Das Google Merchant Center zeigt die Sichtbarkeit von Produkten in der KI-Suche und Google erklärt, welche Indexierungsfehler Maßnahmen erfordern und welche nicht. X ermöglicht Marken, organische Erwähnungen als Werbung zu boosten.
Google Merchant Center misst Sichtbarkeit in der KI-Suche
Google erweitert das Merchant Center um die neuen „AI Performance Insights“. Das Reporting zeigt Händlern und Marken, wie sichtbar ihre Produkte im AI Mode und in den AI Overviews sind. Im Mittelpunkt steht der „Share of Voice“, der die eigene Präsenz mit Wettbewerbern vergleicht. Zusätzlich erfasst das Dashboard die Häufigkeit und Absicht konversationeller Suchanfragen.
Die Daten lassen sich nach Produktkategorie, Zeitraum und Land filtern. Berücksichtigt wird ausschließlich organischer KI-Traffic; bezahlte Anzeigen bleiben außen vor. Google ordnet die Suchanfragen den Phasen Discovery (Informationssuche), Evaluation (Optionen vergleichen und spezifische Eigenschaften recherchieren) und Purchase (Kaufentscheidung) zu. Häufig verwendete Shopping-Begriffe sowie Attribute wie Größe, Farbe oder Material liefern konkrete Hinweise zur Optimierung von Produkttiteln und Beschreibungen. Das Feature startet zunächst als Pilotprojekt für ausgewählte Merchant-Center-Konten in den USA – weitere Länder sollen folgen.
https://www.seo-suedwest.de/10865-markensuche-das-google-merchant-center-erhaelt-ki-reporting.html
Google Search Console: diese Indexierungsfehler erfordern Maßnahmen
Die Google Search Console meldet oft zahlreiche nicht indexierte Seiten. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass eine Website technische Probleme hat. Im Google Podcast „Search Off the Record“ empfehlen John Müller und Martin Splitt, den Indexierungsbericht vor allem zur Mustererkennung zu nutzen. Entscheidend sei, ob sich die Indexierung wie erwartet entwickelt. Eine allgemeingültige ideale Indexierungsrate gebe es nicht. Selbst ein geringer Anteil könne unproblematisch sein, wenn Google die wichtigen Inhalte erfasst.
Tatsächlicher Handlungsbedarf besteht bei …
- plötzlichen Anstiegen von 404-, 403- oder 500-Fehlern,
- Bot-Schutzmechanismen von Hostern oder CDNs, die den Googlebot blockieren,
- Soft Errors, bei denen der Server Statuscode 200 liefert, aber lediglich eine Bot-Abfrage anzeigt,
- auffällig vielen URLs mit „Gefunden – zurzeit nicht indexiert“ oder „Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert“. Sie können auf mangelhafte Qualität, massenhaft erzeugte KI-Inhalte, übermäßige Werbung oder störende Interstitials hinweisen.
Für verlässliche Prüfungen sollten Betreiber die Search Console verwenden. Die site:-Abfrage kann dagegen veraltete URLs anzeigen oder indexierte Inhalte auslassen.
„Mention Boosts“: X macht organische Markenerwähnungen zu Werbung
X erweitert sein Werbeangebot um die Funktion „Mentions Boost“. Damit können Marken organische Beiträge von Dritten, in denen sie erwähnt werden, in bezahlte Anzeigen umwandeln. Das Format richtet sich an Premium-Business-Abonnenten und verbindet Community-Inhalte mit klassischer Social-Media-Werbung. Über einen Boost-Button legen Unternehmen Laufzeit und Budget fest. Zusätzlich können sie die Anzeige mit einem Call-to-Action und einer Ziel-URL versehen. X verspricht dadurch mehr Sichtbarkeit und zusätzliche Interaktionen. Die ursprünglich organischen Beiträge sollen in der Timeline klar als Werbung gekennzeichnet werden. Die Verfasser der beworbenen Posts erhalten keinen Anteil an den Werbeeinnahmen, stattdessen geht das Geld vollständig an X. Für die Plattform entsteht so eine zusätzliche Einnahmequelle, während Marken authentische Erwähnungen bewerben können.
Bild: Myriam Jessier / Unsplash
