Der Werbedienst „Google Ads“ wird das Anzeigenformat „Expanded Text Ads“ im Juni 2022 einstellen. Während bestehende Anzeigen dieses Formats weiterhin ausgespielt werden, wird es Werbetreibenden nicht mehr möglich sein, neue Anzeigen darin zu erstellen. Das Berichtet die Website „Search Engine Land“ in einem Artikel.

An die Stelle der „Expanded Text Ads“ treten dann die sogenannten „Responsive Search Ads“ (kurz „RSA“), die bereits seit einiger Zeit verfügbar sind und laut einer Erhebung inzwischen schon von dreiviertel aller Werbetreibenden genutzt werden.

Personalisierte Werbung wird schwieriger

„Expanded Text Ads“ erlaubten die Ausspielung personalisierter Werbung mithilfe von Cookies. Dass Drittanbieter-Cookies in den letzten Jahren zunehmend in die Kritik geraten sind, hat diese Entscheidung offenbar maßgeblich mitbeeinflusst, wie in einem Blogbeitrag von Google zu lesen ist. Auch dürfte es seit dem EuGH-Urteil vor zwei Jahren für Werbetreibende deutlich schwieriger geworden sein, mit Hilfe dieses Werbeformats personalisierte Werbung zu schalten. Dieses Urteil hat nämlich weitreichende Auswirkungen auf die Informationspflichten und die Einwilligungen, die für das Setzen von Cookies erforderlich sind.

Es kann davon ausgegangen werden, dass inzwischen deutlich weniger Nutzer ihre Einwilligung in personalisierte Werbung erteilen, als es vor dem Urteil der Fall war. Eine alternative Lösung zum User-Tracking soll es nach dem Auslaufen der cookiebasierten Variante übrigens nicht geben.

Daher wird es Zeit, sich mit den „Responsive Search Ads“ vertraut zu machen. Um sich auf die Änderung vorzubereiten, empfiehlt Google Werbetreibenden, bis zum nächsten Juni in jeder Anzeigengruppe zumindest eine RSA anzulegen.

 

Bild: Laura Davidson / unsplash.com

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