Die Skriptsprache JavaScript ist aus dem World Wide Web nicht mehr wegzudenken. Sie wurde 1995 von Netscape entwickelt, dem damaligen Marktführer im Webbrowser-Bereich. Netscapes Browser ging später im heutigen Firefox-Browser auf. Mit JavaScript lassen sich auf Webseiten nützliche Funktionen implementieren. Doch der Einsatz birgt auch Risiken. Welche das sind, darüber klären wir hier auf. Außerdem erklären wir, wie Ihr JavaScript richtig einsetzt.

JavaScript kann zu Problemen bei Indexierung führen

Manche Webdesigner verwenden JavaScript auch für grundlegende Website-Funktionen, beispielsweise für die Navigation oder das Anzeigen von Inhalten. Hier muss zur Vorsicht gemahnt werden. Denn wenn JavaScript falsch eingesetzt wird, können Probleme bei der Indexierung der Seiten auftreten.

Google beispielsweise konnte früher überhaupt kein JavaScript interpretieren. Es wurde beim Crawlen von Seiten schlichtweg ignoriert. Mittlerweile hat sich das deutlich gebessert. Vorsicht ist trotzdem geboten. Werden Seiteninhalte mit JavaScript erst verzögert ausgespielt, hat der Googlebot die Seite womöglich schon wieder verlassen und ihm entgehen diese Inhalte.

Werden Verlinkungen in der Navigation mit JavaScript realisiert und ist deren Umsetzung sehr komplex, beispielsweise durch die Auslagerung in eine eigene JavaScript-Funktion, ist es nicht abwegig dass der Googlebot den Links nicht folgen kann. Und selbst wenn doch – denkt daran, dass es neben Google auch andere Suchmaschinen gibt, deren Crawler den Link eventuell nicht erkennen werden. Außerhalb Deutschlands haben Suchmaschinen wie Bing, Yahoo oder DuckDuckGo mitunter einen deutlich höheren Marktanteil.

Worauf solltet Ihr beim Einsatz von JavaScript achten?

Ihr könnt selbstverständlich trotzdem JavaScript auf Euren Seiten verwenden. Achtet aber darauf, dass Ihr es richtig einsetzt.

Verwendet in Eurer Navigation gewöhnliche HTML-Links (<a href=”https://www.example.com”>Link</a>). Das JavaScript-Gerüst für MouseOver-Effekte und Ähnliches könnt Ihr anschließend drumherum bauen.

Spielt Euren Hauptcontent direkt aus und verzichtet dabei auf JavaScript und Ajax. Wenn Ihr LazyLoading verwendet, beschränkt es auf Eure Bilder. Auch hierfür gibt es mittlerweile ein HTML-Attribut, sodass der Einsatz von JavaScript nicht mehr erforderlich ist (<img src=”bild.jpg” loading=”lazy”>).

Wenn Ihr Slider, animierte Infoboxen, Rechner oder ähnliches mit JavaScript umsetzt, ist das absolut OK. Wichtig ist lediglich, dass Euer Grundgerüst möglichst ohne JavaScript funktioniert.

So könnt Ihr prüfen, ob Ihr es richtig gemacht habt

Einige Browser, wie Mozilla Firefox, erlauben es dem Nutzer, JavaScript vorübergehend auszuschalten. Gebt dazu in der Adresszeile des Browsers „about:config“ und drückt dann die Eingabetaste. Sucht in den Einstellungen nach dem Wert „javascript.enabled“ und setzt ihn auf „false“.

Nun könnt Ihr testen, ob das Grundgerüst Eurer Website auch ohne JavaScript funktioniert. Testet Eure Navigation und andere Links und stellt sicher, dass Euer Hauptcontent zu sehen ist. Wenn all das der Fall ist, habt Ihr es richtig gemacht. Zusätzlich solltet Ihr in der Google Search Console prüfen, wie der Googlebot Eure Seiten „sieht“. Sehen sie mehr oder weniger so aus, wie sie ein normaler Besucher zu Gesicht bekommt, ist das ebenfalls ein gutes Zeichen.

Schaltet JavaScript wieder ein, indem Ihr den oben genannten Wert wieder auf „true“ setzt.

 

Bild: Fili Santillán / unsplash.com

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