Eine aktuelle Studie belegt den zunehmenden Einfluss von Online-Inhalten im Medienkonsum. Die amerikanische Consumer Technology Association (CTA) erstellte die Studie, welche anlässlich der jährlichen CES-Branchen-Veranstaltung veröffentlicht wird. Die Studie bestätigt den zunehmenden Einfluss von Online-Inhalten im Vergleich zum traditionellen Fernsehen. In einer Studie wurden Antworten von über 2.000 Befragten analysiert. Von den ca. 4,6 Stunden, die ein Amerikaner im Durchschnitt täglich Medien konsumiert, schaut er ungefähr eineinhalb Stunden Inhalte, die von Usern für User generiert wurden, sogenannten User-Generated Content (UCG) – zum Beispiel auf YouTube, Facebook oder Instagram.

Wandel für Creator und Werbetreibende

Erwartungsgemäß ist dieser Trend bei jüngeren Verbrauchern noch ausgeprägter. „Jugendliche zwischen 13 und 17 verbringen mehr als die Hälfte ihrer Medienzeit mit UGC. Im Vergleich sind es bei älteren Jahrgängen weniger als ein Viertel.“ Diese Daten unterstreichen den sich entwickelnden Wandel weg von traditionellen Medien hin zu stärker demokratisierten Social-Media-Plattformen. Obwohl User Generated Content eindeutig großen Wert und große Vorteile für die eigene Präsenz und den Aufbau von Zielgruppen in sozialen Apps bietet, kann man den Wert von redaktionell definierten Inhalten nicht schmälern. Moderation, redaktionelles Aufbereiten und Kuratieren sind nötige Schritte zur Professionalisierung des User Generated Contents.

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Besseres Einkommen für Creator

Die CTA-Studie ergab auch, dass etwa 20 Millionen YouTuber in den USA ihre Inhalte in irgendeiner Weise online monetarisieren. Mehr als ein Viertel des Umsatzes von Creatorn stammen aus zusätzlichen Einnahmequellen und indem sie sich selbst als Marke etabliert haben. Weitere 27 % stammen von Abonnements. Plattformen arbeiten daran, YouTubern und Influencern mehr Monetarisierungs-Optionen zu bieten, um Topstars zu halten und ihr Publikum zu binden. Den Löwenanteil ihrer Einnahmen machen aber Merch und Abonnements aus.

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Ausblick und Fazit

In einem Video vom Jahresende 2021 bezeichnete Adam Mosseri (Head of Instagram) den Creator als das Herz der Plattform. Dementsprechend sollen in diesem Jahr gleich mehrere neue Monetarisierungs-Tools für Creator ausgerollt werden. Mosseri betonte, es sei wichtig, dass in Zukunft Creator von ihrem Content leben können. Nachdem mit dem Launch von Reels Ende 2020 Werbemöglichkeiten für Brands enorm verbessert wurden, da diese nun auch Ads im Format Reel schalten können, stellt Mosseri in Aussicht, dass es noch weitere Neuerungen geben wird. Werben in mit Hilfe von UGC könnte allem Anschein nach noch effektiver sein als TV-Werbung. Diese sorgt in vielerlei Hinsicht immer noch für eine größere Markenbekanntheit, aber je nach Zielgruppe könnte es erfolgreichere Wege geben.

Bild: Pixabay
Text & Grafiken: Anna-Susanne Müller

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