Auswirkungen des March 2019 Core Updates

Mittlerweile zeichnen sich die Auswirkungen des von Google auf „March 2019 Core Update“ getauften Updates ab (wir berichteten).

Bei Searchmetrics hat man inzwischen eine Analyse zu diesem Update veröffentlicht.

Größere Schwankungen gibt es demnach erneut bei Websites, die sich um Medizin- und Gesundheitsthemen drehen. Sie waren bereits im letzten Sommer vom sogenannten „Medic-Update“ betroffen. Aber auch Seiten aus anderen Bereichen haben etwas an Sichtbarkeit dazugewonnen oder verloren.

Offenbar spielen Nutzersignale nun eine stärkere Rolle, also beispielsweise die Besuchsdauer einer Website. Laut der Analyse profitieren vom jüngsten Update in erster Linie Websites, bei denen Trust und Branding besonders ausgeprägt sind. Da Menschen naturgemäß eher auf Marken vertrauen, könnten solche Seiten automatisch von besseren Nutzersignalen profitieren und daher höher ranken.

Bei Searchmetrics rät man, den Trust und das Branding auszubauen und seine eigenen Seiten so gut wie möglich an die Erwartungen der Nutzer anzupassen.

Bei Google äußerte man sich im letzten Oktober grundsätzlich zum Thema „Algorithmus-Updates“: Solche Updates gebe es von Zeit zu Zeit immer wieder und Websitebetreiber sollten nicht Dinge reparieren, bei denen es nichts zu reparieren gibt.

Diese Antwort ist für SEOs natürlich nicht zufriedenstellend. Unsere eigene Meinung ist weiterhin, dass es nichts bringt, nach einem Update in Aktionismus zu verfallen – denn große „Hauruck“-Änderungen, die man jetzt vornimmt, senden nicht nur verwirrende Signale an Suchmaschinen und wirken sich somit vielleicht sogar nachteilhaft aus, sondern werden mit dem nächsten Update möglicherweise wieder zunichte gemacht.

Es ist sinnvoller, wenn Eure Seiten Euren Besuchern einen Mehrwert bieten und sie sich gerne und lange darauf aufhalten. Bietet Euren Besuchern möglichst das, was sie beim Stellen ihrer Suchanfrage erwarten. Baut mit Euren Inhalten Vertrauen und eine gute Reputation auf.

2 KOMMENTARE

  1. Danke für den Artikel. Wie stehts denn da mit der Meinung so vieler SEO-Experten? Es wird immer wieder gesagt, dass Nutzersignale nicht messbar sind, da Google ja selbst nicht auf den Seiten messen kann, sondern maximal drum herum.
    Mat Cutts hatte doch verlautbart, das sei Blödsinn. Google greife mehr auf Daten aus dem Klickverhalten innerhalb der SERPs zurück.
    Eure Meinung dazu würde mich sehr interessieren.

  2. Hallo, wenn man sich den Quellcode einer Google-SERP anschaut sieht man, dass beim Klick auf ein Suchergebnis ein Event ausgelöst wird. Ob der Klick getrackt wird, kann nur gemutmaßt werden. Wenn wir einmal davon ausgehen, dass es so wäre, könnte die Verweildauer auf einer Website annäherungsweise dadurch ermittelt werden, indem gemessen wird, nach welcher Zeitspanne der Nutzer wieder auf die SERP zurückkommt. Was auf der Website selbst geschieht, ist von außen nicht messbar.

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