Wochenrückblick KW 24 2026

von Sandra Jakobs

Kategorie(n): Wochenreports Datum: 15. Juni 2026

AI Visibility Audit hilft, Sichtbarkeit in KI-Antworten zu prüfen. Google ermöglicht automatisierte Informationssuche durch Information Agents. LinkedIn stärkt B2B-Creator-Marketing und Instagram ermöglicht Neuanordnung des Feeds.

Google führt Information Agents ein: KI überwacht Themen automatisch

Google hat auf der Google I/O die neuen Information Agents vorgestellt. Die Funktion ist Teil des AI Mode und soll Nutzern die Informationssuche erleichtern. Statt regelmäßig nach bestimmten Themen zu suchen, können Anwender einen Agenten beauftragen, Entwicklungen kontinuierlich zu beobachten. Die KI durchsucht dafür selbstständig verschiedene Quellen wie Nachrichtenportale, Blogs und Social-Media-Plattformen.

Sobald relevante Neuerungen erkannt werden, informiert Google die Nutzer automatisch und liefert eine zusammengefasste Übersicht der wichtigsten Erkenntnisse. Die Agents können beispielsweise für Preisbeobachtungen und Produktneuheiten sowie zum Abrufen von aktuellen Nachrichten, Sportereignissen oder Markttrends genutzt werden. Für SEO-Verantwortliche gewinnt damit die kontinuierliche Aktualisierung von Inhalten weiter an Bedeutung. Zum Start stehen die Information Agents zunächst für Abonnenten von Google AI Ultra zur Verfügung.

https://www.seo-suedwest.de/10823-google-information-agents-sind-jetzt-verfuegbar.html

 

AI Visibility Audit zeigt Lücken zwischen Google-Ranking und KI-Sichtbarkeit

Eine gute Platzierung bei Google bedeutet nicht automatisch, dass eine Website auch in KI-Systemen wie ChatGPT, Gemini, Claude oder Perplexity erscheint. Genau hier setzt ein AI Visibility Audit an: Es prüft, ob Inhalte für relevante Crawler erreichbar sind und in Archiven wie Common Crawl auftauchen. Häufig verhindern unbemerkte Sperren in robots.txt, CDN- oder Firewall-Einstellungen, dass KI-Crawler wie CCBot, GPTBot oder ClaudeBot eine Website erfassen.

Für die Sichtbarkeit in KI-Antworten zählt nicht nur klassisches SEO. Entscheidend ist auch, ob Inhalte technisch zugänglich, crawlbar und sauber strukturiert sind. Besonders wichtig wird das, weil zwischen Veröffentlichung, Crawl, Archivierung und späterer Modellverarbeitung oft Monate liegen. Wer früh für offenen Zugang sorgt, erhöht die Chance, langfristig in KI-Systemen präsent zu sein.

Das Audit umfasst fünf Prüfschritte:

  1. prüfen, ob KI-Crawler die Website erreichen.
  2. kontrollieren, ob die Domain im Common-Crawl-Archiv steht.
  3. bewerten, ob die Domain durch ihre Web-Zentralität ausreichend priorisiert wird.
  4. analysieren, ob strukturierte Daten die Inhalte sauber abbilden.
  5. sicherstellen, dass zentrale Inhalte auch ohne JavaScript sichtbar sind.

https://www.seo-suedwest.de/10817-das-ai-visibility-audit-warum-websites-in-der-suche-nicht-aber-in-der-ki-erscheinen-koennen.html

 

LinkedIn stärkt B2B-Creator-Marketing mit neuen Reichweitendaten

LinkedIn baut seine Plattform stärker zum B2B-Hub für Creator Marketing aus. Zwei Neuerungen sollen Marken künftig helfen, Reichweite besser zu analysieren und passende Branchenstimmen gezielter einzubinden. Mit den neuen Metriken In-Network Reach und Out-of-Network Reach zeigt LinkedIn, ob Beiträge vor allem bestehende Kontakte und Follower erreichen oder auch Nutzer außerhalb des eigenen Netzwerks. Inhalte, die über Feed-Empfehlungen, Reposts oder die Suche neue Zielgruppen gewinnen, lassen sich dadurch besser bewerten.

Parallel startet LinkedIn einen Creator Marketplace. Marken können Creator nach Branche, Jobfunktion oder Standort filtern, Zielgruppen- und Performance-Daten vergleichen und Kooperationen direkt anbahnen. Auch Thought Leader Ads spielen dabei eine Rolle: Erfolgreiche Creator-Inhalte mit Markenbezug können darüber verstärkt werden. Die Lösung ist in den Campaign Manager integriert und bündelt Creator-Suche, Insights und Partnership Tools. Aktuell ist der Creator Marketplace zunächst jedoch nur in Nordamerika verfügbar.

https://onlinemarketing.de/social-media-marketing/linkedin-neue-reichweitenmetriken-in-network-reach-out-of-network-reach

https://onlinemarketing.de/social-media-marketing/linkedin-creator-marketplace-b2b-influencer-marketing

 

Instagram ermöglicht freie Feedgestaltung mit „Reorder Your Grid“

Instagram hat die Funktion „Reorder Your Grid“ weltweit eingeführt. Nutzer können damit die Reihenfolge ihrer Beiträge im Profil-Feed erstmals frei anpassen, ohne Inhalte neu veröffentlichen zu müssen. Die Neuordnung erfolgt direkt in der App per Drag-and-Drop. Hierfür muss man einen Post lang gedrückt halten und anschließend die Option „Raster neu anordnen“ auswählen. Durch die Neuanordnung verändert lediglich die Darstellung im Profil, während Likes, Kommentare, Reichweite und Veröffentlichungsdatum unverändert bleiben.

Vor allem Unternehmen, Marken und Creator erhalten dadurch mehr Kontrolle über ihren Auftritt. Wichtige Inhalte lassen sich gezielt hervorheben und Profile strategisch gestalten. Das Update unterstreicht den Wandel von Instagram: Statt eines rein chronologischen Feeds entwickelt sich das Profil zunehmend zu einer kuratierten Präsentationsfläche für Inhalte, Kampagnen und Markenbotschaften.

https://onlinemarketing.de/social-media-marketing/reorder-your-grid-instagram-endlich-da

 

Bild: Vitaly Gariev / Unsplash.com