Nachgefragt: Sprachversionen im Quelltext oder über XML-Sitemap angeben?

Wer einen mehrsprachigen Internetauftritt betreibt, hat die Möglichkeit, die geographische Ausrichtung der einzelnen Seiten mit dem hreflang-Tag im Quelltext der jeweiligen Seite anzugeben (z. B. www.example.com/de/produkte/ – www.example.com/en/products/).

Wie man das hreflang-Attribut richtig einsetzt, erklären wir ausführlich in unserem Ratgeber“hreflang” richtig einsetzen

Dies erleichtert Suchmaschinen, Nutzern die passende Sprachversion einer Seite zu präsentieren. Eine Alternative zur Angabe von hreflang im Quelltext bildet die Möglichkeit, diese Informationen in einer XML-Sitemap anzugeben.

Jetzt wollte unser SEO-Experte Klaus Wockenfoth von John Müller (Google) wissen, welche Vorgehensweise empfehlenswerter ist:

Quelle: Twitter @wockenfoth

Diese Frage beantwortete John Müller in seinem deutschsprachigen Webmaster Hangout vom 22.02.2018 (Position: 14 Minuten und 9 Sekunden). Demnach sind beide Lösungen als gleichwertig anzusehen.

Schneller geht es über eine XML-Sitemap allerdings nicht: Reicht man diese ein, muss Google die angegebenen URLs erst einmal neu crawlen und indexieren und fügt in diesem Zuge dann die Informationen zur geographischen Ausrichtung hinzu. Deshalb macht es unter diesem Gesichtspunkt keinen Unterschied, ob man die Sprachversionen einer URL direkt im Quellcode der Seiten angibt oder in der XML-Sitemap der Website.

In manchen Fällen, beispielsweise, wenn man ein CMS verwendet, kann es passieren, dass es technisch nicht möglich ist, hreflang-Informationen direkt im Seitenquelltext anzugeben oder es existieren so viele Sprachversionen, dass eine Angabe der URLs über eine XML-Sitemap sinnvoller ist.

Unsere Meinung dazu: Immerhin verschlankt es den Seitenquelltext, wenn man Sprachversionen über die XML-Sitemap angibt und dies reduziert die Ladezeit der Seiten – wenn auch nur minimal.

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