Online-Shops: Diese SEO-Fehler sollte man zwingend vermeiden

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Im Bezug auf die Suchmaschinenoptimierung wissen viele Betreiber von Online Shops (noch) gar nicht, worauf es ankommt und welche Fehler gravierende Auswirkungen haben können. Vor allem einige Fehler werden immer wieder gemacht – und führen selten zu etwas Gutem. Grund genug, sich damit einmal umfassender zu beschäftigen und darüber aufzuklären, welche SEO-Fehler man in einem Online Shop auf jeden Fall vermeiden sollte.

Die Top 5 SEO-Fehler, die Online Shops vermeiden sollten

# SEO-Fehler 1: Produktbewertungen fehlen!

Viele Kunden legen großen Wert darauf, wie andere Käufer einzelne Artikel bewertet haben und welche Erfahrungen damit gemacht wurden. Natürlich ist es vor allem für neue Anbieter meist schwierig, aktuelle oder auch umfangreiche Bewertungen vorzuweisen. Dennoch sollte man auf dieses Detail in jedem Fall achten. Kundenbewertungen erwecken nicht nur Vertrauen, sie zeigen auch stets eine Aktivität auf der Webseite und sorgen in den allermeiste Fällen auch für wertvollen Unique Content.

Zusätzlicher Pluspunkt: Viele Kunden nutzen Produktbewertungen dazu, sich zu entscheiden. Eine entsprechende Anzahl an Produktbewertungen kann somit auch die Kaufentscheidung maßgeblich beeinflussen.

Online Shops: SEO-Fehler vermeiden
Vermeidet man SEO-Fehler, kann das die Kunden begeistern. (© Antonioguillem / Fotolia)

# SEO-Fehler 2: Bilder werden nicht optimiert!

Neben Textcontent spielt in den allermeisten Online Shops auch die visuelle Darstellung der Produkte eine wichtige Rolle. Heißt: Auch auf die Bilder kommt es an. Und genau hier wird in vielen Fällen noch einiges an Potential verschenkt! Denn viele Fotos und Produktbilder werden ohne aussagekräftige Bildbeschreibungen, mit kryptischen Dateinahmen und ohne entsprechend relevante Attribute hochgeladen.

Vielfach sind die Bilddateien aber auch einfach viel zu groß und treiben somit die Ladezeit der Webseite in die Höhe. Hier sollte man also in jedem Fall ansetzen und die Fotos entsprechend optimieren. Doch auch bei Bild-Attributen und Co. lohnt es sich für Shop Betreiber, anzusetzen. Ein aussagekräftiger Bild-Titel sowie ein ALT-Text, der das Bild beschreibt – damit hat man die halbe Miete bereits im Kasten. Und nutzt man dann auch noch entsprechend beschreibende Dateinamen, ist noch ein weiterer Aspekt abgedeckt. Somit kann man sich dann in vielen Fällen auch den Traffic durch die Google Bildersuche sichern und Interessenten zu Kunden machen.

# SEO-Fehler 3: Zu lange Ladezeit des Online Shops!

Nach wie vor spielt die Ladezeit einer Webseite eine große Rolle für das Ranking. Das betrifft auch Online Shops, bei denen oftmals zahlreiche Daten geladen werden (müssen). Arbeitet man als Shopbetreiber nicht an der Ladezeit, kann dies negative Auswirkungen haben. Nicht nur die Kunden wandern dann in vielen Fällen zu Konkurrenz ab, auch Google straft solche Shops in einigen Fällen ab. Die Folge: schlechtere Rankings, sinkende Umsatzzahlen. Sinnvoll ist es also, auch am Page Speed zu arbeiten. Ein Aspekt dafür: die erwähnte Bildoptimierung. Aber auch Scripts und umfangreiche Inhalte können die Ladezeiten beeinflussen.

Kurztipp: Die Ladezeit immer mal wieder überprüfen und bei Veränderungen direkt reagieren!

# SEO-Fehler 4: Vorgegebene Produktbeschreibungen nutzen!

Es ist so einfach und praktisch: Viele Hersteller liefern für ihre Produkte die passenden Beschreibungen direkt mit und so mancher Betreiber eines Online Shops übernimmt diese dann kurzerhand. Machen das allerdings viele Online Shops, entsteht schnell ein deutliches Problem: Duplicate Content! Und diesen findet Google alles andere als toll. Und straft kopierende Webseiten schnell ab.

Viel besser ist es daher, den Aufwand auf sich zu nehmen und individuelle Produktbeschreibungen zu verwenden. Nicht nur, dass man somit doppelten Content vermeiden kann, auch lässt sich mit individuellen Texten besser auf die eigene Zielgruppe eingehen. Und in vielen Fällen kennt man die angebotenen Produkte selber auch so gut, dass man sie gut beschreiben kann. Das kommt letztlich auch bei vielen Kunden gut an und Alleinstellungsmerkmale haben oftmals einen positiven Effekt.

# SEO-Fehler 5: Es wird auf interne Verlinkung verzichtet!

Auf den Hersteller eines Produkts wird in vielen Online Shops meist noch verlinkt, damit war es das aber auch schon. Das heißt: Auf das Verlinken zu eigenen ähnlichen Produkten oder der passenden Kategorie wird immer noch viel zu oft verzichtet. Dabei sind interne Links nicht nur für die eigenen Kunden vielfach wertvoll, auch Google nimmt diese wahr und rankt viele Seiten mit guter interner Verlinkung besser. Es ist somit tatsächlich ein oft gemachter SEO-Fehler, auf interne Links zu verzichten oder nur sehr sparsam mit diesen umzugehen.

Ob in Kategorien oder der Produktbeschreibung einzelner Artikel – ab und an ein interner Link zu ähnlichen Produkten oder auch zu verwandten Kategorien ist durchaus angebracht und bringt vielfach ein großes Potential mit sich. Für den eigenen Online Shop kann dies positive Auswirkungen haben und viele Kunden finden sich dadurch auch einfach besser zurecht.


Weitere SEO-Fehler in Online Shops

Sicherlich gibt es noch viele weitere Fehler, die in Online Shops immer wieder gemacht werden und auf die man als Betreiber eines solchen Shops achten sollte. In den kommenden Wochen wird hier im SEO Portal auch noch auf weitere solcher Fehler eingegangen, sodass ihr als Betreiber eines Online Shops die gängigsten und gravierendsten Fehler gar nicht erst macht – oder aber diese zeitnah beheben könnt.

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Ich arbeite seit vielen Jahren als Texter und bin seit September 2017 für das SEO-Portal zuständig. Dabei bin ich für alle redaktionellen Inhalte zuständig und allgemeiner Ansprechpartner. Privat lebe ich in Ostfriesland und bin Papa von drei Kindern.

2 KOMMENTARE

  1. Hallo Herr Eilers,

    vielen Dank für den Artikel. Die Ideen teile ich größtenteils. Aber sind die Produktbewertungen wirklich der Hebel? Es bleibt die Frage, wie man als kleiner Shop mit überschaubarem Traffic eine ausreichend große Anzahl an Bewertungen für jedes Produkt generieren soll? Sind Produktbewertungen nicht auch schädlich, wenn zu wenige oder gar keine vorhanden sind?

    Wie kann ein kleiner Shop mit vielen Artikeln uniquen Content auf Artikelebene schaffen? Artikelseiten, die im Zweifelsfall zudem nur selten besucht werden. Ist dies nicht vor allem auch eine Frage der Wirtschaftlichkeit?

    30.000 Artikel mit viel uniquem Content auszustatten, kann sich das wirklich lohnen (zählt bei Markenartikeln nicht vor allem die Vergleichbarkeit und der Preis für den Endkunden, denn er kennt die Markenartikel bereits)? Es gilt zugleich auch Thin Content zu vermeiden. Noindex stellen? Aber das kann ja nicht richtig sein aus SEO-Sicht.

    Mal die oben genannte Artikelzahl und folgendes angenommen: Ein Shopbetreiber benötigt pro Artikeltext (schreiben, hochladen, formatieren, Metadaten) 20 Minuten (was extrem schnell wäre, geht man von 250 Wörtern pro Text aus, dann gerne ja auch noch guter, verkausfördernder Text und nichts “heruntergerattertes”). Dann käme man auf 600.000 Minuten Arbeitsaufwand, 10.000 h, 1250 8h-Tage (der Redakteur macht nichts, aber auch nichts anderes), oder eben bei ca. 160 Arbeitstagen pro Jahr (Krankheit, Urlaub, Sonstiges) auf 7,8 Jahre. Und dies nur für den ersten Rutsch an Artikeln. Um das in einer vertretbaren Zeit zu schaffen, müsste man dann nicht eine Redaktion von 10 oder mehr Personen schaffen? Von Beginn an? Diese 10 Personen kosten einen kleinen bis mittleren 6-stelligen Betrag. Kann das ein kleiner, neuer Shop umsetzen? Oder gibt es alternative Denkansätze?

    Falls sie noch Tipps zu temporär ausverkauften Artikeln und solche, die definitiv nicht mehr lieferbar sein werden, haben, würde mich dies freuen. Dieses Thema bereitet uns einiges an Kopfzerbrechen. Wie geht man mit der existierenden URL um? Löschen, ausblenden, weiterleiten, deindexieren lassen?

    Wäre es sinnvoller, zuerst die Pagespeed anzugehen, damit alle Seiten sofort davon profitieren, oder soll man für wenige Seiten Artikeltexte schreiben? Gibt es hierzu Empfehlungen?

    Wie sieht es außerdem mit Kategorieseiten aus? Haben Sie Ansätze, wie man mit unterschiedlichen Suchbegriffen umgeht, die aber an sich die gleiche Kategorieseite befriedigt, also die gleiche Suchintentionen haben? Wenn wir konkret bleiben, es gibt für den Suchbegriff “Toilette kaufen” viele Variationen (WC, Klo, Toilettenbecken, Toilettenschüssel, Kloschüssel, Klobecken, WC-Becken, WC-Schüssel, Toilettentopf, Toilettenkeramik, Badkeramik etc.). So viele H1 und Metatitles haben wir gar nicht zur Verfügung, um dies perfekt abzubilden. Muss man jetzt doch wieder für die gleiche Suchintention unterschiedliche Kategorieseiten aufbauen? Und wie funktioniert dies mit der Einbettung in die Informationsarchitektur? Sind die weniger gesuchten Begriffe über eine Landing Page abrufbar, die aber nicht über die Navigation erreichbar ist? Haben Sie hierfür eventuell Ideen?

    Ich bin nicht sicher, vor welchen Aufgaben andere Shopbetreiber stehen, aber dies sind einige der unseren.

    Vielleicht können Sie ja bereits jetzt helfen oder sich damit in den kommenden Artikeln (wie angekündigt) beschäftigen. Wir sind offen für einen Dialog, falls wir helfen / partizipieren können 😉

    Beste Grüße
    Daniel Villbrandt

  2. Produktbeschreibungen, Produktbewertungen haben IMO wesentlich ehr Einfluss als die Ladezeiten. Seit geraumer Zeit wird schon darauf herum geritten das die Ladezeiten so wichtig sind. Nun sie sind es nicht, Yahoo und alle andere bilderreichen Seiten haben Ladezeiten und Optimierungsrating zwischen 50 bis 60 % was ganz normal ist.

    Den Suchmaschinen ist auch bekannt das die Ladezeiten von dem Serverstandort abhängen.

    Die Kategorien nach Keyworten zu benennen kann einen schnell eine Penalty einhandeln. Sie stammen (IMO) aus einer zeit als WP Probleme mit dem Ranken von WP Seiten hatte.

    Was mit am schädlichsten ist ist die Annahme der Shopbetreiber SEO können sie selbst hinbekommen. Wenn dann der Karren erst einmal festgefahren ist da ist ein neues Domain oft die einzige Zeitsparende Lösung

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