Google droht Klage wegen Ranking-Strafen für Publisher-Advertorials. Google-Ranking-Einfluss auf ChatGPT-Zitate nimmt bei Query-Fan-Out-Folgefragen stark ab. Instagram führt PDF-Export von Account-Insights über Edits-App ein.
Drohende EU-Klage: News-Publisher im Google-Ranking benachteiligt?
Dem Tech-Riesen Google droht in der Europäischen Union ein neues, brisantes Verfahren, das unter dem Digital Markets Act (DMA) verhandelt werden könnte. Im Zentrum der Anschuldigungen steht die Behauptung, Google habe Medienhäuser in den Suchergebnissen bewusst herabgestuft, weil diese bezahlte Werbeformen wie Advertorials nutzen. Obwohl diese gesponserten Inhalte eine wichtige finanzielle Säule für Verlage darstellen, sind sie für die Leser oft erst auf der aufgerufenen Seite als Werbung zu erkennen. Die potenziell weitreichende Klage beleuchtet nicht nur die Transparenz gesponserter Beiträge, sondern auch Googles eigene, dominante Rolle im Anzeigengeschäft, wo die Unterscheidung zwischen organischen und kommerziellen Ergebnissen zunehmend verschwimmt. Sollte Google verurteilt werden, droht eine empfindliche Strafe von bis zu zehn Prozent des globalen Jahresumsatzes.
Einfluss von Google-Rankings auf ChatGPT-Zitate nimmt bei komplexeren Anfragen ab
Eine aktuelle Studie von Profound beleuchtet den Zusammenhang zwischen der Platzierung in den Google-Suchergebnissen und der Häufigkeit, mit der ChatGPT eine Quelle in seinen Antworten zitiert. Die Untersuchung konzentrierte sich auf den sogenannten Query Fan-Out, bei dem ein initialer Prompt in mehrere, parallel verarbeitete Suchanfragen zerlegt wird. Es zeigte sich, dass die Relevanz der Google-Rankings stark davon abhängt, an welcher Stelle im Prozess die Anfrage steht. Während bei der ersten, oft Google-ähnlichen Suchanfrage ein signifikanter Zusammenhang besteht – Spitzenpositionen werden weitaus häufiger zitiert –, flacht dieser Zusammenhang bei den nachfolgenden, spezifischeren Fragen stark ab. Dies deutet darauf hin, dass konventionelle SEO-Strategien hauptsächlich die ersten Schritte der KI beeinflussen. Spezialisierte Inhalte, die über Standard-SEO hinausgehen, eröffnen jedoch ungenutzte Möglichkeiten, um Quellen für tiefergehende KI-Antworten zu besetzen.
Instagram ermöglicht PDF-Export von Account- und Post-Metriken
Instagram hat eine lang erwartete Funktion eingeführt, die es Creatorn und Marken erlaubt, ihre Performance-Daten unkompliziert zu teilen. Zukünftig können Nutzer umfassende Einblicke in die gesamte Leistung ihres Accounts sowie Metriken einzelner Reels, Posts oder Kampagnen als formalisiertes PDF-Dokument exportieren. Diese „Shareable Insights“ sind besonders nützlich für die Erstellung professioneller Media Kits oder zur Präsentation von Erfolgszahlen gegenüber Kooperationspartnern. Zu den auswertbaren Metriken zählen unter anderem Aufrufe, Reichweite und Engagement-Raten. Derzeit ist diese Download-Funktion ausschließlich über die Video-Bearbeitungs-App Edits zugänglich, was deren Bedeutung für das Instagram-Ökosystem deutlich erhöht. Die neue Funktion wird über das Download-Symbol in der Insights-Übersicht gesteuert.
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