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kevin jackowskiSeitdem Google das neue Panda Update angekündigt hat, sind viele Webmaster unsicher, ob die eigenen Inhalte den aktuellen Ansprüchen der Suchmaschine entsprechen. Schließlich bringen Abstrafungen meist sehr hohe Rankingverluste mit sich – diese haben wiederum zur Folge, dass der zielgruppenrelevante Traffic auf der eigenen Website bzw. dem eigenen Online Shop ausbleibt. Das zieht hohe Umsatzverluste nach sich.

Doch wie können Webmaster die Risiken verringern, von dem neuen Panda Update getroffen zu werden? Um diese Frage beantworten zu können, sollte erst einmal geschaut werden, welche Faktoren dabei berücksichtigt werden.

Das Google Panda Update

Während der Fokus beim Google Penguin Update auf den Bereich “Links” gelegt wird, spielen beim Panda Update Inhalte die entscheidende Rolle. Das Panda Update ist aus technischer Sicht ein Filter, welcher in regelmäßigen Zeitabständen über den gesamten Suchmaschinenindex ausgerollt wird – mit dem Ziel, dessen hohe Qualität zu sichern. Dabei werden meist Websites mit minderwertigen Inhalten abgestraft und zukünftig nur noch auf den hinteren Plätzen in den Suchergebnissen gelistet, was bei großen Websites erhebliche Trafficeinbrüche zur Folge haben kann. Besonders auffällig beim Panda Update ist, dass dieser Filter im Gegensatz zu anderen Updates meist die komplette Domain betrifft und nicht nur einzelne Unterseiten bzw. Verzeichnisse. Damit üben die minderwertigen Inhalte einen negativen Einfluss auf die höherwertigen Inhalte aus. Diese Aussage lässt sich allerdings nicht verallgemeinern, da in einigen Fällen auch nur einzelne Seiten bzw. Verzeichnisse betroffen sein können, während die nicht betroffenen Unterseiten nach wie vor gute Rankings aufweisen.

Doch womit sichern sich Webmaster die Gunst der Suchmaschine in Zeiten des Panda Updates?

  • Einzigartige Inhalte
    Suchmaschinen und User legen heutzutage großen Wert auf mehrwerthaltige und einzigartige Inhalte. Daher sollten Webmaster stets darauf achten, dass die eigenen Inhalte diesen Qualitätsansprüchen gerecht werden. Vor allem Online-Shops haben meist das Problem, dass Inhalte über einen externen Anbieter eingebunden werden. Dies kann zur Folge haben, dass der Anteil an Fremdinhalten überwiegt. Da auch andere Online-Shops diese Inhalte beziehen werden, kann nicht mehr von „einzigartigen Inhalten“ gesprochen werden. Online-Shops und Websites, die Inhalte von externen Quellen beziehen, sollten diese individualisieren, um sowohl Suchmaschinen als auch User dauerhaft überzeugen zu können. Webmaster, denen es schwer fällt, qualitativ hochwertige Inhalte zu erstellen, müssen sich überlegen, ob sie nicht beispielsweise an einem SEO Seminar teilnehmen sollten, um zukünftig mit starken Inhalten noch mehr Traffic zu generieren.
  • Intentionen befriedigen
    Passen Titles und Descriptions zu den eigenen Inhalten? Wurden die Inhalte auf Keywords optimiert, die mit dem eigentlichen Themenfokus nichts zu tun haben? Führen diese den User so in die Irre? Wird dem User in den Suchergebnissen etwas versprochen, was die eigenen Inhalte nicht halten können? Bounce-Rates spielen eine wichtige Rolle, da die Suchmaschine u.a. über diese ermittelt, ob User zu einer bestimmten Suchanfrage die Inhalte gefunden haben, die sie auch gesucht haben. So fällt es der Suchmaschine leichter, zu ermitteln, ob ein Dokument zu einer Suchanfrage passt oder nicht. Webmaster, die Usern ausführlich bei der Befriedigung ihres Bedürfnisses helfen, werden mit der Gunst der Suchmaschine rechnen können.
  • Inhalte statt Werbung
    Websites, die den eigenen Fokus ausschließlich auf Monetarisierung gelegt haben, werden aus Sicht der Suchmaschine eher qualitativ minderwertige Inhalte anbieten als Websites, die das Ziel haben, User zu informieren. Aus diesem Grund sollten Webmaster darauf achten, dass stets die eigenen Inhalte im Vordergrund stehen – und nicht die Werbung. Besonders wichtig ist, dass Werbung „above the fold“ möglichst moderat genutzt wird, da Suchmaschinen Wert darauf legen, dass die wichtigsten Informationen für den User im sichtbaren Bereich platziert werden und so leicht zu erreichen sind. Ist der sichtbare Bereich sehr werbelastig und geraten die eigenen Inhalte so in den Hintergrund, dann kann es sein, dass diese Umsetzung einen Panda-Penalty zur Folge hat.
  • Vermeidung von Duplicate Content
    Doppelte Inhalte (sowohl intern als auch extern) stellen für die Suchmaschine ein Problem dar. Es fällt ihr in diesem Fall schwer, zu entscheiden, welches Dokument zu welcher Suchanfrage herangezogen werden soll. Zudem mindern doppelte Inhalte die Qualität des Suchmaschinenindexes erheblich und können aus Sicht des Webmasters starke Rankingschwankungen zur Folge haben. Da das Google Panda Update das Ziel hat, die Qualität des Suchmaschinenindexes zu sichern und doppelte Inhalte zu verringern, sollten Webmaster besonders darauf achten, Duplicate Content zu vermeiden (siehe -> Einzigartige Inhalte).
  • Individuelle Website-Strukturen
    Auch wenn Webmaster mit „Inhalten“ häufig Text assozieren, bedeuten Inhalte aus Suchmaschinensicht auch „Website-Strukturen“. Gleiche Textmuster und Links können zur Folge haben, dass die Suchmaschine diese als „boilerplate Content“ wertet und dementsprechend abwertet. Somit spielen nicht nur die Texte selbst eine tragende Rolle bei der Beurteilung der Qualität von Inhalten, sondern auch deren Struktur.
  • Semantik und Kontext statt Keywordunnatürlichkeiten
    Auch wenn Keywords zukünftig an Relevanz einbüßen werden, spielen sie noch immer eine zentrale Rolle im Bereich der Suchmaschinenoptimierung. Vor allem, wenn es darum geht, zu entscheiden, welches Dokument zu welchen Suchanfragen herangezogen werden soll. Keywords sollten also genutzt werden, um der Suchmaschine dabei zu helfen, das Dokument thematisch korrekt einzuordnen (Stichwort: Inhaltlicher Fokus). Sie sollen nicht dazu dienen, ein Dokument für die Suchmaschine zu einer bestimmten Suchanfrage als besonders relevant zu definieren. Unterseiten, die hohe Keywordunnatürlichkeiten aufweisen, stehen auch im Fokus des Panda Updates, da hier bewusst die Qualität des Textes bzw. des Inhalts gemindert wird um möglichst viele Keywords zu nutzen. Webmaster, die Wert auf nachhaltige und qualitativ hochwertige Texte legen, sollten zwar auch relevante Keywords nutzen, den Fokus allerdings eher auf Semantik und Kontext sowohl innerhalb des Dokuments, als auch innerhalb der Website legen (Stichwörter: interne Verlinkung / Websitearchitektur).

Fazit

Alles in allem sollten sich Webmaster zukünftig mehr auf qualitativ hochwertige Inhalte, Intentionen und Userzufriedenheit fokussieren. Keywordbasierte Inhalte, die ausschließlich aus Gründen der Monetarisierung erstellt wurden, gehören der Vergangenheit an. Zudem sollte auch analysiert werden, welche Inhalte dem Suchmaschinenindex Mehrwert bieten – und welche dessen Qualität eher mindern. Webmaster, die sich bezüglich des Mehrwerts ihrer Inhalte eher unsicher sind, sollten – nicht nur aus Sicht der Suchmaschine – Wert auf eine Qualitätssicherung legen und die vorhandenen Inhalte überarbeiten. Davon werden zukünftig nicht nur die Rankings profitieren, sondern auch die User.

Der Autor bietet auch SEO-Seminare an. Mehr Informationen unter: http://www.suchmaschinenoptimierung-seminar.com

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Kevin Jackowski
Kevin Jackowski ist Online Marketing Experte und kann mittlerweile auf über 8 Jahre Online Marketing Erfahrung zurückblicken. Er betreibt das Portal OnlineMarketingEinstieg.de, gibt eigene SEO Seminare und ist als Fachautor für Magazine und Unternehmen tätig.

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