Personen aus der Szene: Astrid Eishofer

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In unserer Reihe Personen aus der Szene” stellen wir euch regelmäßig Persönlichkeiten vor, die in Eurer Übersicht nicht fehlen sollten. Diese Menschen bringen die Szene wirklich voran und überzeugen mit spannenden Ideen und interessanten Insights.

Heute geht es um: Astrid Eishofer

seo_portalHallo Astrid und vielen Dank, dass du dir die Zeit für ein Gespräch genommen hast. Viele unserer Leser kennen dich sicher als engagierte Social Media Expertin. Aber stelle dich doch bitte selbst einmal vor.

Astrid EisdhoferHi Olli, sehr gerne. Im Steckbrief meines Facebook-Profils steht unter anderem Social Media Addict, Content Producer, Online-Fuzzi und Kreativgeist. All das trifft sich wunderbar mit meinem Job, bei dem ich Menschen und Projekte u.a. dabei unterstütze, ihre Facebook-Auftritte zu planen, Content zu produzieren (Text, Bild & Video) und sich in der Social Media-Welt zurechtzufinden. Was ich genau mache, hängt von den jeweiligen Voraussetzungen und Anforderungen meines Gegenübers ab. Das macht die Sache extrem spannend. Außerdem blogge und schreibe ich leidenschaftlich gerne. Deshalb steht auf meiner To Do – Liste mein erstes E-Book. In meinen Gedanken ist es schon fertig, ich bin nur noch nicht dazu gekommen, es niederzuschreiben ;-).

seo_portalWenn es in deinen Gedanken schon fertig ist: kannst du uns dann sagen, worum es in dem Buch gehen soll und an wen es sich richten wird?

Astrid EisdhoferZuviel möchte ich darüber noch nicht erzählen, schließlich habe ich keinen Zeitrahmen dafür, aber ich bleibe meiner Zielgruppe und meiner Kernthematik treu. Es soll von Facebook-Strategie für Einsteiger handeln. Dabei möchte ich Fragen berücksichtigen, die ich oft höre und die andere bereits gestellt haben. Natürlich werden diese Themen bereits in vielen Blogs behandelt, Einsteiger tun sich allerdings schwer, die für sie wesentlichen Informationen aus unterschiedlichen Quellen herauszufiltern. Das höre ich immer wieder in Gesprächen und machen wir uns nichts vor: Gerade zu Beginn geht es darum, Grundlagen verständlich vermittelt zu bekommen und zu verinnerlichen, nicht darum, jeden neuen Social Media-Trend mitzumachen.

seo_portalDas hört sich sinnvoll an, da bin ich mal gespannt. Wenn wir uns mal die aktuell verfügbaren sozialen Netzwerke anschauen: Welches ist dir das liebsten? Ich denke mal, Facebook – aber warum?

Astrid EisdhoferGrundsätzlich bin ich dort unterwegs, wo sich meine Zielgruppe und meine Kontakte aufhalten, somit ist Facebook wichtig für mich. Persönlich sehe ich das eher wertfrei, denn Instagram, Twitter, YouTube und andere Plattformen sind mir genauso lieb. Jedes Netzwerk erfüllt seinen Zweck. Twitter ist ein toller Informant für mich, wenn es um aktuelle Themen geht, aber auch ein guter Reichweiten-Motor für Blogbeiträge bzw. die eigene Webseite. Instagram entwickelt sich extrem rasant weiter und ist wunderbar, um zusätzliche Zielgruppen anzusprechen – Personal Branding kann hier ein spannendes Thema sein. Und dass Bewegtbild-Content die Online-Bühnen rockt, ist ja auch kein großes Geheimnis mehr, somit werden auch Videoplattformen ein wichtiges Thema bleiben. Wie wir allerdings wissen, kann in der Social Media-Welt morgen alles wieder anders aussehen. Dann habe ich vielleicht wieder andere Lieblinge ;-).

seo_portalGibt es denn ein aktuell eher wenig bekanntes Netzwerk, dem du große Zukunftschancen einräumst? Das kann auch gerne ein weniger traditionelles Netzwerk wie z.B. aus der Kategorie Uber sein, das ja auch Menschen zusammenbringt, aber auf andere Art und Weise.

Astrid EisdhoferDa es viele Netzwerke in unterschiedlichen Branchen und Ausrichtungen gibt und bei meinen Projekten derzeit die global Player die Hauptrolle spielen, möchte ich an dieser Stelle kein spezielles nennen. Grundsätzlich finde ich Netzwerke dann spannend, wenn sie einerseits Mehrwerte für definierte User-Gruppen bringen, etwas Neues bieten und auf der anderen Seite interessante Marketingmöglichkeiten für Unternehmen bieten.

Würde ich ein eigenes Netzwerk entwickeln, stünde gerade zu Beginn Ersteres im Fokus, gepaart mit einem Alleinstellungsmerkmal, denn ein Netzwerk ohne Nutzer ist für Marketingzwecke logischerweise ungeeignet. Mit Alleinstellungsmerkmal meine ich übrigens nicht, dass man alles neu erfinden muss. Nehmen wir einmal das Tinder-Prinzip, das es ja bereits gibt. Mittlerweile wurde das Wischen von zahlreichen Startups und Plattformen für andere Branchen adaptiert. Nachdem ich aus Wien komme, fällt mir hier spontan das Österreichische Startup hokify ein. Dabei handelt es sich um eine App mit der Jobangebote und Bewerber am Smartphone zusammenführt werden. Die Jobangebote können dabei einfach durchgewischt werden. D.h.: Eine bekannte Mechanik wurde in das eigene Konzept integriert und ist nun Teil eines durchgängigen mobilen Recruiting-Verfahrens, das es in dieser Form vorher noch nicht gab.

seo_portalDas dürfte ja vor allem interessant sein, wenn man junge Menschen ansprechen möchte. Was sind denn deiner Erfahrung nach die Plattformen, auf denen sich auch ältere Nutzer wohlfühlen. Denn diese sind ja auch eine sehr werberelevante Zielgruppe und nicht jeder kann sich mit Facebook anfreunden.

Astrid EisdhoferNatürlich gibt es spezielle Senioren-Netzwerke, aber im Grunde sind die meisten davon zusätzlich auf Facebook präsent und dort gibt es sehr gute Targeting-Möglichkeiten. Zielgruppendefinition hat ja nicht nur mit dem Alter zu tun, sondern u.a. mit Interessen und demographischen Daten. Wo und in welcher Form man versucht, ältere Zielgruppen werbetechnisch zu erreichen, hängt natürlich immer von der Strategie und weiteren Faktoren ab.

Fakt ist: Facebook ist erwachsen geworden und wird mittlerweile von älteren Menschen mehr genutzt als noch vor einigen Jahren. Wie gesagt, dient es zahlreichen anderen Netzwerken zusätzlich als verlängerter Arm in der virtuellen Welt. Dort gibt es dann Fanseiten, Gruppen und Chats zu allen möglichen Themenbereichen in denen sich Gleichgesinnte austauschen können. Hinzu kommt, dass Facebook von Freunden und Familienmitgliedern genutzt wird, was für ältere Menschen eine zusätzliche Motivation ist, sich doch noch damit anzufreunden.

seo_portalDas gilt sicher für viele – aber wie schaffst du es, ein komplexes Netzwerk wie Facebook auch denen nahe zu bringen, die solchen Dingen bisher eher ablehnend gegenüberstehen oder von der Masse an Möglichkeiten überwältigt werden?

Astrid EisdhoferDas ist eine spannende Frage, denn ich höre tatsächlich immer wieder den Satz: “Ich muss auf Facebook, aber mögen tu’ ich es nicht”. Dann gilt es u.a. folgende Fragen zu klären: Welche Erwartungen werden mit Social Media verbunden, warum hat man es bis dato abgelehnt und welche Probleme bzw. Ängste verbinden die Verweigerer damit? Wesentlich ist es auch, realistische Ziele zu definieren, die mit Facebook & Co. verfolgt werden sollen. Stichwort: Strategie. Wer sich geistig mit den Vorteilen für das eigene Business beschäftigt, setzt sich gleich viel lieber mit Social Media auseinander.

Das ist die eine Seite, die andere Seite ist die Praxis. Zu Beginn möchte ich herausfinden, welche Kenntnisse wirklich vorhanden sind und wo angesetzt werden kann. Damit anfängliche Berührungsängste aufgelöst werden, rege ich dazu an, Facebook privat vermehrt zu nutzen. So können Dinge trainiert werden, mit denen man vorher vielleicht noch nie zu tun hatte, wie etwa die unterschiedlichen Post-Formate. Natürlich ist das kein Aufruf dazu, sein gesamtes Privatleben offen zu legen. Auch darüber wird gesprochen: Welche Themen ganz problemlos veröffentlicht werden können und was im Internet nichts verloren hat. In dieser anfänglichen Phase geht es darum, Funktionen zu erlernen und Fragen, die bei der praktischen Nutzung auftauchen, zu klären.

seo_portalWas sind für dich die absoluten No-Gos? Also Dinge, die du beruflich oder privat nie posten würdest.

Astrid EisdhoferGrundsätzlich poste ich nichts, das nicht auch meine Mutter oder meine Großeltern sehen dürfen ;-). Ein weiterer wichtiger Faktor: Nie etwas veröffentlichen, bei dem die Rechte ungeklärt sind – unabhängig davon, ob es sich um Bild, Video, Text oder etwas anderes handelt. Manchen Usern (und das betrifft nicht nur Einsteiger) scheint immer noch nicht bewusst zu sein, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist oder sie nehmen es einfach nicht so genau. Ein fataler Fehler, denn Rechtsverletzungen können das Bankkonto ganz schön strapazieren.

Jeder User sollte sich auch im Klaren darüber sein, dass der Datenhighway nichts vergisst und mittlerweile zu unser aller Leben zählt, also auch zu dem vieler Vorgesetzter und Firmen. Heutzutage recherchieren viele Unternehmen in den sozialen Medien, bevor sie Jobbewerber einladen und der eigene Chef kann jederzeit per Zufall entdecken, was nie für ihn bestimmt war. Deshalb: niemals über Kollegen, die Arbeit oder den Chef im Netz schimpfen. Wer nicht unbedingt Veranstalter oder Barbesitzer ist, sollte sich genau überlegen, welche Party-Bilder auf den Social Media Kanälen landen und auch in punkto Freizügigkeit empfiehlt es sich genau abzuwägen, wie weit man selbst gehen möchte. Hilfreich ist hier ein gedanklicher Blick in die Zukunft: Was könnte mir in ein paar Jahren peinlich sein und wozu kann ich auch dann noch stehen.

seo_portalGerade den Punkt mit den Großeltern sollten viel mehr Menschen als Leitlinie nehmen :). Wenn du diese grundsätzlichen Dinge abgeklärt hast: Was ist dann deine Lieblingsfunktion bei Facebook? Und was ist eine, die am besten schnellstmöglich verschwinden sollte?

Astrid EisdhoferMuss ich mich wirklich für eine entscheiden? Das geht nicht. In erster Linie machen bei mir die Klassiker für Seitenbetreiber das Rennen: Planungsfunktion, Insights, Werbemöglichkeiten und sämtliche Möglichkeiten, mit Fans zu kommunizieren. Klingt nicht gerade spektakulär, aber um Social Media sinnvoll fürs Marketing einzusetzen, muss es nicht immer super neu sein. Zuerst gilt es, die nützlichen Grundfunktionen zu verstehen und sinnvoll einzusetzen. Dann kommt die Kür, zu der etwa Funktionen wie Live-Videos zählen sowie die zahlreichen Gestaltungsmöglichkeiten der Inhalte wie Slideshows, Karussell- und Video-Posts. Wer im Endeffekt was wie nutzt, hängt stark von Strategie, Ressourcen und Budget ab.

Bei Privatprofilen sind es etwa die Freundeslisten und das Aktivitätenprotokoll mit der Chroniküberprüfung, die ich jedem Facebook User ans Herz legen möchte. Spannend finde ich auch Messenger-Funktionen wie die Stories und ich telefoniere ganz gerne über den Messenger. Soweit meine Lieblinge für heute. Facebook ist ja wie ein Überraschungsei: Man weiß nie was drin ist, wenn man es am nächsten Tag öffnet ;-). Funktionen werden verschoben, neue werden getestet, dann verschwinden sie wieder. Wobei wir bei den Dingen sind, die ich schnell wieder loswerden möchte: Grundsätzlich bin ich da ziemlich schmerzfrei, weil Entwicklungsarbeit bei allen Plattformen einfach dazu gehört und ich der Meinung bin, dass man Features, die einem nicht zusagen, ja nicht nutzen muss.

Vernachlässigbar sind für mich Features wie die Möglichkeit ein Titelvideo anstelle eines Bildes bei Facebook-Seiten hochzuladen. Der Aufwand steht nicht dafür, was es im Endeffekt bringt. Viele Seitenbetreiber wollen einfach nicht wahrhaben, dass sich die Show in den Newsfeeds abspielt. Wenn User über einen Post, den man absetzt, die dazugehörige Facebook-Chronik ansurfen, ist es eine Ausnahme und nicht die Regel.

seo_portalUnd wenn du dir ein Überraschungsei aussuchen dürftest: Welche Funktion(en) würdest du dann sofort einführen?

Astrid EisdhoferDa können wir gleich bei den Facebook-Videos bleiben.

1. Eine einfache Möglichkeit, Untertitel hinzuzufügen, wäre cool – und zwar für jeden, der Videos hochlädt. Bei YouTube klappt das ja ganz gut.

2. Es gibt ja bereits Features, mit denen Fotos vor dem Veröffentlichen direkt auf der Plattform bearbeitet werden können, für Videos wäre das auch nett. Natürlich ist hier keine Profi-Bearbeitung gemeint, aber es hilft schon, wenn ein Handyvideo schnell gekürzt und die Belichtung ein wenig korrigiert werden könnten.

3. Etwas total Einfaches aus der Praxis: bei vorgeplanten Beiträgen wäre es hilfreich, wenn man die Bilder austauschen könnte ohne den ganzen Beitrag neu anlegen zu müssen.

seo_portalVideos ohne Untertitel sind auf Facebook wirklich nicht so gut, denn nicht immer kann man ja den Ton anmachen – und ohne Untertitel verliert man dann potentielle Interessenten. Es gibt ja viele Experten, die Videocontent als das große Ding der Zukunft (und eigentlich auch schon der Gegenwart) sehen. Teilst du diese Meinung?

Astrid EisdhoferVirtual und Augmented Reality – das sind Dinge der Zukunft, obwohl es das auch schon länger gibt. Facebook steckt ja viel Energie in dieses Thema. Video hingegen würde ich heute wirklich nicht mehr als das große Ding der Zukunft bezeichnen, denn wie du schon richtig sagst: der Zug fährt nicht gerade erst los, sondern er rollt schon lange mit Vollgas durch den Datenhighway.

Es hat halt noch nicht jeder Seitenbetreiber den Nutzen verinnerlicht. Videos bringen unter anderem mehr Aufmerksamkeit als andere Post-Formate und sie können die Reichweite positiv beeinflussen. Es müssen auch schon lange nicht mehr super teure Imagefilme à la Hollywood sein. Mittlerweile gibt es zahlreiche Möglichkeiten und Features, wie Bewegtbild-Content relativ einfach und kostengünstig produziert werden kann.

seo_portalHast du denn schon eine Idee, wie sich Virtual und Augmented Reality in diesem Umfeld am besten nutzen lassen werden? Wie bereitest du dich auf den Aufstieg dieser neuen Technologien vor?

Astrid EisdhoferIch persönlich finde die Entwicklung super spannend, verfolge sie mit großem Interesse und freue mich auch auf die Möglichkeiten, die die Zukunft bringt. Es gibt ja schon spannende Dinge in diesem Bereich, zum Beispiel Pokemon-GO, Google Glass (was ja nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat) oder die Snapchat Spectacles. Auch Facebook arbeitet intensiv an der Entwicklung von AR-Features. Da wird einiges auf uns zukommen. Für meine Kunden und Leser ist das derzeit allerdings noch kein Einser-Thema. Da ist es wichtig, vorerst das Bewusstsein zu schärfen, dass Video keine Zukunftsmusik mehr ist, Social Media nicht gratis ist und dass die mobile Nutzung weiter steigt – darauf sind viele immer noch nicht optimal eingestellt.

seo_portalIch habe auf deiner Website gesehen, dass du aber auch die Erstellung von Firmenvideos anbietest. Wie gehst du dabei vor, um deine Kunden in das richtige Licht zu rücken und sie spannend rüberzubringen?

Astrid EisdhoferJa, das stimmt. Video ist eine weitere Leidenschaft von mir, was sich natürlich wunderbar mit ihrer Bedeutung in der digitalen Welt trifft. Früher habe ich für eine große österreichische Tageszeitung Online-Videos produziert. Wir waren im 2-er Team unterwegs: ein Kameramann und ich als Redakteurin und Teamleiterin. Bei den meist redaktionellen Beiträgen haben wir versucht, mit einfachen Mitteln möglichst gutes Material zu produzieren.

Das setze ich auch in meiner Selbstständigkeit um. Es geht nicht um aufwendige Werbefilme, sondern darum, mit relativ geringem Aufwand die Story rüberzubringen und den Zusehern das jeweilige Thema näherzubringen. Das können eben Firmenvideos sein oder Kurzvideos für Facebook, etc.. Ich lasse gerne die Protagonisten erzählen und Bilder sprechen. Die Herausforderung liegt u.a. darin, den Menschen, die vor der Kamera stehen, Selbstvertrauen zu geben. Das sind ja alles keine Schauspieler und keine professionellen Sprecher, was auch gut ist. Da kann die Kamera noch so klein sein, aber wenn das Ding läuft, versuchen viele, besonders komplizierte Sätze zu bilden und sprechen plötzlich ganz anders als im realen Leben. Dann verwickle ich sie in ein Gespräch und lasse die Kamera laufen.

Das macht die Sache authentischer, als wenn sie einen auswendig gelernten Text eins zu eins runterbeten. Zur Unterstützung stelle ich Fragen aus dem Off und beim Cutten kann noch viel optimiert werden. Ein wichtiger Faktor ist, dass sich alle Beteiligten wohlfühlen und dass auch der Spaß an der Sache nicht zu kurz kommt. Dann wird bereits der Dreh zum Erlebnis und die Kunden können sich mit den Ergebnissen wunderbar identifizieren.

seo_portalWie überzeugst du die Leute denn, sich auch vor die Kamera zu stellen? Denn ich kann mir vorstellen, dass oft jemand aus dem Unternehmen “gezwungen” wird, das zu machen – und wie du schon sagst, ist das Schauspielern ja in den seltensten Fällen ein Spezialgebiet. Da herrschen doch sicher vorher auch einige Ängste, gerade, wenn das Video für immer im Netz und den sozialen Medien herumgeistert.

Astrid EisdhoferGlücklicherweise ist das in meinem Fall anders. Da ich es meist mit kleinen Unternehmern und Einzelpersonen zu tun habe, ist völlig klar, wer vor der Kamera steht. Diejenigen, die partout nicht wollen, müssen natürlich nicht. Es gibt ja auch andere Möglichkeiten ein Thema rüberzubringen, zum Beispiel indem wir uns auf Bilder, Locations und Arbeitssituationen konzentrieren.

Es müssen nicht immer Menschen zu sehen sein, obwohl ich ein absoluter Fan davon bin. Menschen hauchen einem Video mehr Leben ein, machen es persönlicher, emotionaler, sympathischer und was mir wichtig ist: gerade in einer Zeit, in der wir alle irgendwelchen Idealen hinterherlaufen, liegt die Perfektion oft in der Imperfektion. Deshalb verwende ich keine zusätzlichen Effekte, es ist eine pure Angelegenheit: Dreh, Schnitt, Inserts, Musik oder Athmo – that´s it. Tatsächlich ist es aber schon vorgekommen, dass ein Kunde während des Drehs meinte: “Ich kann das nicht, mach doch einfach was ohne mich”. Allerdings hatte ich da die wichtigsten Passagen schon im Kasten und wusste genau, dass ihm das Ergebnis gefallen würde ;-). Über die Outtakes konnte er übrigens herzlich lachen.

seo_portalDas hört sich doch wunderbar an – und nach einem tollen Job für dich. Vielen Dank nocheinmal für deine Zeit, liebe Astrid. Die letzten Worte gebühren natürlich dir.

Astrid EisdhoferSehr gerne und vielen Dank auch dir. Meine letzten Worte: das klingt beinahe nach Abschied für immer ;-). Social Media sind immer auch das, was die User daraus machen. Hinter jedem Profil stecken reale Menschen mit unterschiedlichen Charakteren. Ein respektvoller Umgang miteinander ist Voraussetzung dafür, dass dieses System funktioniert. Nutzt die Möglichkeiten, um euch gegenseitig zu unterstützen, nicht um euch zu beflegeln. Dann werden auch die Berührungsängste mit der Zeit weniger werden.

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Nach meinem Studium der Politikwissenschaften (Schwerpunkt Diplomatie) habe ich im Juni 2015 das SEO Portal bei der imwebsein GmbH mitgegründet. Seit Januar 2017 bin ich nun als Chefredakteur für den redaktionellen Teil zuständig. Daneben kümmere ich mich als ehrenamtlicher Pressewart um die Öffentlichkeitsarbeit des Badminton-Club Tempelhof.

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