Https-Hinweise bald auch in den SERPs?

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Bisherige Versuche fehlgeschlagen

Google legt immer mehr Wert auf eine sichere Verbindung via Https. Verfügt eine Seite nicht über ein Sicherheitszertifikat, so spricht Google Chrome mittlerweile sogar eine Warnung an mögliche Besucher aus. Diese ist aktuell noch relativ klein, es ist aber davon auszugehen, dass diese Hinweise mit der Zeit noch deutlicher werden.

In diesem Zusammenhang kam letzte Woche im Google Webmaster Hangout die Frage auf, warum Google entsprechende Warnungen nicht auch in den organischen Suchergebnissen ausspricht. Denn hier wäre der Moment, an dem Nutzer sich gegen einen Besuch entscheiden könnten, wenn für sie das Fehlen von Https ein Ausschlusskriterium darstellt.

John Mueller’s Meinung

Warum stellt Google den Unterschied also nicht schon an dieser Stelle deutlich heraus? John Mueller hatte auf diese Frage eine sehr interessante Antwort parat:

“Wir zeigen ja Https an, wenn wir es können. Also direkt in der URL. Das einzige Mal, dass wir das nicht darstellen, ist, wenn wir den Seitennamen statt der URL verwenden. Ich glaube, das passiert zum Beispiel bei Breadcrumbs. Ansonsten versuchen wir schon, das da darzustellen. Wir haben auch schon verschiedene Tests gemacht – zum Beispiel mit diesem Schlüssel- oder Schloßzeichen in den Suchergebnissen. Bis jetzt haben wir da aber noch keine optimale Lösung gefunden, wie man das am besten machen kann.

Ich denke, das verschiebt sich ja auch mit der Zeit. Es werden also immer mehr Seiten auf Https gehen und viel mehr Besucher auch Https erwarten. Auch die Veränderungen in Chrome, dass http Seiten irgendwann vielleicht als nicht mehr vollständig sicher im URL Bar oben dargestellt werden. Das sind alles Entwicklungen, die in diese Richtung gehen.

Und wenn man das in ein oder zwei Jahren anschaut, wird das in den Suchergebnissen schätze ich auch ein bisschen anders dargestellt werden. Aber im Moment ist es halt, wie es ist.”

Es scheint Experimente zu geben

Aktuell ist für Google also nur der Weg, die URL anzuzeigen, praktikabel. Alle anderen Experimente sind erst einmal fehlgeschlagen. Genau wie das relativ unauffällige Ausrufezeichen im Chrome ist auch dieser Hinweis aber eher nicht für den durchschnittlichen Nutzer interessant – sondern nur für Suchende, die sich mit dem Thema etwas intensiver auseinandersetzen.

Dieser Umstand dürfte auch Google bekannt sein, weshalb John’s Hinweis, dass dies in ein oder zwei Jahren ganz anders aussehen würde, Bände spricht. Es ist also davon auszugehen, dass bei Google zahlreiche Überlegungen und Tests stattfinden, um die Sicherheitshinweise im Hinblick auf Https deutlicher zu gestalten. Es wäre daher nicht überraschend, wenn wir in nicht allzu ferner Zukunft einen deutlichen Warnhinweis in den SERPs zu sehen kriegen, wenn eine Seite kein Sicherheitszertifikat aufweist. Wir dürfen gespannt sein, wie dies dann im Detail aussehen wird.

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Nach meinem Studium der Politikwissenschaften (Schwerpunkt Diplomatie) habe ich im Juni 2015 das SEO Portal bei der imwebsein GmbH mitgegründet. Seit Januar 2017 bin ich nun als Chefredakteur für den redaktionellen Teil zuständig. Daneben kümmere ich mich als ehrenamtlicher Pressewart um die Öffentlichkeitsarbeit des Badminton-Club Tempelhof.

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