Wie haben sich die Marktanteile der größten Webbrowser in den letzten Monaten entwickelt? Wir haben für Euch einen Blick in die Statistik bezogen auf Deutschland geworfen.

Die unangefochtene Nummer 1 unter den meistgenutzten Webbrowsern ist seit zwei Jahren Google Chrome (44,86 %). Und das Wachstum hält weiter an. Im Laufe des Jahres 2017 hat er Mozilla Firefox als erfolgreichsten Browser abgelöst. Insbesondere mit der Veröffentlichung des eigentlich gelungenen Quantum-Updates im November 2017 hat der Firefox erdrutschartig an Marktanteil eingebüßt (4,57 % in nur zwei Monaten). Offenbar nehmen es viele Nutzer den Entwicklern übel, dass mit dieser Version die Kompatibilität zu zahlreichen Add-Ons gekippt wurde. Seit September 2017 ist er von 35,68 % auf nur noch 25,35 % abgesackt und das trotz einer spürbar höheren Ausführungsgeschwindigkeit und Stabilität.

Platz 3 wird von Apples Safari-Browser belegt. Seit September 2019 erhielt er einen Zuwachs von beinahe 2 %. Aktuell nutzen ihn 11,21 % aller Nutzer in Deutschland. Safari ist der Standardbrowser unter MacOS und iOS.

Nach wie vor seine Fans hat der Microsoft Internet Explorer. Inzwischen liegt sein Marktanteil allerdings nur noch bei 5,34 %. Gleichzeitig konnte sein Nachfolger Microsoft Edge seinen Marktanteil auf 8,2 % steigern und ein Ende des Wachstums ist derzeit nicht erkennbar. Der Browser punktet unter anderem dadurch, dass er besonders wenig Strom verbraucht, was sich insbesondere im Akkubetrieb vorteilhaft auf die Laufzeit auswirkt. Edge erhielt übrigens kürzlich eine grundlegende Überarbeitung.

Der norwegische Opera-Browser hält sich unverändert knapp unter der 4 %-Marke. Er gilt seit Jahrzehnten als der modernste und innovativste Webbrowser auf dem Markt. Häufig erscheinen neue Technologien zuerst in diesem Browser, oft lange Zeit bevor sie von den großen „Playern“ übernommen werden.

Googles Chromium-Engine dominiert

Das Wissen über die Verbreitung von Webbrowsern ist insbesondere für Webdesigner wichtig. Denn nicht selten wird eine Seite in unterschiedlichen Browsern unterschiedlich angezeigt. Allerdings ist es in dieser Hinsicht in den letzten Jahren einfacher geworden: Neben Google Chrome und Opera nutzt nun auch Microsoft Edge die „Chromium“-Engine zum Rendern von Webseiten. Die Folge davon ist, dass Webseiten in allen drei Webbrowsern quasi immer identisch angezeigt werden.

Was auf der einen Seite Vorteile hat, bringt andererseits den Nachteil mit sich, dass von den großen Browsern jetzt nur noch Mozilla Firefox und der Internet Explorer eine eigene Engine nutzen. Der Rest des Marktes wird von Googles Chromium-Engine dominiert, was für eine gesunde Marktentwicklung auf die Dauer nicht förderlich ist.

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