Beim Umlenken umdenken

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Dieser Gastbeitrag wurde von Christoph Cemper verfasst.

Man lernt nie aus

Vor nicht allzu langer Zeit hörte ich von einem Freund und SEO-Kollegen folgenden Satz: „Wir wissen doch schon alles über Links.“ Nun steht uns aber bald ein neues Jahr bevor und wir haben aus 2016 noch sehr viel zu lernen. Die Welt verändert sich ständig und dazu zählt auch die Branche, in der wir arbeiten.

Aus diesem Grund lautet für mich die Devise: Testen, testen, testen! Wir haben ein neues Verhalten bei Redirects feststellen können und dieses Jahr unsere volle Aufmerksamkeit diesem Thema gewidmet. Wir selbst warten gespannt auf die Ergebnisse und haben uns auch entschieden, diese zu teilen.

 

Nicht alle Redirects sind gleich

Google besänftigt gerne die Gemüter der SEOs mit Aussagen à la „keine Sorge, alle Redirects übertragen PageRank“. Wir sind aber der Meinung, dass sich gute SEOs schon lange nicht mehr den Kopf über PageRank zerbrechen. Uns geht es darum, nachhaltig unsere Rankings in die Höhe zu treiben. In unseren Tests haben wir beobachtet, dass nicht alle Redirects eine langfristig gute Wirkung auf die Rankings haben.

Wir haben bereits 2014 beobachtet, dass der 302-Redirect in einigen Fällen Pinguin-Abstrafungen auf die neue Seite übertragen hat. Nun haben wir herausgefunden, dass der 302 tatsächlich über den längsten Zeitraum Link Power übertragen kann. Viele Seiten sind nach einer Migration langsam und stetig in den Rankings gefallen. Das lag in den meisten Fällen daran, dass für die Migration 301 oder sogar 307-Redirects verwendet wurden. Wir haben die kostenlose Browser-Extension Link Redirect Trace genau dafür entwickelt, damit sich jeder die Redirect-Struktur einer belieben Seite ansehen kann.

LinkResearchTools

 

Forschergeist

Nach fast einem Jahr intensiver Auseinandersetzung mit Redirects ist uns nun eine weitere Besonderheit aufgefallen. Wir haben Rel-Canonicals bisher nur als eine Art Redirect für Bots betrachtet. Bis hin zu dem Tag, als ich einige davon in den Link Exports der Google Search Console gefunden habe. Nach einigen Versuchen konnte ich feststellen, dass Links von einer Seite, die eigentlich mit Rel-Canonical auf eine andere Seite verweist, tatsächlich gewertet werden, bloß anders.

Wir bezeichnen diese Links als canonicaled Links. Bei uns hat bezüglich Redirects und Canonicals dieses Jahr ein großes Umdenken stattgefunden. Wir bauen dafür sogar gerade unser gesamtes Backend um, um dieses Verhalten anhand der richtigen Datenmenge auszuwerten. Darum geht es doch schließlich in unserer Branche: Die Augen und Ohren offenhalten und sich an Veränderungen anpassen.

Links

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Die Suchmaschinenoptimierung und das Online-Marketing sind meine Leidenschaft. Als Inhaber des SEO Portal schreibe ich darüber und als Geschäftsführer der imwebsein GmbH (Online Marketing Agentur) kann ich diese Leidenschaft in der Praxis umsetzen.

1 KOMMENTAR

  1. Hi Christoph, hi Michael,

    “Nun haben wir herausgefunden, dass der 302 tatsächlich über den längsten Zeitraum Link Power übertragen kann. Das lag in den meisten Fällen daran, dass für die Migration 301 oder sogar 307-Redirects verwendet wurden.”

    Das finde ich eine gewagte Aussage. Würdest du (würdet ihr) also sagen, dass ein 302 einem 301 vorzuziehen ist? Ich bin anderer Meinung (und ja.. ich habe mir den Test angesehen Christoph).

    Gruß
    Sascha

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