John Mueller Präsentationen: Internationalisierung

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Bei Google unterscheiden wir zwischen einer Sprache für mehrere Länder (z.B. Deutsch in Deutschland, Österreich und der Schweiz) und mehreren Sprachen für mehrere Länder (z.B. Deutschland, Frankreich und England). Und dann kann man unterschiedliches Targeting verwenden.

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Dann gibt es zwei Möglichkeiten, die Website für eine bestimmte Zielgruppe zu targeten.

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Einmal gibt es Geotargeting, mit dem man ein Land pro Abschnitt einer Website anspricht. Dieser Abschnitt muss klar abgegrenzt sein – entweder eine ccTLD (Country Code) auf dem Domain Level oder eine gTLD mit Targeting in Search Console für eine Domain, Subdomain oder einen Ordner. Eine solche Seite erhält dann einen Ranking Boost in dem Land, das getargetet wurde, wenn Nutzer nach lokalen Ergebnissen suchen. Die neuen TLD wie .berlin oder .tokyo gelten dabei als gTLDs, man muss hier also zusätzlich das Targeting einstellen.

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Zum anderen gibt es das Hreflang, mit dem man pro Unterseite eine Sprache und ein Land anspricht. Hierbei handelt es sich um ein Tag, das man im Header der jeweiligen Seite unterbringt. Und das geschieht pro Seite, wobei es darauf hinweist, welche Seiten äquivalent zu der entsprechenden Seite sind – nur halt in anderen Sprachen. Es braucht dafür keine spezielle URL-Struktur, es reicht aus, wenn einzigartige URLs für die unterschiedlichen Sprachen existieren. Per x-default kann auch eine Standardsprache festgelegt werden. Diese wird dann allen Nutzern angezeigt, die nicht in einer der per Hreflang benannten Sprachen suchen. Es gibt hier klare Vorgaben, die auf der technischen Seite eingehalten werden müssen. Das Hreflang hat dabei keinen Einfluss auf das Ranking. Es sorgt nur dafür, dass in jeder Sprache die passende Unterseite angezeigt wird.

internationalizationEinige der häufigsten Fehler, die wir in diesem Zusammenhang immer wieder sehen, sind folgende. Wenn zu Https gewechselt wird (oder allgemein ein Sitemove durchgeführt wird), muss das Markup auch erneuert werden und die Angaben in Search Console müssen angepasst werden. Es gibt einen Unterschied zwischen unselected (Google versucht automatisch, die richtige Zielgruppe herauszufinden) und unlisted (es wird kein Geotargeting gewünscht). Bei ersterem wird einfach nichts ausgesucht, zweiteres wird wissentlich ausgewählt.

Wir empfehlen, ccTLDs nicht zu nutzen, wenn es nur aus kosmetischen Gründen geschieht. Es hilft euch nicht, eine ganz tolle .it Domain zu haben, wenn ihr aber eigentlich in Frankreich aktiv seid. Denn Google denkt dann nur an Italien und das wird euch in Frankreich schaden. Wenn es um Tourismus geht, müsst ihr auch vorsichtig sein. Vielleicht gehen die Reisen in ein Land oder ihr sitzt dort, eure Kunden kommen aber aus einem anderen Land. Hier müsst ihr immer die Nutzer targeten, oder global vorgehen.

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Wir haben ein paar seht strenge Regeln, die besagen, wo das Hreflang stehen muss und wie es aufgebaut werden muss. Diese könnt ihr in unserem Hilfecenter einsehen. Grundsätzlich müssen wir es im Header oder in der Sitemap sehen können und zwischen gleichen Seiten hin- und herzeigen. Es muss also auf beiden Seiten stehen. Diese Verbindung muss zwischen den Canonicals sein, also zwischen den Versionen, die wir indexieren. Problematisch wird es, wenn im Header zu viele Dinge stehen und das Hreflang daher für uns nicht mehr dort zu sein scheint.

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Unsere Systeme suchen sich ein Canonical aus, aber ihr könnt einen großen Einfluss auf die Entscheidung haben, indem ihr gleichmäßig vorgeht. Setzt also Weiterleitungen, Canonicals, lasst alle internen und externen Links auf das Canonical zeigen und packt das Canonical in die Sitemap. Sinnvoll ist es auch, die kürzere URL zu wählen, Https zu nutzen und diese Variante für Hreflang zu benutzen.

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Fokussiert euch beim Suchen von Hreflang Problemen in Search Console immer auf einzelne URL-Paare – nicht auf das große Ganze. Schaut euch an, ob ihr das Canonical nutzt und dass das Tag an der richtigen Stelle steht.

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Gerade bei größeren Ländern sehen wir oft die Frage, wie man einzelne Teile des Landes targeten kann. Eine häufige Taktik dabei ist es, auf Personalisierung zu setzen, also die Inhalte der Seite je nach Ort des Nutzers auszutauschen. Hierbei muss man aber folgende Punkte im Hinblick auf das Crawling beachten. So crawlt Googlebot größtenteils aus Californien, würde also meistens das sehen, was Nutzer dort auch sehen. Eigenheiten für einzelne Städte oder Regionen könnten wir dann eher nicht indexieren. Vielleicht könnt ihr da mit einer generischen Homepage, auf der dann lokal austauschbare Blogs zu finden sind.

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Was passiert, wenn ich nur eine Sprache / Länderversion habe? Dann muss kein Hreflang genutzt werden.

Kann Hreflang über mehrere Domains hinweg genutzt werden? Klar.

Was kann ich tun, wenn Hreflang nicht erkannt wird? Nutze Sitemaps.

Was passiert bei Duplicate Content über mehrere Sprachversionen? Das ist kein Problem, Übersetzungen sind für uns einzigartige Inhalte.

Wie funktioniert die Kombination von AMP mit Hreflang? Wie mit mobilen Seiten auch, verlinkt von der Hauptversion.

Brauche ich zwingend ein x-default? Nein.

TLD, Subdomain oder Verzeichnis, was soll ich nutzen? Alle funktionieren, das kommt auf eure Situation an.

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Nach meinem Studium der Politikwissenschaften (Schwerpunkt Diplomatie) habe ich im Juni 2015 das SEO Portal bei der imwebsein GmbH mitgegründet. Seit Januar 2017 bin ich nun als Chefredakteur für den redaktionellen Teil zuständig. Daneben kümmere ich mich als ehrenamtlicher Pressewart um die Öffentlichkeitsarbeit des Badminton-Club Tempelhof.

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