ChatGPT kann gelöschte Wikipedia-Artikel zitieren. Instagram erweitert die Edits-App und testet zudem Links in Captions, schränkt diese neue Funktion aber stark ein.
ChatGPT zitiert gelöschte Wikipedia-Artikel
ChatGPT verweist in Antworten offenbar weiterhin auf Wikipedia-Artikel, die bereits gelöscht wurden. Laut einer Studie von Profound aus 2025 zählen Wikipedia-Seiten zu den am häufigsten von ChatGPT zitierten Quellen. In einigen Fällen tauchen jedoch Inhalte auf, die in der Enzyklopädie längst entfernt wurden und auch über klassische Suchmaschinen nicht mehr auffindbar sind.
Als mögliche Ursache gilt ein verzögertes Aktualisieren von gespeicherten Datenbeständen oder Caches. Für die SEO-Branche könnte sich daraus ein neues Manipulationsrisiko ergeben: Werden gezielt Wikipedia-Artikel erstellt, könnten diese trotz späterer Löschung noch eine Zeit lang von KI-Systemen aufgegriffen und zitiert werden. Dadurch könnte Spam durch eine gezielte Beeinflussung von KI-Antworten verbreitet werden.
Instagram erweitert Edits-App um Freeze Frame und Teleprompter
Instagram baut seine Videobearbeitungs-App Edits weiter aus und ergänzt sie um neue Funktionen für die Produktion von Reels. Zu den wichtigsten Neuerungen zählt eine Freeze-Frame-Option. Damit können Creator einzelne Momente im Video gezielt einfrieren und so bestimmte Szenen hervorheben oder dramaturgische Effekte erzeugen. Zusätzlich führt Instagram einen Voiceover-Teleprompter ein. Dieser zeigt während der Aufnahme ein Skript direkt auf dem Bildschirm an. Creator können so ihren Text ablesen, während sie gleichzeitig in die Kamera sprechen. Das soll den Aufnahmeprozess vereinfachen und mehrere Takes vermeiden.
Mit den neuen Tools möchte Meta die Content-Produktion direkt innerhalb der App weiter verbessern und Creatorn zusätzliche Möglichkeiten für strukturierte und aufmerksamkeitsstarke Videoformate bieten.
https://onlinemarketing.de/social-media-marketing/edits-freeze-frame-voiceover-teleprompter
Instagram testet Links in Captions – mit starken Einschränkungen
Instagram testet derzeit eine neue Funktion, die klickbare Links direkt in der Caption eines Posts ermöglicht. Bislang konnten Nutzer externe Links auf der Plattform nur über die Profil-Bio, Stories oder bestimmte Reels-Funktionen teilen. Doch die Freude über den Test der neuen Funktion wird durch starke Einschränkungen gedämpft: Voraussetzung für das Feature ist offenbar ein kostenpflichtiges Meta-Verified-Abonnement und die Anzahl der Links in Captions ist aktuell auf 10 Stück pro Monat begrenzt. Für viele Creator bleibt der „Link in Bio“ wohl also vorerst noch das gängigsten Tool, um ihre Follower auf externe Links zu leiten. Ob die Funktion künftig für alle Nutzer freigeschaltet wird oder dauerhaft an das Meta-Verified-Programm gebunden bleibt, ist unklar.
https://onlinemarketing.de/social-media-marketing/instagram-links-in-captions-test
Bild: NordWood Themes / Unsplash.com
