, der die Ladezeit einer Seite betrifft. Sie können den Unterschied zwischen einem guten und einem sehr schlechten PageSpeed ausmachen.

Oft haben Bilddateien unnötig große Abmessungen oder weisen eine sehr geringe Kompression auf. Hier gilt es, das ideale Verhältnis aus beiden Faktoren zu finden. Mehr zu diesem Thema findet Ihr in unserem Ratgeber-Beitrag „Ladezeit: So optimierst Du Deine Bilder“.

Wer Google Chrome nutzt, konnte „PageSpeed Insights“ früher auch als Add-On verwenden. Dieses wurde inzwischen eingestellt und man wird auf die Online-Version verwiesen.

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