Googles „Mobile-first-Index“: So bereitest Du Deine Website vor

Seit einiger Zeit wird viel über die Umwandlung des klassischen Google-Index hin zum „Mobile-first-Index“ gesprochen. Die einen betreiben bereits eine mobilfreundliche Website und malen dennoch den Teufel an die Wand, während andere Websitebetreiber das Thema „Mobile“ bislang ignorieren und ihre Website weiterhin nur für den Desktop optimiert anbieten.

Dabei ist der für dieses Jahr angekündigte „Mobile-first-Index“ gar kein neuer oder separater Google-Index. Es geht „lediglich“ darum, dass – ab dem Zeitpunkt der Umstellung – der Googlebot Webseiten aus der Sicht eines mobilen Geräts betrachtet. Wer also eine mobile – oder noch besser – eine responsive Website betreibt, hat seine Hausaufgaben quasi schon erledigt.

Im Google-Blog für Webmaster erschien am 15. November 2016 ein Beitrag, der sich um dieses Thema dreht. Darin heißt es: „unsere Algorithmen werden dann vor allem auf die mobile Version einer Website zurückgreifen, um das Ranking ihrer Seiten zu ermitteln, strukturierte Daten zu erfassen und Snippets dieser Seiten in den Ergebnissen zu zeigen“
(https://webmaster-de.googleblog.com/2016/11/mobile-first-indexierung.html)

Letztes Jahr sagte Gary Illyes von Google auf der „SMX Advanced“-Konferenz in Seattle, dass es noch viele Jahre dauern werde, bis dieser Index ein „echter“ mobiler Index werde, in welchem nicht-mobile Seiten dann keine Rolle mehr spielen – er nannte als möglichen Zeitraum fünf Jahre.
(https://searchengineland.com/googles-mobile-first-index-likely-not-coming-2018-earliest-277074)

In SEO-Kreisen wird über die bevorstehende Veränderung ausgiebig diskutiert. John Mueller sagte dazu in seinem Webmaster Hangout am 15.12.2017, dass diese Änderung für viele Websites unproblematisch sein wird – gerade dann, wenn sie mobiltauglich sind. Auch die Handhabung des Canonical- und Alternate-Tags wird sich nicht ändern. Beim Vorhandensein einer separaten Desktop- und Mobilversion einer Website (z. B. www.example.com und m.example.com) wird empfohlen, dass diese Tags auf die mobile Variante der Seite zeigen. Daneben ist es wichtig, dass beide Versionen dieselben Inhalte enthalten, einschließlich strukturierter Daten. Beim Einsatz einer responsiven Website stellt sich diese Frage hingegen nicht, da die Website nur in einer einzigen Version verfügbar ist.

Mobile-first-Index – Checkliste

Wir haben eine Checkliste mit Dingen zusammengestellt, die Du beachten solltest:

  • Prüfe auf Deinem Smartphone, ob Deine Seiten mobiltauglich sind –
    wenn Du ganz sichergehen möchtest, prüfe sie auch in der Google Search Console mit der Funktion „Abruf wie durch Google“
  • Prüfe den PageSpeed Deiner Seiten und erhöhe ihn gegebenenfalls
  • Falls Deine Website als getrennte Desktop- und Mobilversion vorliegt:
    • Stelle sicher, dass Canonical- und Alternate-Tags auf die Mobilversion zeigen
    • Stelle sicher, dass auf beiden Versionen dieselben Inhalte zu finden sind
    • Stelle sicher, dass auf beiden Versionen dieselben strukturierten Daten zu finden sind

Unsere Meinung dazu

Dieses Thema erregt die Emotionen vieler Websitebetreiber und SEOs. Dabei sagt man bei Google selbst, dass diese Änderung in den meisten Fällen unproblematisch sein wird und legt Wert darauf, die Umstellung möglichst so durchzuführen, dass sich an den meisten Suchergebnissen nichts ändern wird. Als Seitenbetreiber oder SEO sollte man einfach dafür Sorge tragen, dass die eigenen Seiten mobiltauglich und crawlbar sind und deren Platzierungen, wie sonst auch, im Blick behalten.

Auch darf nicht vergessen werden, dass es auch zukünftig Nutzer geben wird, die Google von ihrem Desktop-Rechner aus nutzen. Responsives Design ist daher der Königsweg, um beide Welten optimal bedienen zu können. Mobiltauglichkeit ist definitiv wichtig, aber „Mobile first“ bedeutet nicht „Mobile only“.

1 KOMMENTAR

Hinterlasse eine Antwort