Neue Chance für Testseiten

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Abmahnungen gegen Fake-Tests

Mitte des Monats sorgte eine Reihe von Abmahnungen für Aufruhr in der Affiliate-Szene. Denn die Stiftung Warentest und der Verbraucherzentrale Bundesverband haben einige Fake-Testseiten kostenpflichtig abgemahnt – darunter auch große Portale wie beispielsweise vergleich.org.

Einer der Initiatoren dieser Abmahnwelle war Daniel Brückner, der im letzten Jahr aufgrund seiner interessanten – wenn auch manchmal diskussionswürdigen – Arbeit im Kampf gegen auf Fake-Tests und Fake-Testimonials auf unserer Top 100 Influencer Liste vertreten war.

Die genauen Abläufe der Abmahnwelle möchten wir hier nicht im Detail wiederholen. Gute Hintergrundartikel gibt es unter anderem bei den Kollegen von Dreimarkfuffzig und Online Marketing Rockstars. Und auch in den einschlägig bekannten Facebookgruppen gab es ja lange Diskussionen zu diesem Thema.

Neue Chancen für ehrliche Anbieter

Doch wir möchten uns einmal kurz anschauen, was diese Entwicklung für die Affiliate-Szene bedeutet. Denn in den letzten Jahren haben sich zahlreiche Affiliates darauf konzentriert, mit Testseiten ohne eigene Tests in den organischen Suchergebnissen bei Google erfolgreich zu sein.

Werden diese Seiten nun von Verbraucherzentralen ins Visier genommen, so werden sie entweder ihr Geschäftsmodell ändern müssen – indem sie das Wording auf ihrer Seite anpassen oder tatsächlich Tests durchführen – oder sie werden auf lange Sicht vom Markt verschwinden. Ein Verlust, der sicher zu verschmerzen wäre.

Doch gerade im zweiten Fall würden dann Teile des Marktes für neue Player zur Verfügung stehen. Wenn also die Fakes verschwinden, wird es für ehrliche Anbieter einfacher, mit wirklichen Tests auf den vorderen Positionen zu ranken. Und wenn dies gelingt, dann lohnt sich auch der Aufwand für echte Tests.

Beispiel Technologie

Schaut man sich ein paar Beispiele an, so wird dies noch deutlicher. In der Techbranche wird wahnsinnig viel getestet – und manchmal auch nur so getan. Aber Affiliates haben hier tolle Chancen, an den Umsätzen der oft jährlich neu erscheinenden Produkte beteiligt zu werden.

Auf dem Testsektor gibt es hier bereits einige große Player, die sicher auch den nicht so in der Szene verwurzelten Nutzern ein Begriff sind – von der Computerbild bis hin zu den Mobilegeeks. Doch durch das (mögliche) Wegfallen der Fake-Testseiten werden auch Plätze frei.

Jetzt ist also der richtige Zeitpunkt, um in solchen Branchen einen neuen Angriff zu starten. Dies geht allerdings nur, wenn man von vorn herein mit offenen Karten spielt und auch nur das anpreist, was man auch wirklich anbietet. Daher wird es spannend, zu beobachten, wie sich Newcomer wie Techwatch mit echten Tests am Markt behaupten werden.

Fazit

Wie das gesamte Online Marketing ist auch die Affiliate-Branche ständigen Änderungen unterworfen. Es darf daher nicht verwundern, dass erfolgreiche Geschäftsmodelle, wenn sie erst oft genug kopiert wurden, nicht mehr so gut funktionieren wie vielleicht noch vor einem Jahr.

Gerade, wenn es um ethisch fragwürdige und inhaltlich nutzlose Angebote wie Fake-Testseiten geht, sollte jedem Betreiber klar sein, dass man hier mit dem Feuer spielt. Wenn erst einmal gewisse Mechanismen, ob bei Google oder den Verbraucherzentralen, greifen, kann der Spaß ganz schnell vorbei sein.

Es wäre daher zu begrüßen, wenn die Szene dies als Startpunkt nimmt, um sich weiter zu professionalisieren. Denn seien wir mal ehrlich: Niemand braucht diese Fake-Tests – abgesehen von denen, die damit Geld verdienen. Das Aufkommen von neuen, ehrlichen Anbietern ist daher sehr zu begrüßen.

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Nach meinem Studium der Politikwissenschaften (Schwerpunkt Diplomatie) habe ich im Juni 2015 das SEO Portal bei der imwebsein GmbH mitgegründet. Seit Januar 2017 bin ich nun als Chefredakteur für den redaktionellen Teil zuständig. Daneben kümmere ich mich als ehrenamtlicher Pressewart um die Öffentlichkeitsarbeit des Badminton-Club Tempelhof.

1 KOMMENTAR

  1. Das Kind ruhig beim Namen nennen: Daniel Brückner ist freier Mitarbeiter bei testbericht.de. Eine Plattform, die noch mehr manipuliert und täuscht als die durchaus zu recht kritisierten Projekte. Ihm geht es nicht um Seriösität, sondern um Profit und um das Ausschalten konkurrierender Sites. Von einer wirklich guten Plattform wie der Ihrigen erwartet man hier klarere Aussagen.

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