Mit Googles URL-Removal-Tool kann man bei Bedarf Seiten aus dem Google-Index entfernen. Jetzt mahnte John Müller auf Twitter zur Vorsicht bei der Verwendung des Tools.

Denn wenn man die http://-Version einer Website zur Entfernung anstößt, werden dadurch auch alle weiteren Variationen, darunter mit www. und sogar mit https:// entfernt. Er weist darauf hin, dass man das Removal-Tool auf keinen Fall zur Kanonisierung von URLs nutzen solle.

In diese Falle zu tappen ist sogar relativ einfach. Wer seine Website auf HTTPS umgestellt hat, könnte in der Tat geneigt sein, die alte HTTP-Version mit diesem Tool aus den Suchergebnissen entfernen zu wollen, damit Google sich auf die neue HTTPS-Version konzentriert. In diesem Fall sollte man das Tool jedoch nicht verwenden.

Website auf HTTPS umgestellt. Und dann?

Wenn Ihr Eure Website auf HTTPS umstellt – falls nicht schon lange geschehen – solltet Ihr Eure URLs mithilfe suchmaschinenfreundlicher 301-Weiterleitungen von der alten auf die neue Version weiterleiten. Weil Webseiten von Suchmaschinencrawlern regelmäßig besucht werden, werden Suchmaschinen die Umstellung im Regelfall von alleine erkennen und berücksichtigten. Wie lange das dauert, hängt vom Einzelfall ab. Manche Seiten werden alle paar Tage gecrawlt und manche alle paar Wochen. Das hängt größtenteils davon ab, wie bekannt eine Seite ist und wie oft ihre Inhalte aktualisiert werden.

Wer es schneller haben möchte, kann einzelne, wichtige URLs bei Bedarf über die Google Search Console zur Neuindexierung anstoßen. Oft reicht es schon aus, wenn man dies für die Startseite tut.

Wie Ihr bei der Umstellung von HTTP auf HTTPS idealerweise vorgehen solltet, erfahrt Ihr in unseren Ratgeberbeitrag „Nutzt Eure Website HTTPS?“.

 Bild: William Iven / Unsplash.com

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