Ein beachtlicher Teil aller Nutzer ist inzwischen mit dem Smartphone oder Tablet im Internet unterwegs. Aber auch der Desktop bleibt relevant, weshalb Internetseiten für alle Gerätearten geeignet sein sollten.

Reine Desktop-Seiten findet man mittlerweile kaum noch. Selbst Websites von kleinen Betrieben sind inzwischen meistens responsiv gestaltet. Das bedeutet, dass sich der Seiteninhalt automatisch an die Breite des Bildschirms anpasst. Auch wenn der Großteil aller Websites mittlerweile mobiltauglich ist, schadet es nicht, wenn man ihren Zustand von Zeit zu Zeit überprüft. Denn erfahrungsgemäß findet man immer wieder Optimierungspotential. Hier kommen unsere Tipps, wie Ihr Eure Website mobiltauglich macht.

Überprüft die Schriftgröße

Die Auswahl der richtigen Schriftgröße gleicht einem Spagat. Was auf dem Smartphone für eine gute Lesbarkeit sorgt, sieht auf dem Desktop oft unnatürlich groß aus.

An dieser Stelle ist der „Mobile Friendly Test“ von Google (https://search.google.com/test/mobile-friendly) oft etwas übereifrig. Nicht selten bemängelt er auch Schriftgrößen, die eigentlich gut lesbar sind. Wenn Ihr Eure Seiten mit diesem Tool testet, solltet Ihr eine etwaige Meldung dieser Art nicht auf die Goldwaage legen. Schaut Eure Seiten jedoch mit verschiedenen Geräten an, vom Smartphone über ein Tablet bis hin zum Desktop und versetzt Euch dabei in die Lage eines Besuchers.

Achtet auf den Abstand zwischen Elementen

Auf einem kleinen Touchscreen ist die Gefahr, daneben zu tippen groß – jedenfalls, wenn Links, Schaltflächen und ähnliche Elemente zu dicht beieinander liegen. Dieses Problem verstärkt sich, wenn der Nutzer in einer Straßenbahn sitzt oder Beifahrer in einem Auto ist und es wackelt. Da ist es quasi vorprogrammiert, dass man auch mal danebentippt. Tut Euren Besuchern daher einen Gefallen und lasst etwas mehr Platz zwischen anklickbaren Elementen.

Haltet die Ladezeit kurz

Gerade unterwegs können lange Ladezeiten ein Ärgernis sein. Smartphones sind oft mit schwacher Hardware ausgestattet. Wenn eine langsame mobile Datenverbindung hinzukommt, laden Seiten oft unnötig lange. Dabei ist es relativ einfach, die Ladezeit niedrig zu halten. Haltet Bilder in einer annehmbaren Größe. Ein Headerbild in 4K-Auflösung mag zwar auf dem Desktop gut aussehen, lässt die Seite auf einem Smartphone aber schnell unbenutzbar werden.

Daneben enthalten viele Seiten oft deutlich mehr JavaScript, als es nötig wäre. Das verlängert die Ladezeit zusätzlich. Bei Content-Management-Systemen sind oft mehrere nicht benötigte Plug-Ins installiert, die für unnötig viel JavaScript sorgen. Stellt daher alles auf den Prüfstand und findet heraus, an welchen Stellen Ihr Ladezeit einsparen könnt.

Auch der Server kann für lange Ladezeiten ursächlich sein, erfahrungsgemäß liegt die Ursache in den allermeisten Fällen aber an der Website selbst.

Behaltet die Core Web Vitals im Blick

Ab März sollen die sogenannten „Core Web Vitals“ bei Google zu einem Rankingfaktor werden. Es handelt sich dabei um Metriken, mit denen die Nutzerfreundlichkeit einer Seite bewertet wird:

  • First Contentful Paint ⇒ Nach welcher Zeit wird dem Nutzer die Seite angezeigt?
  • Total Blocking Time ⇒ Wie lange blockiert ein Skript oder ein anderes Element den Ladevorgang?
  • Cumulative Layout Shift ⇒ Springt die Seite während des Ladens hin und her?

Insbesondere der dritte Punkt ist für die Mobiltauglichkeit von großer Bedeutung. Sicherlich kennt Ihr das Phänomen: Ihr ladet auf Eurem Smartphone eine Seite, fangt an zu lesen und plötzlich springt die Seite nach oben oder nach unten. Ihr verliert den Anschluss und wisst nicht mehr, an welcher Stelle Ihr Euch im Text befunden habt. Dieses Phänomen wird oft dadurch ausgelöst, wenn Bilder oder Werbeanzeigen nachträglich geladen werden und zusätzlichen Platz beanspruchen. Es lässt sich vermeiden, wenn von Anfang an der nötige Platz für alle Elemente reserviert wird.

Seiten, bei denen dieses Phänomen auftritt, könnten ab März unter schlechteren Platzierungen leiden.

Fazit

Bei der Verbesserung der Mobiltauglichkeit gibt es Parallelen zur Suchmaschinenoptimierung. Beides ist ein fortlaufender Prozess, den man immer wieder mal überprüfen sollte. Technische Rahmenbedingungen und Rankingfaktoren ändern sich von Zeit zu Zeit. Deshalb ist man gut beraten, wenn man neue Entwicklungen im Auge behält.

 

Bild: Henry Ascroft / unsplash.com

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