Personen aus der Szene: Tim Schmidt im Interview

Schon mit 20 Jahren gründete Tim Schmidt die Marke DotComCanvas und launchte im gleichen Zug den Onlineshop www.dotcomcanvas.com. Dort werden eigens kreierte Wandbilder „Made in Germany“ verkauft. Das war 2018. Nach inzwischen 1,5 Jahren wird DotComCanvas von spannenden Persönlichkeiten und Influencern unterstützt, es wurden hunderte Wandbilder verkauft und der Weg geht weiterhin steil aufwärts.

Tim, Dein neues Unternehmen „DotComCanvas“ verkauft stylische Wandbilder. Wie kam es zu dieser Idee?

Zu dem Zeitpunkt, als ich auf die Idee kam Premium-Wandbilder herzustellen, die mehr sind als nur „0815“-Designs, hatte ich noch in Jena E-Commerce studiert.

Ich hatte schon immer ein Faible für große, eindrucksvolle Wandbilder. Weil die Motive aus den Bau- und Möbelmärkten nicht meinen Geschmack getroffen haben, bin ich online auf andere Anbieter gestoßen, die zum Teil auch meinen Geschmack getroffen haben, die aber sehr teuer und nicht aus Deutschland waren. In dem Moment hat es Klick gemacht und ich wusste, ich kann das ganze auf ein neues Level im deutschsprachigen Raum heben und mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis jeden dazu motivieren, ein exklusives Wandbild zu kaufen. Im Prinzip sprechen wir mit unseren Motiven Menschen an, die Ihre Träume und Ziele, egal wie groß oder klein sie sind, verwirklichen wollen. Wir liefern die Vision auf Leinwand und die unsere Kunden auch sehen.

 

Auf welche Online- und SEO-Maßnahmen setzt Ihr, um Eure Bekanntheit zu steigern?

Online-Marketing und SEO spielen für uns als reiner Onlineplayer eine zentrale Rolle. Wir unterscheiden dabei zwischen dem kurzfristigen und langfristigen Ansatz. Auf der einen Seite haben wir PPC-Kampagnen (Suchnetzwerk, Shopping, Displaykampagnen und Social-Media-Ads) laufen. Wir werben mithilfe von Google Ads und auf Facebook und Instagram.

Auf der anderen Seite betreiben wir langfristiges SEO (Suchmaschinenoptimierung). Dabei liegt der Fokus OnPage auf qualitativ hochwertigen Texten, die auf jeder Produktseite zu finden sind, und OffPage beim Aufbau hochwertiger Backlinks.

Man kann das Ganze aber auch als Push-/Pull-Marketingstrategie betrachten. Auf der einen Seite müssen wir mithilfe von Social-Media-Kampagnen die Menschen auf uns aufmerksam machen. Wir präsentieren ihnen unsere Produkte in ansprechenden Werbevideos oder Produktbildern, und zwar ohne dass diese aktiv danach gesucht haben („Push“-Strategie).

Google-Werbung, speziell im Suchnetzwerk, und „Google Shopping“ nutzen wir auf der anderen Seite zur „Pull“-Strategie, damit der potentielle Kunde, der schon beginnt aktiv nach Keywords zu suchen, abgeholt wird.

 

Wie habt Ihr ermittelt, welche Keywords für Eure Website relevant sind?

Sehr gerne benutzen wir das Google-Tool „Keyword Planer“, mit dem wir all unsere relevanten Keywords recherchieren und herausfiltern können. Da unser Produktsortiment sich auf ein Kernprodukt konzentriert, nämlich Wandbilder, können wir auch sehr spezifisch recherchieren. Da unsere über 200 Motive thematisch in die Richtung Unternehmertum, Motivation und Zielerreichung gehen, suchen wir natürlich dementsprechend Keywords, die diese Zielgruppe abholt.

Da wir als Onlinehändler auch bei Amazon verkaufen, kann ich für diese Plattform das Keyword Tool „Sonar“ empfehlen. Damit erhält man auch einen Überblick über relevante Produktsuchen nur von Amazon.

 

Welche Tools nutzt Ihr für die Überwachung des Erfolgs Eurer SEO-Maßnahmen?

Wir nutzen das Tool „Seitwert“ mit dem wir überwachen können, auf welcher Stelle unsere Keywords aktuell ranken. Auch schauen wir regelmäßig in die Google Search Console. Mit ihr lässt sich prüfen, ob alle Seiten richtig indexiert sind oder ob es Probleme mit der Sitemap gibt.

Unserer Meinung nach ist noch viel Luft nach oben, weshalb in Zukunft die Zusammenarbeit mit einer Agentur sinnvoll erscheint. Grundsätzlich konnte ich trotzdem alleine schon sehr viel bewegen. Je nach Keyword sind wir unter „Motivationswandbild“ oder „Business Wandbild“ in den Top 10. Leider werden einige unserer wichtigsten Keyword-Kombinationen nicht vom SISTRIX-Keywordset abgedeckt, weshalb der Sichtbarkeitsindex für unsere Domain leider wenig aussagekräftig ist. Das wichtigste Learning, dass mir aus der gesamten Erfahrung und durch andere Onlineshop-Betreiber zuteilwurde, ist, dass SEO eine Vision braucht und man sich zu dieser verpflichten muss, um Erfolg zu haben. Darum sollte man langfristige Pläne entwickeln und gleichzeitig effektiv ins Handeln kommen.

 

Vielen herzlichen Dank für das Interview und alles Gute!

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