In einem Google Webmaster Hangout erklärte John Müller von Google, dass sich das Layout einer Seite auf die Suchmaschinenoptimierung auswirken kann. Wer den Seitentitel oder die Linkstruktur verändert, muss damit rechnen, dass sich auch die Rankings verändern.

Das überrascht wenig, da der Title-Tag bekanntlich ein Ranking-Faktor ist und die Linkstruktur für die Gewichtung von Seiten innerhalb eines Internetauftritts herangezogen wird.

Da der Googlebot seit einiger Zeit Seiten mit den Augen eines menschlichen Besuchers „betrachtet“, gibt es darüber hinaus aber noch einiges mehr zu berücksichtigen. Früher stand beim Crawling der Seitenquelltext im Vordergrund und das Seitenlayout wurde nicht oder nur am Rande berücksichtigt.

Während früher beispielsweise der SEO-Tipp kursierte, einen optimierten Text möglichst weit oben im Seitenquelltext zu platzieren – selbst wenn der Text unten auf der Seite erscheint – sieht die Sache heute anders aus. Heute zählt stattdessen, wie weit oben der Text tatsächlich auf der Seite erscheint.

Schmaler Bildschirm als Referenz

Als Messlatte hierfür dient nicht mehr die Darstellung auf einem Desktop-Monitor, sondern stattdessen auf einem imaginären Smartphone-Bildschirm. Der Grund liegt darin, dass heute viele Suchanfragen von mobilen Geräten stammen. Wegen des schmalen Bildschirms rutscht ein Text viel schneller weiter nach unten, als es manchem SEO lieb wäre. Man kann annehmen, dass ein Text als potentiell weniger relevant betrachtet wird, je weiter unten er sich auf einer Seite befindet.

Unserer Erfahrung nach ist es nicht grundsätzlich nachteilhaft, wenn ein Text nicht above-the-fold steht – also dass der Text nicht zu sehen ist ohne dass der Nutzer herunterscrollen muss. Trotzdem sollte man vermeiden, dass relevanter Text zu weit nach unten rutscht, denn so könnte er von Google & Co. als weniger relevant gewichtet werden.

Sichtbarkeit und Lesbarkeit

Das ist aber nicht die einzige Auswirkung, die das Seitenlayout haben kann:

Auch ein Text der erst aufgeklappt werden muss damit er zu sehen ist, wird möglicherweise schwächer gewichtet als einer, der bereits von Anfang an zu sehen ist.

Letztendlich kann erfahrungsgemäß auch die Schriftgröße und -farbe eine Rolle spielen. Ein Fließtext in Schriftgröße 12 erhält womöglich mehr Relevanz als ein Text in Schriftgröße 7. Auch die Lesbarkeit kann sich auf die Rankings auswirken: ist ein Text grau gefärbt und dadurch sehr kontrastarm, kann seine Relevanz ebenfalls sinken.

Bild: Halacious / Unsplash.com

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