Komplette Umstellung auf Mobile First bis September

Bis September haben Webseitenbetreiber noch Zeit, ihre Website mobiltauglich oder zumindest mobiltauglicher zu gestalten. Letzte Woche verkündete Google bereits, für die Indexierung aller Webseiten zukünftig die mobile Version zu nutzen. Aber bereits jetzt sollen knapp 70% der Websites auf mobile Indexing eingestellt sein. Die restlichen Webseiten sollten bis spätestens September folgen. Es ist nun Aufgabe der Webseitenbetreiber, die eigene Webseite, wenn nicht bereits geschehen, mobiltauglich zu gestalten. Denn selbst das Argument, dass viele Nutzer über die Desktopversion der Website kommen, wird zweitrangig sein, wenn Google die mobile Version der Website priorisiert behandeln wird.

https://www.seroundtable.com/google-mobile-first-indexing-september-2020-29117.html

Relevanz ist immer am wichtigsten

Beim Updaten von älteren Unterseiten oder Blogartikeln sollte berücksichtigt werden, ob es überhaupt lohnenswert ist, diese zu aktualisieren. Denn primäres Ziel, so John Müller, sollte nicht das Aktualisieren von Content an sich sein, sondern ob der Inhalt für den Nutzer zum jeweiligen Thema relevanter als bisher gestaltet werden kann. Google geht es in erster Linie um die relevantesten Suchergebnisse, die den Nutzern in den Top 10 Ergebnissen ausgespielt werden. Auch beim Erstellen sogenannter holistischer Landing Pages sollte überlegt werden, ob es denn beim jeweiligen Thema wirklich sinnhaft ist, so viel Arbeit und Kosten in die Erstellung solcher Seiten zu stecken.

No-follow Links können, müssen aber nicht beachtet werden

Ein weiteres Thema, welches im aktuellsten Google Webmaster Hangouts besprochen wurde, ist die Änderung der Richtlinien bezüglich der Beachtung der no-follow Links. John Müllers Aussage nach zu urteilen, handelt es sich für Google lediglich um eine Anpassung der Richtlinien und starke Veränderungen sollen in der Regel nicht auffallen. Zusätzlich betonte er, dass no-follow Links für das Crawlen und Indexieren genutzt werden können, aber nicht müssen. Bisher wurden no-follow Links laut Googles offizieller Aussage gar nicht in Betracht gezogen. Generell hielt sich John Müller sehr zurückhaltend mit seinen Aussagen bezüglich der neuen Änderungen, die für viele Webseitenbetreiber als sehr bedeutsam gewertet werden.
 

Google folgt Redirect-Ketten bis zu fünf Sprüngen

Bisher wurde angenommen, dass Google Crawler bis zu vier Weiterleitungsketten folgen. Nun erklärt John Müller, dass bis zu fünf Weiterverfolgungen möglich sind. Diese werden aber nicht beim ersten Mal, wenn Google diese Weiterleitungskette entdeckt, auch bis zum Ende verfolgt. Weiterleitungen können von nicht mehr verwendeten Unterseiten auf die übrigen Seiten eingesetzt werden. Aber auch die Weiterleitung von www. auf non-www. zählt als solche Weiterleitung.
Allgemein sollten Weiterleitungsketten so kurz wie möglich gehalten werden, damit dem Crawler nur wenig Verzögerungen geboten werden. Und die gesendeten Status-Codes sollten ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden.

 

Bild: Nastuh Abootalebi / unsplash.com

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