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Einnahmen ohne Gewerbe versteuern

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Guest carless
Hallo an alle Ayomer,

ich betreibe neben meiner hauptberuflichen Tätigkeit noch ein kleines Webprojekt, welches mir natürlich auch sehr am Herzen liegt. Finanziell bleiben dort jeden Monat ca. 200 Euro übrig (Einnahmen 600 € - Kosten 400 €). Diesbezüglich habe ich letztens mit meinem Arbeitgeber gesprochen, einer Gewerbeanmeldung wird er jedoch nicht zustimmen.

Bei dem Projekt handelt es sich um ein Hobby, welches ich auch auf gar keinen Fall aufgeben möchte.
Die möglichkeit, das ein guter bekannter das Gewerbe anmeldet besteht leider auch nicht.

Was kann ich da denn tun, damit das steuerlich einen guten Weg geht?
Gibt es da irgendwelche möglichkeiten?

Kann ich das nicht einfach ohne Gewerbe bei der Steuereklärung mit angeben?
Dann dürften vermutlich höhere Steuern anfallen, als mit Gewerbe, aber das wär mir egal. Oder?
Dafür ist glaube ich die Anlage KAP gedacht?
So wie ich gelesen hab, darf man doch im pro Monat 410 Euro steuerfrei dazu verdienen.
Da wäre ich ja dann drunter?


gruß carless

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Wäre interessant zu wissen, ob für DE, CH oder AT.

In DE habe ich zu mindestens davon gehört, dass man es bis zu einen gewissen Betrag über die Einkommensteuer machen kann, würd Dir hier aber wohl eher einen Steuerberater oder Anwalt empfehlen für eine Auskunft. Weil Hörensagen ist nicht Wissen.

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Guest carless
DE

War einmal bei einem Steuerberater (so ein kostenloses Vorgespräch), aber der meinte nur, das man ein Gewerbe braucht.
Aber den hat es wohl auch nicht so genau interressiert, oder er hat gedacht, wenn ich eine andere möglichkeit finde, das er dann kein Geld mit mir macht....


Wenn ich das Geld nicht beim Finanzamt angebe ist es ja Steuerhinterziehung.
Wenn ich es beim FA angebe, bezahlt ich vermutlich für die 600€ sowiel steuer, das es nicht mehr reicht, die 400€ Serverkosten zu tragen.
Zudem besteht die Gefahr, dass das FA darauf besteht, ein Gewerbe anzumelden.

Aber es muss doch irgend einen Trick geben?

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Warum soll dass denn nich reiche? Versteuert werden ja nur Deine Einkünfte/Einkommen und nicht der Umsatz. D.h. 12*200,- Euro wären bei Dir dann 2400 Euro Gewinn. Dies entspricht einer Steuerlast von 0 Euro, das die Steuerfreigrenze nicht überschritten wird. Also keep cool.

Mit Anmeldung des Gewerbes usw. da musste Dich mal am Besten beim FA schlau machen. Die helfen Dir da gerne.

Grüße

Andreas

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Das sind für mich zwei unterschiedliche Themen:

(1) Finanzamt: Wenn Du die Ausgaben geltend machen willst, dann ist das eine gewerbliche Tätigkeit. Und bei 600 Euro Einnahmen / Monat sind das 7200 Euro / Jahr, also ziemlich viel. Selbst unter Berücksichtigung der Ausgaben sind das immer noch 2400 im Jahr, also auch mehr als geringfügig.

Sprich: Melde ein Gewerbe an und gut iss. Die 2400 werden dann deinem Einkommen aus deinem Job draufgeschlagen, da schlägt die Progression voll durch - aber das ist eben so.


(2) Verhältnis zu deinem Arbeitgeber. Eine Nebentätigkeit könnte genehmigungspflichtig sein - das hängt zuallererst einmal von deinem Arbeitsvertrag ab. Steht da nichts dazu drin, ist die Meinung deines AG unerheblich. Machst Du ihm keine Konkurrenz (andere Sparte, Einnahmen bsp. durch Werbung, keine große zeitliche Belastung), ist das auch eher harmlos. Wenn da etwas drinsteht, dann kann er vermutlich nur der Nebentätigkeit widersprechen, nicht der eigentlichen Gewerbeanmeldung. Allerdings könnte das bei 200 Euro Einnahmen auch unter eine Geringfügigkeitsgrenze fallen, das wird ja nur ein Bruchteil deines Brutto-Gehalts sein.

Die ganz andere Frage ist, ob Du dir einen Konflikt oder eine Entscheidung gegen deinen AG leisten kannst.

@seonderbar: Er hat einen Hauptjob - da zahlt er schon Steuern.

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Ich verstehe nur nicht, was dein Chef dagegen haben sollte? Du machst ja kein Freeclimbing als Nebentätigkeit, sondern betreibst eine Webseite. Meinem Chef hatte ich es damals nicht erzählt, was Ihn auch nie gejuckt hatte. Also Ich würde mir einfach so einen Schein abholen gehen ;-)

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QUOTE (JonasV @ Mo 26.04.2010, 20:50)
Ich verstehe nur nicht, was dein Chef dagegen haben sollte?

Es gibt Arbeitsverträge, die sehen eine Informationspflicht für Nebentätigkeiten vor.

In anderen Arbeitsverträgen gibt es eine Genehmigungspflicht bzw. das Recht, Nebentätigkeiten zu untersagen.

Da spielt sehr viel dazu rein: Bei einem Vollzeit-Arbeitsvertrag soll die restliche Zeit der Erholung dienen - damit nicht der Mitarbeiter während seiner Arbeitszeit schläft / nichts leistet, weil er sich in seiner Nebentätigkeit verausgabt hat. Dann kann es ein Konkurrenzproblem geben, wenn der Mitarbeiter als Selbständiger im gleichen Bereich wie als Angestellter arbeitet.


Wenn in einem Arbeitsvertrag so etwas drinsteht und der Arbeitnehmer das 'klammheimlich' versucht, kann das großen Ärger geben, falls es rauskommt.

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