Es gibt unterschiedliche Arten von Content: Newsbeiträge, Ratgeber, Interviews und vieles mehr. Die Möglichkeiten, seinen Content abwechslungsreich zu gestalten sind unendlich groß. Denn neben thematischer Vielfalt kommt auch Variation zwischen verschiedenen Textformen gut bei den Leser an. Heute möchten wir Euch deshalb eine Content-Art vorstellen – den sogenannten Evergreen Content.

Wieso heißt es „Evergreen Content“?

Unter anderem unterscheidet sich Content durch die Dauer seiner Aktualität. Während Nachrichten oft schon nach wenigen Stunden veraltet sind, gibt es auch Inhalte, die eine längere Lebensdauer haben, beispielsweise wenn Trendthemen behandelt werden. Es gibt aber auch Inhalte, die quasi immer aktuell bleiben, beispielsweise Anleitungen, Kochrezepte oder Glossare. Diese Art von stets passenden Inhalten bezeichnet man als „Evergreen Content“.

Der Begriff „Evergreen“ ist längst schon aus dem Musikbereich bekannt. Wahrscheinlich kennt jeder mindestens ein Lied, das inzwischen mehrere Jahrzehnte alt ist und trotzdem noch regelmäßig im Radio gespielt wird. Der Begriff bedeutet im Englischen so viel wie „immergrün“ und bezieht sich auf Pflanzen, die auch im Winter ihre Blätter behalten.

Vorteile von Evergreen Content

Ein großer Vorteil von „Evergreen Content“ ist, dass man ihn nur einmal erstellen muss und er danach für sehr lange Zeit aktuell bleibt. So erspart man sich ständige Aktualisierungen und verfügt über Inhalte, auf die Leser gegebenenfalls auch gerne über längere Zeit hinweg immer mal wieder zugreifen werden.

Die Chancen für den Erfolg des Contents steigen, wenn er

a) eine besonders große Zielgruppe anspricht,

und gleichzeitig

b) besonders informativ ist – oder – der Lösung von Problemen dient.

Wenn man es richtig macht, lassen sich mit solchen Inhalten über lange Zeit viele Besucher anziehen ohne zusätzlichen Arbeitsaufwand.

Wie aktuell muss Evergreen Content sein?

Dennoch sollte man von Zeit zu Zeit prüfen, ob es zum behandelten Thema möglicherweise Neuigkeiten gibt, die man in den Content einfließen lassen könnte. Im Jahr 2011 wurde in einem Beitrag im Google-Blog das Thema „Aktualität“ behandelt. Darin wird erwähnt, dass aktuellen Inhalten eine größere Relevanz beigemessen wird als älteren. Als Beispiel wird angeführt, dass wenn ein Nutzer nach „Olympia“ sucht, er aktuelle Informationen erhalten möchte und keine von den Olympischen Spielen im Jahr 1900.

Allerdings wird auch deutlich gemacht, dass es vom jeweiligen Thema abhängt, wie stark die Aktualität tatsächlich reinspielt. Da „Evergreen Content“ lange aktuell bleibt, dürfte dieser in der Praxis nur wenig davon betroffen sein. Dennoch dürfte es nicht schaden, auch diese Beiträge – wie erwähnt – von Zeit zu Zeit zu prüfen und gegebenenfalls zu aktualisieren.

Bild: jules a. / Unsplash.com

Text: Jochen Moschko und Salomé Razaq

Hinterlasse eine Antwort

Please enter your comment!
Please enter your name here