“hreflang” richtig einsetzen

Mit dem „hreflang“-Attribut kannst Du die Ausrichtung Deiner Seiten auf verschiedene Länder und/ oder Sprachen steuern. Das sorgt oft für eine bessere Auffindbarkeit Deiner Seiten in den Google-Indizes der angegebenen Länder. Wenn eine Seite in mehreren Sprachen vorliegt, kannst Du angeben, welche Version einer Seite für welche Sprache und – optional – für welches Land sie bestimmt ist. Die hreflang-Attribute werden jeweils in den <head>-Bereich einer Webseite eingefügt und sehen beispielsweise so aus:

<link rel=”alternate” hreflang=”de” href=”http://www.example.com/de/” />
<link rel=”alternate” hreflang=”x-default” href=”http://www.example.com/en/” />

Hieraus wird die Syntax erkennbar:

<link rel=”alternate” hreflang=”[Sprach- und ggf. Ländercode]” href=”[URL]” />

Im „hreflang“-Feld wird der Sprachcode bzw. der kombinierte Sprach- und Ländercode angegeben. Möchte man eine Seite auf eine bestimmte Sprache ausrichten, beispielsweise auf Deutsch, ohne dabei eine Einschränkung auf ein Land vorzunehmen, lautet die richtige Angabe „de“. Möchte man eine deutschsprachige Seite auf Nutzer in Österreich ausrichten, lautet die korrekte Angabe „de-AT“. Zusätzlich kann man eine Seite als „x-default“ festlegen. „x-default“ greift immer dann, wenn für die Sprache oder das Land eines Nutzers keine eigene Regelung getroffen wurde – also quasi für alles, was nicht mit anderen „hreflang“-Anweisungen ausgerichtet wurde.

Im „href“-Feld muss die URL der jeweiligen Sprach- oder Länderversion der Seite angegeben werden. Wenn wir uns eine „Produkte“-Seite vorstellen, die auf Deutsch und auf Englisch verfügbar ist, würde das in etwa so aussehen:

<link rel=”alternate” hreflang=”de” href=”http://www.example.com/de/produkte/” />
<link rel=”alternate” hreflang=”en” href=”http://www.example.com/en/products/” />

Nachfolgend einige Beispiele, mit denen die Handhabung von hreflang verdeutlicht werden soll:

Eine ausschließlich deutschsprachige Seite, die in erster Linie auf D/A/CH ausgerichtet sein soll:

<link rel=”alternate” hreflang=”de” href=”http://www.example.com/” />

Eine Seite, die auf Deutsch und Englisch verfügbar ist:

<link rel=”alternate” hreflang=”de” href=”http://www.example.com/de/” />
<link rel=”alternate” hreflang=”en” href=”http://www.example.com/en/” />

Bezogen auf eine Produktdetailseite könnte das so aussehen:

<link rel=”alternate” hreflang=”de” href=”http://www.example.com/de/produkte/modell-1200a/” />
<link rel=”alternate” hreflang=”en” href=”http://www.example.com/en/products/model-1200a” />

Eine Seite, die auf die Schweiz ausgerichtet und neben Deutsch auch auf Französisch und Italienisch verfügbar ist, könnte diese Tags enthalten:

<link rel=”alternate” hreflang=”de-CH” href=”http://www.example.com/de/” />
<link rel=”alternate” hreflang=”fr-CH” href=”http://www.example.com/fr/” />
<link rel=”alternate” hreflang=”it-CH” href=”http://www.example.com/it/” />

Ohne die Einschränkung auf das Gebiet der Schweiz sähe das Ganze so aus:

<link rel=”alternate” hreflang=”de” href=”http://www.example.com/de/” />
<link rel=”alternate” hreflang=”fr” href=”http://www.example.com/fr/” />
<link rel=”alternate” hreflang=”it ” href=”http://www.example.com/it/” />

Hier ein Beispiel mit „x-default“. Die Seite „/us/“ richtet sich an englischsprachige Nutzer in den USA und die Seite „/en/“ an englischsprachige Nutzer in Großbritannien. Die Seite „/other/“ richtet sich an alle anderen Nutzer:

<link rel=”alternate” hreflang=”en-US” href=”http://www.example.com/us/” />
<link rel=”alternate” hreflang=”en-GB” href=”http://www.example.com/gb/” />
<link rel=”alternate” hreflang=”x-default” href=”http://www.example.com/other/” />

hreflang Domainübergreifend nutzen

hreflang kann auch domainübergreifend eingesetzt werden. Manchmal werden auch im D/A/CH-Raum für jedes Land leicht angepasste Websites verwendet, um verschiedenen landesspezifischen Eigenheiten Rechnung tragen zu können (z. B. abweichenden Redewendungen „die Mail“ / „das Mail“ oder EUR / CHF).

Was häufig falsch gemacht wird

Wenn „hreflang“ nicht greift, liegt es oft daran, dass sogenannte „Bestätigungslinks“ fehlen. Das bedeutet nichts anderes, als dass die „hreflang“-Attribute auf jeder angegebenen Sprachversion der entsprechenden Seite eingebaut sein müssen. Fehlen diese auf einer Seite, wird hreflang seitens Google oft für alle Sprachversionen der entsprechenden Seite ignoriert.

Auch kann es passieren, dass eine in einem hreflang-Attribut angegebene URL Zeichen enthält, die nicht im Zeichensatz von ISO 639-1 enthalten sind (z. B. Unicode-Zeichen).

Alternative Implementierung von hreflang

Alternativ kann hreflang auch mittels einer XML-Sitemap implementiert werden.

2 KOMMENTARE

  1. Schöner Beitrag! 🙂

    Eine Frage: Wir haben eine Seite in drei Sprachversionen. com/de/, com/en/ und com/tr/. Entsprechende hreflang Tags sind auf allen Seiten gesetzt. Inbesondere die englische Version ist hauptsächlich für den Markt in Großbritannien gedacht. Ist es dann schlecht, wenn der hreflang=”en” lautet und nicht hreflang=”en-GB”? Sprich könnte man ggf. bessere Rankings in GB erwarten, wenn zum Sprachcode noch der Ländercode ergänzt wird?

    Vielen Dank vorab!

    LG
    Max

  2. Hallo und vielen Dank! 😉 Wenn sich die englische Sprachversion in erster Linie an Nutzer in GB richtet, macht hreflang=”en-GB” wahrscheinlich eher Sinn, als hreflang=”en”. Allerdings könnte sich das auf die Platzierungen in den restlichen englischsprachigen Ländern auswirken.

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