Google führt die Videosuche „Search Live“ im AI Mode ein, John Müller empfiehlt, Weiterleitungen für Nutzer und Suchmaschine einheitlich zu gestalten, und Instagram erlaubt Livestreams nur noch für Accounts ab 1.000 Followern.
Google erweitert Search Live: Interaktive Suche jetzt auch per Video möglich
Google ergänzt die Suchfunktion „Search Live“ im AI Mode erstmals um Videoeingaben. Nutzer können über die Kamera ihres Smartphones mit der Suchmaschine interagieren und Fragen zu dem stellen, was sie gerade sehen. Die Video-Funktion wird durch die Integration von Google Lens und die Technologie aus Project Astra ermöglicht. So erkennt der AI Mode visuelle Inhalte in Echtzeit, analysiert sie kontextbezogen und liefert passende Suchergebnisse – direkt im Gespräch mit der KI. Die neue Video-Funktion ist zunächst in den USA verfügbar und richtet sich an Teilnehmende der Google Search Labs.
Neben der Videoeingabe bietet Google im AI Mode weitere Neuerungen: Nutzer können jetzt PDF-Dokumente hochladen und inhaltliche Fragen dazu stellen. Die KI analysiert die Dateien und liefert angereicherte Antworten mit passenden Web-Quellen. Zudem führt Google eine „Canvas“-Funktion ein, mit der sich Lern- und Projektpläne dynamisch über mehrere Sitzungen hinweg organisieren lassen. Mit der Integration von Google Lens in Chrome können darüber hinaus Inhalte von Websites oder PDFs direkt beim Surfen analysiert werden, sodass Nutzer unmittelbar Fragen stellen können.
Instagram beschränkt Livestreaming auf Accounts mit mindestens 1.000 Followern
Instagram hat die Bedingungen für Livestreams verschärft: Ab sofort können nur noch öffentliche Konten mit mindestens 1.000 Followern die Live-Funktion nutzen – eine Vorgabe, die man bereits von TikTok kennt. Diese Änderung betrifft viele kleinere Creator und wird ihnen direkt in der App per Pop-up mitgeteilt. Offiziell wurde kein Grund für die neue Hürde genannt. Es wird jedoch vermutet, dass Instagram die Qualität und Relevanz von Livestreams steigern möchte, indem es nur Creator mit einer gewissen Reichweite zulässt. Livestreams gelten als wirksames Mittel, um die Bindung zu bestehenden Followern zu stärken.
Die neue Regelung könnte kleinere Nutzergruppen verärgern und sie möglicherweise zu Alternativen wie Twitch oder YouTube bewegen – Plattformen, die ähnliche Einschränkungen kennen, aber teils niedrigere Zugangshürden bieten.
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Google empfiehlt einheitliche Weiterleitungen für Nutzer und Suchmaschine
Google rät dazu, bei URL-Weiterleitungen keine Unterschiede zwischen Nutzer- und Google-Versionen zu machen. Anlass ist eine Diskussion auf Bluesky, in der ein Nutzer spezielle Redirects mit Hinweisen für Nutzer plante, der Suchmaschine jedoch andere Ziel-URLs zeigen wollte. John Müller warnte davor, da unterschiedliche Weiterleitungen unnötige Komplexität schaffen und zu Fehlern führen können. Stattdessen empfiehlt er, sogenannte Hash-URLs (z. B. example.com/page#info) zu verwenden. Diese werden von Google ignoriert, können aber vom Browser genutzt werden, etwa um Hinweise für Nutzer anzuzeigen. Besonders bei Website-Migrationen sollte auf ein konsistentes Redirect-Verhalten geachtet werden. Einheitliche Weiterleitungen sorgen für eine bessere Indexierung und vermeiden SEO-Probleme.
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