So kann man alten Content archivieren und anderweitig nutzen

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Am Montag gab es im SEO Portal eine Information darüber, wie man aus Google Sicht mit alten Inhalten umgehen kann und sollte. Dabei hieß es ganz allgemein, dass man alten Content nicht löschen, sondern archivieren sollte. In den Kommentaren gab es dazu eine Rückfrage, wie denn die Archivierung aussehen könnte. Grund genug, sich diesem Thema einmal anzunehmen und euch einzelne Möglichkeiten aufzuzeigen – auch dazu, welche Möglichkeiten man mit alten Content außerdem hat.

Alten Content kann und sollte man überarbeiten oder archivieren. (© Piotr / Fotolia)

Aufbereiten von alten Inhalten macht Aufwand

Bevor man sich Gedanken darüber macht, was man mit altem Inhalt – auch als Expired Content bezeichnet – anstellt, sollte man sich den dafür notwendigen Zeitaufwand einkalkulieren. Denn es ist natürlich möglich, alten Content aufzubereiten und zu aktualisieren, sodass dieser (wieder) einen Mehrwert bieten kann. Je nach Umfang kann dies aber mit hohem Aufwand an Arbeit und Zeit verbunden sein. Daher ist eine Archivierung in vielen Fällen die schnellere und einfachere Lösung.

Aber: Oftmals lohnt es sich, alte Inhalte aufzubereiten und zu aktualisieren. So kann man den bereits bestehenden Traffic erhalten und in vielen Fällen noch steigern, da wieder eine Aktualität vorhanden ist.

Alte Inhalte archivieren – aber wie?

Habt ihr euch dazu entschieden, alten und nicht mehr aktuellen Content zu archivieren, stellt sich vielfach die Frage, wie genau das angestellt werden kann. So kann man derartige Inhalte zum Beispiel in eine eigene Kategorie “Archiv” verschieben und somit deutlich machen, dass es sich um nicht mehr aktuellen Content handelt.

Für neue Besucher kann man ältere Inhalte auf der Webseite auch schlichtweg verstecken, sodass diese nur noch via Google (und andere Suchmaschinen) zu erreichen sind. Auf diese Weise lässt sich in jedem Fall der eingehende Traffic erhalten.

Indexierung kann für alten Content bestehen bleiben

Durch die Archivierung bleibt der Inhalt bestehen, nimmt aber auf der Webseite selber keinen “Platz” mehr weg, der von wichtigeren und aktuelleren Inhalten gefüllt wird. Dabei ist es gar nicht mal notwendig, den alten Content aus dem Index zu nehmen. Immerhin kommt darüber ja noch entsprechender Traffic, den man in diesem Fall auch erhalten möchte.

Umleitung für alten Content?

Oftmals liest man auch, dass man alten Content auf neuen Content (oder auf die Startseite) umleiten kann. Hierbei gibt es aber vor allem einen wichtigen Aspekt, den ihr nicht aus den Augen verlieren solltet: Den User selber.

Dieser erreicht die Seite letztlich, da er einen bestimmten Artikel lesen möchte. Wir der User weitergeleitet, ist es ratsam, diesen auch darüber zu informieren. Einerseits darüber,

  • dass eine Umleitung stattfinden und auch
  • weshalb die Umleitung überhaupt besteht.

Somit ist es möglich, den User zum Beispiel direkt auf neueren Content weiterzuleiten, der möglicherweise aktueller ist. Ob man dies so machen möchte, hat vielfach auch mit dem Thema zu tun, das behandelt wird. Ein Beispiel? Fußball.

Beispiel: Alten Content für Nutzer erhalten

Vor allem im Bereich Fußball (und in weiteren Bereichen ebenso) macht es Sinn, alten Content zu behalten. Sucht ein Nutzer beispielsweise nach dem Champions League Finale von 2011 und möchte wissen, welche Teams dort wie gespielt haben und wer auf dem Platz stand – dann will der Nutzer auch diesen Inhalt vorfinden. Eine Umleitung auf die neue und aktuelle Seite zum Champions League Finale 2017 ist dann alles andere als sinnvoll. Dies würde eher zu einem schnellen Absprung führen, da der User nicht die Inhalte abrufen konnte, die er gesucht hat.

Besser: Ein Archiv anlegen und dort jeden Bericht zu den Champions League Finalen auflisten. So findet der Nutzer sich direkt zurecht und kann die Inhalte abrufen, die er haben möchte.

Allerdings kann diese Maßnahme in anderen Bereichen auch unnötig sein. Liefert man seinen Nutzern aktuelle Gesetzestexte aus, sollte man immer wieder Überarbeitungen vornehmen und nicht mehr aktuellen Content klar kennzeichnen. In diesem Fall kann eine Umleitung zum neuen und damit gültigen Inhalt durchaus sinnvoll und für den Nutzer hilfreich sein.

Außerdem: Alten Content aufgreifen und neu verarbeiten

Eine zusätzliche Lösung für alten Content kann es sein, diesen in einem neuen Artikel aufzugreifen. Bleibt man beim Beispiel der Gesetzestexte kann man in einem neuen Artikel darauf hinweisen, was sich verändert hat – und kann auf den alten Inhalt verweisen. Dies bietet sich dann auch wieder für die interne Verlinkung an.

Für welche Option ihr euch auch entscheidet, es hängt immer vom Inhalt, von der Aktualität und vom anstehenden Aufwand und der zur Verfügung stehenden Zeit ab. Somit ist die Entscheidung zur Nutzung von alten Inhalten individuell zu treffen.

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Ich arbeite seit vielen Jahren als Texter und bin seit September 2017 für das SEO-Portal zuständig. Dabei bin ich für alle redaktionellen Inhalte zuständig und allgemeiner Ansprechpartner. Privat lebe ich in Ostfriesland und bin Papa von drei Kindern.

1 KOMMENTAR

  1. Das Ziel ständig neuen Content zu generieren, sorgt für inhaltlich gleiche Informationen auf unterschiedlichen Seiten. Zwar sind die Wörter nicht gleich, aber dem Nutzer werden keine neuen Informationen geboten. Die Frage, wie mit altem Content umzugehen ist, haben sich bisher nur wenige gestellt, weshalb er meist in die Ecke gestellt wurde. Die Idee auf altem Content aufzubauen und ihn mit neuen Informationen zu ergänzen. Zwar ist dies nicht bei allen Themen möglich, aber in einigen Bereichen durchaus sinnvoll. Dadurch kann der Leser besser die Entwicklung eines Themas verfolgen, ohne die Seite verlassen zu müssen, wodurch die Verweildauer erhöht wird.

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