Personen aus der Szene: Marco Podavka im Interview

Anfang 2018 starteten Marco Podavka (26) und Christoph-Moritz Reich (24) mit der Amazon Full Service SEO Agentur Namox. Die Mission der Gründer war von Anfang an klar. Namox hilft Kunden dabei deren wirtschaftlichen Ziele auf Amazon zu erreichen (Umsatz-und Gewinnsteigerung) und sorgt zugleich dafür, dass mehr Zeit fürs operative Geschäft übrig bleibt. Wer bei Namox ein Teil des Teams wird, sollte eine dynamische Startup DNA mitbringen, kreativen Input beisteuern und flexibel via Homeoffice arbeiten können.

Hallo Marco! Danke, dass Du Dir die Zeit für das Interview nimmst. Könntest Du Dich unseren Lesern kurz vorstellen?

Hallo Dominique, sehr gern. Mein Name ist Marco Podavka (26), ich bin wohnhaft in Leipzig und bin einer der Gründer und Geschäftsführer der Full Service Amazon SEO Agentur Namox. Ich lebe und liebe das Online Marketing (Agentur)-Geschäft seit 2015, habe bereits für 3,5 Jahre eine Influencer Marketing Agentur geführt und bin seit Anfang 2018 bei Namox für die strategische Entwicklung mit Schwerpunkt Controlling, Finance und Personal zuständig.

 

Wie seid Ihr dazu gekommen, eine Amazon-Agentur zu gründen?

Hier muss ich etwas weiter ausholen: Mein Geschäftspartner Christoph-Moritz Reich konnte bereits durch den erfolgreichen Aufbau zweier E-Commerce Marken sehr praxisorientierte Erfahrung mit dem nachhaltigen Vertrieb auf Amazon sammeln. Den Verkauf aus Händlerperspektive beurteilen zu können und mit fundiertem Wissen aus Fachvorträgen bzw. Büchern zu belegen, war und ist ein riesiger Vorteil, der auf große Nachfrage stößt. Folglich fragten Bekannte und Freunde aus dem näheren Umkreis oft nach Unterstützung. Hier war der Bedarf schnell klar – Namox war geboren.

Unsere Wege kreuzten sich eher zufällig auf einer Netzwerkveranstaltung im Raum Dresden, auf welcher wir schnell bemerkten, dass wir leidenschaftlich fürs Thema E-Commerce brennen und einander gut ergänzen. Wir bauten eine Homepage, definierten einen klaren Leistungskatalog und gewannen erste Kunden.

 

Einige unserer Leser könnten sich fragen, worin überhaupt der Mehrwert in einer Amazon-Agentur besteht. Welche Aufgaben übernimmt eine Amazon-Agentur, die Kunden intern nicht unbedingt lösen können?

Das ist eine berechtigte Frage. Durch die stets steigenden und volatilen Anforderungen von Amazon, explizit in Sachen Konformität (Was ist erlaubt und wie liest der Algorithmus bestimmte SEO-Maßnahmen aus), ist der zeitliche Aspekt und die personelle Kapazität ein wesentlicher Grund für die Beauftragung einer Amazon Agentur. Um erfolgreich verkaufen zu können und auf Seite 1 der Amazon SERP bei beliebten Keywords zu ranken, reicht es heutzutage nicht mehr aus, ein Produkt nur noch aus der Warenwirtschaft zu importieren. Gezieltes PPC-Management, die Registrierung einer Marke, die Durchführung einer Launch-Kampagne oder auch die bewusste Beeinflussung von s.g. User Signals (Click-Through-Rate oder Bounce-Rate) durch ansprechende Produktbilder-und Texte, sind mittlerweile essentiell, um lukrative Umsätze zu erzielen. Entweder Händler befassen sich sehr intensiv mit dem Thema oder sie sollten outsourcen.

 

Es gibt einige Tools, welche bei Amazon SEO hilfreich sein können. Nutzt Ihr Tools von Drittanbietern und wenn ja, kannst Du unseren Lesern ein bestimmtes Tool besonders empfehlen?

Definitiv. Amazon SEO Tools sind mittlerweile aus unserem täglichen, operativen Geschäft nicht mehr wegzudenken, da Amazon selbst hier nur begrenzte Möglichkeiten für eine Analyse und Optimierung bietet. Auf unserer Homepage geben wir Lesern einen recht umfangreichen Überblick über verschiedene Amazon SEO Tools und deren USP´s. Wenn wir lediglich eine klare Empfehlung aussprechen müssen, dann geht diese zu Prestozon – unserem BidOptimization Tool für PPC-Management. Hier lassen sich über die Funktion der „Gebots Optimierung“ automatisiert entsprechende Keyword Gebote (Budget) an die festgelegten ACOS Werte anpassen. Zudem kann der Benutzer bei Prestozon automatische Keyword Regeln hinterlegen und gut performende von schlecht performenden Keywords über eine Negativ Ausrichtung selektieren. Eine manuelle Ausrichtung der gesponserten Produktanzeigen ist somit nicht mehr notwendig, wodurch Händler Zeit einsparen und effizienter mit dem Werbebudget haushalten. Eine klare Empfehlung unsererseits.

 

Hast Du zwei Tipps für unsere Leser, die Amazon SEO weiterhin selbst betreiben möchten?

Sehr gern Dominique.

1. Spiel nach den Spielregeln: Bei Google nennt es sich „white hat SEO“. Jeder der ranken möchte, sollte sich an die Google Webmaster Richtlinien halten. Genauso ist es bei Amazon. Wir empfehlen die Produktinserate (Listings der ASINS) gemäß der Amazon Style Guides zu optimieren, um sauber und „auslesbar“ zu arbeiten. Zudem laufen Händler hier nicht Gefahr, eine Abmahnung zu bekommen.

2. Seid mutig: Wer up to date ist bemerkt schnell, dass Amazon seinen Kunden regelmäßig neue Einkaufserlebnisse und den Händlern neue Verkaufsmöglichkeiten bietet. Stichworte sind hierbei Brand-Building (wird immer wichtiger) und neue Werbemöglichkeiten wie aktuell beispielsweise „Amazon DSP“. Hier entstehen unglaubliche Hebel und Verkäufer können eine Vorreiterstellung erreichen, wenn die Kanäle fundiert und professionell bespielt werden. Wer das im Rahmen seiner Möglichkeiten (Voraussetzungen sind z.B. die Amazon Markenregistrierung und die Bereitstellung eines DSP-Werbebudgets) auslässt, verschenkt Potential.

 

Abschließend würden wir von Dir gerne noch erfahren, was aus Deiner Sicht die zwei größten SEO-Fehler bei Amazon sind.

1. Das Vorurteil: Der Preis ist Alles-entscheidend und der einzige SEO-Faktor schlechthin. Viele Händler scheuen sich vor dem harten Preiskampf und dem bestehenden Wettbewerb auf Amazon. Wir wissen: Der Preis ist wichtig (Stichwort Buybox), aber nicht alles. Ein Produkt kann gut und gern 50% teurer sein als ein vergleichbares Produkt, wenn die Produktqualität, der visuelle Händlerauftritt und die sonstigen SEO-Faktoren richtig angegangen werden.

2. Spar nicht an Produktbildern: Wir erleben es sehr oft, dass Händler nicht die dringende Notwendigkeit dahinter sehen, qualitativ hochwertige und Amazon konforme Produktfotos erstellen zu lassen. Hier werden Kosten gescheut, die sich erfahrungsgemäß frühzeitig amortisieren. Heatmap Studien beweisen: Der erste Blick geht aufs Bild. Hier steht und fällt die Kaufentscheidung. Wer an dieser Stelle den Kunden nicht abholt, wird es auch schwierig haben mit der Produktbeschreibung zu überzeugen. DANKE.

 

Vielen herzlichen Dank für das Interview und alles Gute!

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