Wenn man Zeitung liest, fernsieht oder im Internet unterwegs ist, kommt man im Augenblick an einem Thema kaum vorbei: Dem Corona-Virus.

Obwohl die Bürgerinnen und Bürger von offizieller Seite aufgefordert wurden Hamsterkäufe zu unterlassen, decken sich einzelne von ihnen weiterhin mit großen Mengen an Toilettenpapier und Nudeln ein, so dass für andere im Zweifel nichts mehr davon übrig bleibt.

Kettenbriefe und Falschmeldungen, die per WhatsApp und in sozialen Netzwerken verbreitet werden, tragen vermutlich zu diesem Verhalten bei und verunsichern viele Menschen zusätzlich.

Das Internet als seriöse Informationsquelle

Unwissenheit erzeugt Angst. Deshalb ist es absolut verständlich, dass sich viele Internet-Nutzer aus seriösen Quellen über dieses Thema informieren möchten. Das spiegelt sich momentan deutlich in den häufigsten Suchanfragen wider, die man über Google Trends ermitteln kann. Dort widmet man dem Thema derzeit eine eigene Unterseite: https://trends.google.com/trends/story/DE_cu_Euasw3ABAADOpM_en

Neben Suchanfragen zum Virus allgemein wird auch häufig nach Börsenindizes sowie nach Hintergrundinfos zu den neuesten Entwicklungen gesucht. Am gestrigen Montag rief Bayern beispielsweise den Katastrophenfall aus. Wer das zum ersten Mal erlebt und den bevorstehenden Weltuntergang dahinter vermutet, erfährt durch eine Suche, dass das stattdessen organisatorische Gründe hat. Durch den Ausruf können bestimmte Gesetze angewendet werden, die schnellere und effizientere Entscheidungen ermöglichen (wie es auch bei größeren Überschwemmungen hin und wieder der Fall ist).

Interessant ist eine Grafik, die das Suchinteresse deutscher Nutzer nach dem Wetter mit dem nach dem Coronavirus vergleicht. Seit dem 25. Februar hat das Interesse am Virus das an der Wettervorhersage überholt:

Screenshot Google Trends Wetter CoronaScreenshot aus Google Trends

Was Google-Nutzer während der Corona-Krise interessiert

Direkt darunter findet man eine Rangliste des Suchinteresses nach Bundesländern. Dabei werden Erinnerungen an „Google Flu“ wach: Der vor Jahren leider eingestellte Dienst zeigte auf einer Karte mithilfe eines Farbschemas an, wie hoch in welcher Region aktuell das Suchinteresse nach Grippe und Grippesymptomen war. Das war aufschlussreich, auch wenn es natürlich nicht die tatsächlichen Fallzahlen widerspiegeln konnte.

Aufgrund der permanenten medialen Berichterstattung sind diese Zahlen im Falle des Coronavirus hingegen mit Vorsicht zu genießen. Da das alltägliche Leben derzeit eingeschränkt ist, werden sich auch viele Nutzer aus Bundesländern informieren, die vom Virus weniger oder kaum betroffen sind.

Wonach die Nutzer konkret suchen, lässt sich aus dieser Grafik ablesen:

Coronavirus Google-SuchenScreenshot aus Google Trends

Betrachtet man das Suchinteresse nach dem Coronavirus weltweit, so lag Deutschland in der vergangenen Woche auf Platz 21. Die ersten beiden Plätze werden von Spanien und Italien belegt, die leider stark betroffen sind.

Bild: William Iven / Pixabay.com

1 KOMMENTAR

  1. Ist eben momentan das bestimmende Thema, da es alle Menschen in ihrem Leben direkt tangiert. Das das Suchvolumen höher ist als zum Wetter finde ich daher nicht überraschend

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