Mit der Meta-Description kann man jeder Seite eine kurze Beschreibung zuweisen. Für das Ranking einer Seite ist sie nicht relevant. Dafür hat die Meta-Description eine ganz andere, oft unterschätzte Stärke, denn Suchmaschinen wie Google, Bing & Co. lesen sie aus und verwenden sie oft als angerissenen Text.

Häufig wird sie von Webmastern stiefmütterlich behandelt oder erst gar nicht genutzt. Wer so handelt, verschenkt Potential. Denn durch eine gute Formulierung und eine ansprechende Gestaltung lassen sich deutlich mehr Besucher auf die eigenen Seiten locken.

SEO-Snippet Description Screenshot
Meta-Description: So erscheint das SEO-Portal in der Google-Suche

Die Länge einer Meta-Description

Die Länge der Meta-Description ist offiziell nicht beschränkt. Denkt aber daran, dass auf den Suchergebnisseiten nur eine begrenzte Menge an Text ausgegeben werden kann. Diese richtet sich nicht nach der Anzahl an Zeichen (also Buchstaben, Zahlen usw.), sondern danach, wie viel Text in das zur Verfügung stehende, imaginäre Rechteck passt. Der Buchstabe „i“ ist beispielsweise weniger breit als ein „w“. So hängt es stets vom Einzelfall ab, wie viel Text aus der Meta-Description auf der Suchergebnisseite ausgegeben werden kann.

Screenshot SEO-Snippet imaginäres Rechteck
Das ist das imaginäre Rechteck, in welches Euer Text passen sollte

Es gibt Tools, mit denen man die Ausgabe des Textschnipsels in den Suchergebnisseiten simulieren kann. Weil Google, Bing & Co. aber von Zeit zu Zeit Modifikationen an ihren Suchergebnisseiten vornehmen, sind diese Tools schnell veraltet und stellen daher lediglich eine Orientierungshilfe dar. Auch muss man bedenken, dass auf einem Smartphone-Bildschirm weniger Platz zur Verfügung steht als auf einem Full-HD-Desktop-Bildschirm und die Größe des Textschnipsels entsprechend unterschiedlich ausfällt.

Im Endeffekt bleibt einem nichts Anderes übrig als auszuprobieren. Dabei solltet Ihr die nachfolgenden Tipps im Hinterkopf behalten.

Aufbau einer guten Meta-Description

Eine gute Meta-Description beschreibt kurz und prägnant den Inhalt der jeweiligen Seite. Den Abschluss sollte eine CTA bilden (Call-to-Action), also ein Aufruf zum Handeln. Stellt Euch die Unterseite einer Autowerkstatt vor, auf welcher Ihr einen Termin vereinbaren könnt:

„Unsere Autowerkstatt in Köln-Kalk repariert Autos aller Marken. Moderne Ausstattung und günstige Preise. Jetzt Termin vereinbaren!“

Wissenswert ist, dass Begriffe, die in der Suchanfrage des Nutzers und gleichzeitig in der Meta-Description der ausgespielten Seite enthalten sind, fett hervorgehoben werden. Sucht ein Nutzer nach „Autowerkstatt in Köln“, sieht der angezeigte Schnipsel in den Suchergebnissen höchstwahrscheinlich so aus:

„Unsere Autowerkstatt in Köln-Kalk repariert Autos aller Marken. Moderne Ausstattung und günstige Preise. Jetzt Termin vereinbaren!“

Durch die Hervorhebung durch Fettdruck fällt dieser Suchtreffer dem Nutzer stärker ins Auge.

Gezielte Ansprache abhängig vom Bedürfnis des Nutzers

Diese oben gezeigte Meta-Description ist in drei kurze Sätze eingeteilt. Weil sie auch in der Gesamtbetrachtung relativ kurz ist, würde in diesem Fall wohl die gesamte Meta-Description als Textschnipsel ausgespielt werden.

Es gibt jedoch die Möglichkeit, die Meta-Description in längere Sätze einzuteilen. Mangels Platz sucht Google dann nämlich oft den für die Suchanfrage am besten passenden Satz aus. Ein Beispiel dazu. Stellt Euch folgende Meta-Description vor:

„Unsere 2018 gegründete Autowerkstatt in Köln-Kalk ist modern ausgestattet und verfügt über geschultes Fachpersonal. Unsere Autowerkstatt in Köln-Kalk führt die Reparatur und Inspektion aller Automarken durch. Jetzt Termin vereinbaren!“

Sucht nun ein Nutzer nach „Autowerkstatt Köln“, dann wird er in den Suchergebnissen höchstwahrscheinlich folgenden Textschnipsel sehen:

„Unsere 2018 gegründete Autowerkstatt in Köln-Kalk ist modern ausgestattet und verfügt über geschultes Fachpersonal. Jetzt Termin vereinbaren!“

Wenn nun ein Nutzer nach „Autowerkstatt Köln Inspektion“ sucht, wird er wahrscheinlich diesen sehen:

„Unsere Autowerkstatt in Köln-Kalk führt die Reparatur und Inspektion aller Automarken durch. Jetzt Termin vereinbaren!“

Weil der Nutzer in diesem Beispiel gezielt nach einer Inspektion gesucht hat, verwendet Google in diesem Fall den zweiten Satz aus der Meta-Description. Der erste Satz wird bei dieser Suchanfrage außen vorgelassen, weil der verfügbare Platz auf der Suchergebnisseite nicht ausreicht. Da der dritte Satz mit der CTA sehr kurz gehalten ist, passt dieser außerdem noch in den verfügbaren Platz hinein.

Der Nutzer hat in diesem Beispiel gezielt nach einer Inspektion für sein Auto gesucht und so wird der Begriff „Inspektion“ im Textschnipsel der Suchergebnisse fett hervorgehoben. Hierdurch, sowie durch die gezielte Ausspielung des zweiten Satzes und durch die CTA steigen die Chancen enorm, dass der Nutzer auf diesen Treffer klickt.

Den Blick des Nutzers noch stärker anziehen

Es ist schon länger möglich, aber die meisten Webmaster nutzen diese Möglichkeit bislang nicht: Die Verwendung von Symbolen in der Meta-Description. Einige Symbole werden sogar in bunten Farben ausgespielt und dienen so als Eye-Catcher in den sonst eher monotonen Textschnipseln der Suchergbnisse.

Möglich macht es der UNICODE-Zeichensatz. Während der klassische Zeichensatz auf 256 Zeichen beschränkt ist, enthält ersterer mehrere tausend. Er enthält neben westlichen auch kyrillische, arabische und chinesische Schriftzeichen sowie eine Vielzahl an Symbolen und Emojis.

Im Internet findet man zahlreiche Listen, in denen diese Zeichen nachgeschlagen werden können (sucht bei Google oder Bing einfach nach „HTML Symbole“).

Wenn Ihr ein schönes Symbol entdeckt habt, merkt Euch seinen Zahlencode. Nehmen wir beispielsweise einen Haken. Er hat die Nummer 10003. Tragt nun in Eurer Meta-Description an der gewünschten Stelle folgendes ein: ✓

Nach der nächsten Neuindexierung der Seite sollte in den Suchergebnissen nun ein Haken zu sehen sein. Es gibt aber auch deutlich speziellere Symbole: Wenn Ihr beispielsweise Musikunterricht anbietet, würde sich ein Notensymbol anbieten. Dann müsstet Ihr stattdessen ♫ einfügen.

Wenn Eure Seite im UTF-8-Format gespeichert ist, könnt Ihr das Symbol auch als solches aus der Liste herauskopieren und einfügen. Aus Erfahrung treten hierbei aber noch häufig Probleme auf, so dass Ihr mit der Nutzung des Zahlencodes besser bedient sein dürftet.

Abschließend noch ein Hinweis zur maximalen Länge der Meta-Description: Auch wenn es, wie erwähnt, keine offiziell gültige Grenze gibt, solltet Ihr natürlich keinen Roman daraus machen, zumal es Euch sowieso nicht helfen wird. Wenn Ihr zwei längere Sätze und eine CTA unterbringt, ist das absolut in Ordnung. Selbst vier längere Sätze samt CTA sollten unproblematisch sein. Ab einer stark übertriebenen Länge der Meta-Description (beispielsweise wenn sie im Quellcode eine halbe Bildschirmseite füllt) könnte das von Suchmaschinenalgorithmen allerdings als Spamversuch angesehen werden, auch wenn es hierzu keine offiziellen Aussagen gibt.

Bild: William Iven / Pixabay.com

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