Hreflang: Nur in bestimmten Fällen Land festlegen

Mit dem Hreflang-Tag lässt sich festlegen, welche Seiten einer Website auf welche Sprache und auf welches Land ausgerichtet werden sollen. Viele Suchmaschinen lesen diese Angabe aus und sortieren die Seiten dann in den Index der jeweiligen Sprache oder des jeweiligen Landes ein.

So lässt sich beispielsweise steuern, dass englischsprachige Seiten Suchmaschinen-Nutzern in England, den USA und Australien gezeigt werden sollen und deutschsprachige Seiten Nutzern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Seiten lassen sich aber auch auf bestimmte Länder ausrichten, beispielsweise auf französischsprechende Personen in der Schweiz („fr-ch“).

Auf eine allgemeine Frage eines Webmasters zum Thema „hreflang“ auf Twitter sprach John Müller nun eine Empfehlung zum Einsatz des Tags aus. Und zwar solle man Seiten zuerst idealerweise nur auf eine Sprache ausrichten, ohne ein Land anzugeben. Erst wenn sich die Seiten nicht nur von der Sprache her unterscheiden, sondern es auch landesspezifische Unterschiede gibt, macht die Angabe eines bestimmten Landes Sinn.

Ein mögliches Beispiel:

Wenn Ihr Produkte im D-A-CH-Raum anbietet, könnten sich Eure Seiten im Hinblick auf die Währung unterscheiden (in Deutschland und Österreich ist der Euro das Hauptzahlungsmittel, in der Schweiz sind es Schweizer Franken). Wenn unterschiedliche Seiten mit Angabe der jeweiligen Währung existieren, solltet Ihr diese auf das entsprechende Land ausrichten („de-de“, „de-at“ und „de-ch“).

Fazit

Der Tipp von John Müller ist schlüssig. Durch die Einschränkung von Seiten auf ein bestimmtes Land kann es passieren, dass man ungewollt Nutzer ausschließt, welche die Seiten bei ihrer Suche dann nicht finden. Insbesondere die Verbreitung der englischen Sprache geht weit über den Raum von Großbritannien und den USA hinaus. Wer ein besonders breites Publikum ansprechen möchte, sollte auf eine Ausrichtung nach Ländern nicht oder nur vorsichtig einsetzen.

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