Personen aus der Szene: Martin Brosy

Werbung

In unserer Reihe Personen aus der Szene” stellen wir euch regelmäßig Persönlichkeiten vor, die in Eurer Übersicht nicht fehlen sollten. Diese Menschen bringen die Szene wirklich voran und überzeugen mit spannenden Ideen und interessanten Insights.

Heute geht es um: Martin Brosy

seo_portalHallo Martin und vielen Dank, dass du dir die Zeit für ein Gespräch genommen hast. Viele unserer Leser kennen dich sicher als Geschäftsführer einer größeren Agentur – aber stelle dich doch bitte einmal selbst vor.

Martin BrosyVor drei Jahren war ich pleite, hatte über 20.000 Euro Schulden und musste mir eingestehen, dass ich gescheitert war. Nicht als Unternehmer, sondern als Webseitenbetreiber. Was hatte ich noch: Meine Frau, die Fähigkeit vernünftige Artikel zu schreiben, viele Kontakte zu anderen Webmastern und meinen ungebrochenen Optimismus. Ich versprach meiner Frau (mittlerweile kaufmännische Geschäftsführerin bei uns in der Firma), binnen drei Monaten ein Agenturgeschäft im Bereich Linkbuilding aufzubauen und künftig ausschließlich für Kunden zu arbeiten. 720 Arbeitsstunden später habe ich dann ein 18qm-Zimmer in einer Bürogemeinschaft angemietet und für 1.000 Euro meinen neuen Arbeitsplatz eingerichtet. Zweieinhalb Jahre später arbeiten ich und mein Team auf über 300qm für den Erfolg unserer Kunden.

Den Rest von mir in Kurzform:

#GebürtigAusBerlin #30JahreAlt #Gin #HobbyBörse #HobbyUhren #FDPduckUndWeg #VorbildKarlHeinzPaqué #AgenturReutlingen #FamilienUnternehmen #KinderNeinAberBestimmtBald #Leutnant #LieblingsstädteWienBarcelona

seo_portalWas für Websites hattest du denn früher? Und kannst du sagen, woran du gescheitert bist und was du daraus für dein heutiges Unternehmen gelernt hast?

Martin BrosyIch war 22 Jahre alt und hatte keine Ahnung von Bits und Bytes. SEO, SEA, SMM, Usability… ich war noch grün hinter den Ohren. Irgendwie konnte mich das aber nicht davon abhalten, meine erste eigene Website www.boersenpoint.de programmieren zu lassen.

Daraus resultiert mein erstes Learning: MACHEN.

Bild Boersenpoint
Die erste Version war hart gecodet. CM-Systeme gab es bereits, nur wusste ich davon nichts. Dafür waren die Ladezeiten exzellent. Bildquelle: seo-portal.de, 2017
Bild Boersenpoint Börsenspiel Update 1
Für 400 Euro habe ich mein erstes Börsenspiel programmieren lassen. Heute unvorstellbar. Bildquelle: seo-portal.de, 2017
Bild Boersenpoint Börsenspiel Update 2
Das nächste große Update. Mittlerweile hatte ich schon über 1.000 Mitspieler. Aktuell hat die Seite 18.000 registrierte Börsenspieler. Bildquelle: seo-portal.de, 2017

In den ersten Jahren arbeitete ich sehr fokussiert an meinem Projekt. Ich erreichte monatlich um die 800.000 Pageimpressions und konnte mit 3.000 bis 5.000 Euro an Werbeeinnahmen rechnen. Schon damals setzte ich auf alternative Suchsysteme, beziehungsweise auf Trafficquellen abseits von Google. Große Börsenportale haben meinen redaktionellen Feed bei sich aufgenommen, sodass ich alleine darüber mit 1.000 Besuchern und mehr pro geschriebenem Artikel rechnen konnte. Über Linktausch und eigene Linknetzwerke habe ich die Webseite in die Top 3 zum Begriff „Börsenspiel“ gebracht. Zusätzlich habe ich eigenhändig zahlreiche Forenlinks gesetzt. Das war meine SEO-Strategie.

Irgendwann habe ich den Fokus verloren und mich parallel auf andere Dinge konzentriert. Meine Aufmerksamkeit galt in der Spitze 50 Projekten. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich nicht nur arbeitstechnisch, sondern auch finanziell übernommen. Ich habe auf zu vielen Hochzeiten gleichzeitig getanzt und dabei die Wünsche der Boersenpoint-Mitspieler ignoriert.

Ich weiß, die härtesten Schläge sind Ratschläge, aber konzentriere dich auf ein Projekt. Lass dich nicht von deinem Weg abbringen und am Ende wohl der wichtigste Tipp zum Erfolg: Mach einfach. Erfolg kommt nicht vom Quatschen, sondern vom Handeln und Aufopfern. Behalte deine Finanzen im Blick und eröffne dir nicht zu viele Baustellen. Habe keine Angst vor Fehlern, denn Erfahrung resultiert genau daraus. Ich habe keine meiner Entscheidungen bereut, sie haben mir nur das Leben schwergemacht. Heute zehre ich von meiner Reife, und die Besonnenheit schützt mich vor der einen oder anderen Fehlentscheidung.

seo_portalHast du denn in dieser Zeit auch gemerkt, dass es Dinge gibt, die du am besten an andere Experten auslagern solltest – weil sie dir keinen Spaß machen oder du sie nicht so gut kannst? Die Kundenkommunikation zum Beispiel oder die Buchhaltung?

Martin BrosyHast du keinen Assistenten, dann bist du einer – nach diesem Motto verteile ich anfallende Aufgaben. Als Geschäftsführer muss ich der Erwartungshaltung meiner Mitarbeiter und Kunden gerecht werden.

Mitarbeiter möchten möglichst viel verdienen und das bei möglichst geringem Zeitaufwand. Als Geschäftsführer verstehe ich mich ebenfalls als Mitarbeiter der eigenen Firma. Für Kunden hingegen ist das Verhältnis von Ergebnis und Kosten von sehr großer Bedeutung.

Wenn ich nun also als Teil des Managements Aufgaben wie die Buchhaltung, Buchen von Hotels & Flügen, Reinigung der Büroräume oder Erstellen von Excellisten übernehme, dann kann ich mich auf meine wirklich wichtigen Aufgaben nicht konzentrieren. Aktuell sind das die Neukundengewinnung, strategische Unternehmensplanung und die Betreuung unserer besten Kunden.

Das Konzept der Opportunitätskosten begleitet mich seit meinem Studium und hat mich maßgeblich in Bezug auf wirtschaftliches Arbeiten geprägt.

seo_portalUnd für sowas braucht man dann die richtigen Mitarbeiter. Du arbeitest zum Beispiel mit deinem Bruder zusammen. Wie läuft die Arbeitsteilung bei euch – und wie geht ihr in der Firma vor, wenn es privat mal einen brüderlichen Zwist gibt?

Martin BrosyDer Weg hin zur optimalen Arbeitsteilung war steinig und schwierig. Das ist aber ganz normal. Schließlich haben wir binnen einen Jahres seine Agentur bei uns integriert und gleichzeitig ein enormes Wachstum hingelegt. Für grundlegende Fragen war einfach keine Zeit.

Das haben wir in den letzten Monaten nachgeholt und gemeinsam ein Strategiepapier erarbeitet. Differenzen blieben dabei natürlich nicht aus. Kommunikation und Kompromissbereitschaft sind dabei von besonderer Bedeutung.

Mein Bruder ist für den Vertrieb und ich für die Geschäftsführung und das Personal zuständig. Diese Aufgabenteilung erlaubt es uns, die privaten Ziele mit den Unternehmenszielen in Einklang zu bringen.

seo_portalDas ist sicher wichtig. Wie kam es denn dazu, dass ihr euch zusammengeschlossen habt? Denn sowas ist ja – ob Familie oder nicht – immer ein gewisses Risiko.

Martin BrosyIm Grunde haben ich und mein Bruder das Gleiche gemacht: Inbound-Marketing mit dem Schwerpunkt Outreach. Warum also nicht die Synergien nutzen und gemeinsam an etwas Größerem arbeiten.

Die Entscheidung fiel uns auch nicht sonderlich schwer, denn schließlich waren wir immer in derselben Klasse und teilten uns bis zum 18ten Lebensjahr ein Zimmer.

Und um ganz ehrlich zu sein, der ständige Wettbewerb untereinander nervte unsere Partner und den Rest der Familie -lachen-. Wir haben uns immer gemessen und wollten in allem besser sein als der andere. In einigen Lebensbereichen, wie dem Sport, habe ich mich schon längst geschlagen gegeben. Ernsthaft: Wir sind eine Familie und haben bei tiefen Gräben eine Brücke gebaut.

Rückblickend würde ich einige Dinge dennoch anders machen:

  • Unternehmensvision und jährliche Ziele definieren
  • Budgetplanung
  • Verantwortlichkeiten klären

Allerdings ist auch das kein Garant für ein harmonisches Miteinander und wie bereits eingangs geschrieben, stellt Erfahrung die Summe aller gemachten Fehler dar. Denn wie so oft im Leben ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Beim Unternehmertum ist das nicht anders.

seo_portalIhr konzentriert euch ja vor allem auf Backlinks. Als du mal einen Gastartikel für uns geschrieben hast, wurde allein anhand der Anzahl der Kommentare (aber auch anhand deren Inhalt) klar, wie sehr dieses Thema immer noch polarisiert. Wie erklärst du dir das?

Martin BrosyIch erinnere mich an meine erste Campixx Week 2016. Am Sonntag bin ich in Berlin gelandet und zum Hotel am Müggelsee gefahren. Als ich mein Zimmer bezogen habe, wollte ich noch kurz etwas essen. Selbstverständlich habe ich mich zu den bereits angereisten SEOs gesetzt und mich vorgestellt. Einige der dort Anwesenden kannten mich und haben lautstark in die Runde gerufen: „Linkbuilder.“ In diesem Moment habe ich zum ersten Mal gemerkt, wie unterschiedlich hier die Meinungen doch sind.

„Alle Links, die den PageRank oder das Ranking einer Website in den Google-Suchergebnissen beeinflussen sollen, können als Teil eines Linktauschprogramms und als Verstoß gegen die Richtlinien für Webmaster von Google angesehen werden.“ Quelle: Linktauschprogramme (Stand: 23.08.2017).

Verbote haben schon immer polarisiert. Die Linkbuildingbranche hat aber auch selbst sehr viel zu den geteilten Meinungen und dem schlechten Ruf beigetragen. Stichwort: Preis-Leistungs-Verhältnis. Konkret heißt das, dass dem Kunden schwache Links und minderwertiger Content zu hohen Preisen angeboten wurden. Die Branche befindet sich jedoch im Wandel und mit der Agenturgründung vor zwei Jahren wollten wir uns dem Status Quo entgegenstellen.

Bild Zusammenhang Anzahl Backlinks Rankings
Google unterstreicht regelmäßig den Einfluss von Backlinks auf die Rankings. Studien belegen mit Hilfe der positiven Korrelation die Aussage. Dabei wird häufig nur der Zusammenhang zwischen der Anzahl der Links und der Rankingposition gemessen. Unter Berücksichtigung der Qualität eines Backlinks wird der Zusammenhang wahrscheinlich noch viel signifikanter. Datenquelle: Aleh Barysevich. (03.02.2017). 4 Most Important Ranking Factors, According to SEO Industry Studies. URL: https://www.stonetemple.com/links-remain-a-very-powerful-ranking-factor-study/ (Stand: 23.08.2017)

Qualität anstelle von Quantität. Mitarbeiterzufriedenheit anstelle von Profitmaximierung. Langfristiger Kundenerfolg anstelle vom Schnell-und-Hektisch-Reich-Werden-Gedanken. Im Dialog kommunizieren wir transparent das Zustandekommen der Verkaufspreise, denn der Preis und der Wert sollten sich sowohl für den Kunden als auch für die Agentur die Waage halten. Zudem werden die Herausforderungen immer größer, was den Aufbau von relevanten Verlinkungen erschwert und somit für mehr Aufwand sorgt.

Schwarze Schafe gibt es natürlich noch genug. Es gibt aber auch eine Handvoll sehr guter Agenturen. Bei einer Sache bin ich mir jedoch sehr sicher: Linkbuilding bleibt ein sensibles Thema und wird weiterhin polarisieren.

seo_portalWie gehst du denn persönlich damit um, so zu polarisieren? Denn viele nennen sich ja mittlerweile Content Marketer oder ähnliches, machen aber im Kern nichts anderes als du. Du bist nur einer der wenigen, der sehr offensiv mit dem Thema Linkaufbau umgeht.

Martin BrosyWir stoßen einige SEOs damit vor den Kopf. Einige reden tatsächlich nicht mit uns oder versuchen uns in den sozialen Medien keine Reichweite zu geben. Wir schmunzeln immer ein wenig darüber, denn es ist teilweise so offensichtlich. Solche Leute nehmen sich meistens selbst einfach viel zu ernst und können sich nicht vorstellen, was andere hinter ihrem Rücken so erzählen. Ich bin da also sehr entspannt.

Ich lerne die Menschen gerne persönlich kennen, um mir dann ein Bild von ihnen machen zu können. Urteilen tue ich dann aber nicht über sie, denn das steht mir nicht zu. Viel lieber trinke ich mit ihnen ein Bier auf einer Konferenz und tausche mich aus.

Eine Säule unseres Vertriebmodells sind die sozialen Medien. In entsprechenden Facebook-Gruppen bieten wir unsere Dienstleistungen an. Weil viele Online Marketer ebenfalls Mitglieder in “Linkaufbau”-Gruppen sind, werden sie mit den Angeboten meines Bruders konfrontiert. So erkläre ich mir die Offensive-Wahrnehmung. Außerhalb der Marketing-Bubble gehören wir zu den verschwiegensten Agenturen. Du kannst dir nicht vorstellen, wie viele Listen mit Tausenden von Websites wir von anderen Linkbuildern bekommen. Auf die Idee würden wir niemals kommen, alleine um schon die darauf enthaltenen Publisher zu schützen.

seo_portalWie siehst du denn die Zukunft des Linkbuildings? Denn je mehr die Nutzer Apps oder die Sprachsuche nutzen, wird sich ja auch Google (zumindest ein Stück weit) von den Links wegentwickeln. Und auch als Trafficquelle dienen sie ja dann vielleicht nur noch bedingt. Kannst du dir vorstellen, was dann an die Stelle der Links treten wird?

Martin BrosyDie Anzahl der Referring Domains wird künftig nicht mehr so wichtig sein. Vielmehr wird der darüber erzeugte Traffic und die damit verbundenen User-Signals an Bedeutung gewinnen. In Bezug auf die Deutung von Content macht Google ebenfalls große Fortschritte. Hier sehe ich Game-Changing-Potenzial.

Wenn ich mir überlege, wie wir vor fünf Jahren noch Linkbuilding betrieben haben: ein 300-Wörter-Text für 1,5 Cent pro Wort, eine Verlinkung mit einem harten Anker und ein Artikelverzeichnis. Mehr brauchten wir damals nicht. Heute beträgt die durchschnittliche Textlänge bei uns 1.000 Wörter und der Inhalt wird mit einer Infografik, redaktionellen Bildern, Videos und Statistiken angereichert. Bei der Auswahl eines Publishers für den Budgetkunden müssen auf KPIs wie dem TF, SI, LRT Power*Trust und der DA geachtet werden. Google hat in den letzten Jahren verdammt viel richtig gemacht.

Die Sprachsuche haben wir auf dem Schirm, bzw. in Form von Alexa auf dem Sideboard stehen. Spannendes Thema mit viel Potential. Allerdings befindet sich die Technologie noch in den Kinderschuhen. Ignorieren können und wollen wir sie natürlich nicht.

Egal wie es sich entwickeln wird. Für den Nutzer der Suchmaschine wird sich das Sucherlebnis verbessern und darauf kommt es schlussendlich an. Wir werden uns den Gegebenheiten anpassen, sonst ergeht es und wie Nokia und Schumpeters schöpferische Zerstörung schlägt zu.

Vor alternativen Trafficquellen sollte sich kein Webmaster mehr verschließen. Alleine um der Abhängigkeit von Google zu entgehen und nicht von einem Tag auf den anderen seine Existenz zu gefährden. Als Arzt ist heute ein Eintrag auf Jameda mindestens genauso wichtig wie die Umsetzung von Onpagemaßnahmen zur Steigerung der Sichtbarkeit bei Google.

seo_portalWie siehst du in diesem Feld die Zukunft deiner Firma? Gibt es Bereiche, auf die ihr euch in Zukunft stärker fokussieren wollt?

Martin BrosyAls Unternehmer bist du stets von der Angst des Scheiterns umgeben. Geschäftsmodelle können von einem Tag zum nächsten nicht mehr profitabel sein. Um den Fortbestand der Firma und weiteres Wachstum zu gewährleisten, bilden wir uns seit einem Jahr sehr stark in den Bereichen OnPage, Videomarketing und Contenterstellung weiter. Sollte Google in ferner Zukunft von Backlinks abrücken, dann sind wir gewappnet.

Auf der anderen Seite betreuen wir unsere Kunden ausgezeichnet und sind immer für sie erreichbar. Dadurch erhalten wir auch Aufträge fernab des Linkbuildings. Die Qualität vom Linkbuilding selbst verbessern wir natürlich weiterhin. Aktuell erstellen wir eine eigene Bilderdatenbank, um eine Variation von Bildern in den Artikeln zu erreichen. Die Bildauswahl wirkt dadurch authentisch.

Getreu dem Motto T(ag)U(nd)N(acht) bleiben wir nicht untätig und erkennen Veränderungen in der Branche. In den letzten Monaten steigen die Buchungen für klassische Advertorials an. Dem Thema Native Advertising haben wir uns noch nie verschlossen, verstärken jedoch unser Engagement dafür. Damit reagieren wir auf den Kundenwunsch trafficstarke Artikel einzubuchen, die nicht gegen die Google-Richtlinien verstoßen. Wir gehen sogar noch einen Schritt weiter und haben eine eigene Software zur Verwaltung solcher Aufträge entwickelt. Der Öffentlichkeit wollen wir diese wahrscheinlich im nächsten Jahr vorstellen.

seo_portalVideos werden ja schon seit einiger Zeit immer wichtiger, da gerade die jüngere Generation lieber etwas anschaut, als es zu lesen. Was sind für dich im Bereich Video die wichtigsten Trends und die spannendsten Entwicklungen?

Martin BrosyPhilipp Laude vom populärsten deutschsprachigen YouTube-Kanal Y-Titty (3,1 Millionen Abonnenten) bringt es auf den Punkt: „Wir gucken alle kein Fernsehen mehr.

Ganz so schlimm steht es zwar nicht um die Fernseh-Branche, dennoch hat sich das Nutzerverhalten zu Gunsten von YouTube und Co geändert.

YouTube in Zahlen (Quelle: Brandwatch.com):

  • Minütlich werden 300 Stunden Videomaterial hochgeladen
  • Täglich gibt es um die eine Milliarde Views
  • Zweitgrößte Suchmaschine der Welt

Das Potential der Plattform ist enorm. In Zukunft werden die hochgeladenen Videos noch professioneller. Diese Entwicklung ist dem technologischen Fortschritt zu verdanken. Heute gibt es eine komplette Filmausrüstung schon für einige 1.000 Euro. Dank der deutlich geringeren Kosten für die Produktion und der hohen Reichweite wird das Format Video in den nächsten Jahren weiter an Bedeutung gewinnen.

Bild Minutenpreis Fernsehproduktion
Eine Fernsehproduktion im Bereich Unterhaltung kostete 2011 im Durchschnitt 2.515 Euro pro Minute. Für YouTube produzierte Formate kosten einen Bruchteil. Bildquelle: seo-portal.de, 2017

 

seo_portalDann können wir ja gespannt sein, wohin dich dein Weg in den nächsten Jahren führen wird. Noch einmal vielen Dank für das Gespräch, die letzten Worte gebühren natürlich dir.

Martin BrosyIch bedanke mich ganz herzlich bei dir als Chefredakteur vom SEO-Portal für die Möglichkeit, mit dir etwas zu plaudern. Aber auch bei dir, dem Leser bedanke ich mich für die Aufmerksamkeit und dass du es bis hierhin ausgehalten hast. Vielleicht laufen wir uns auf einer der zahlreichen Messen mal über den Weg.

Werbung

TEILEN

Nach meinem Studium der Politikwissenschaften (Schwerpunkt Diplomatie) habe ich im Juni 2015 das SEO Portal bei der imwebsein GmbH mitgegründet. Seit Januar 2017 bin ich nun als Chefredakteur für den redaktionellen Teil zuständig. Daneben kümmere ich mich als ehrenamtlicher Pressewart um die Öffentlichkeitsarbeit des Badminton-Club Tempelhof.

Hinterlasse eine Antwort