WebVideoCon 2016 Recap: Die 5 Gebote des Video Marketings

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Recap der zweiten WebVideoCon in Köln

Sieben Video-Marketing-Experten gaben sich am 16. Juni 2016 im Börsensaal der IHK Köln die Ehre, um mit dem Publikum der zweiten WebVideoCon ihr Wissen zu teilen. Die Essenz ihrer spannenden Vorträge haben wir in fünf Geboten des Video Marketings für euch zusammengefasst.

Gebot 1: Kenne deine Zielgruppe!

Wer nicht exakt weiß, wen er ansprechen möchte, wird höchstwahrscheinlich Inhalte produzieren, die niemanden interessieren. Deshalb passt der Spielzeughersteller Rokenbok Education seine Videos stets der Zielgruppe an und produziert Bewegtbildinhalte sowohl für Kinder als auch für Eltern. Denn es sollen zwei Gruppen angesprochen werden: Kinder sind zwar die Zielgruppe für die Produkte, die Erwachsenen treffen jedoch die endgültige Kaufentscheidung, erzählte die Marketingleiterin von Rokenbok, Caitlin Bigelow. Jonathan Pawlas von Warner Bros. Entertainment betonte, dass jede einzelne Zielgruppe beziehungsweise Persona eigens auf sie zugeschnittene Inhalte braucht. Für eine erfolgreiche Social-Media-Kampagne sind zudem Influencer besonders hilfreich, darüber sind sich Denis Müller von TubeOne und Tobias Schiwek von UFA Lab einig: Denn YouTuber wie LeFloid und Co sind die Stars der heutigen Zeit und besonders angesagt bei der jungen Zielgruppe.

Gebot 2: Sei originell und unterhaltsam!

Wenn ihr ein neues Video produziert, fragt euch: Gibt es schon Videos zu diesem Thema? Wenn ja, habe ich einen anderen Ansatz oder Blickwinkel? Der Geschäftsführer der Online-Marketing-Agentur netspirits, Christian Tembrink, wies auf die Werbeflut hin, der wir tagtäglich ausgesetzt sind: Um aus dieser Fülle von Werbebotschaften hervorzustechen, ist Originalität gefragt. Tobias Schiwek von UFA Lab schloss sich dieser These an und kann aus eigener Erfahrung berichten, dass die Ausrichtung auf originelle Inhalte erfolgversprechend ist – er entwickelt mit seinem Team neue Online-Video-Formate, die gut beim Publikum ankommen.

Gebot 3: Wecke Emotionen!

Emotionen landen auf direktem Weg im Langzeitgedächtnis – darauf wies Christian Tembrink hin und demonstrierte an einem Beispiel, dass Videos Emotionen besser transportieren als Texte und Fotos. Eine noch größere Wirkung zeigen 360-Grad-Videos und Virtual Reality (VR) – „the next best thing on YouTube“ laut Sabina Georg von YouTube/Google, die die Keynote des Konferenztages hielt. Die neue Technologie versetzt den Zuschauer dank VR-Brille in eine ganz andere Welt und wir können uns an Orte begeben oder an Events teilnehmen, ohne uns einen Schritt zu bewegen. Hierin steckt viel Potenzial für mitreißende, emotionale Inhalte.

Gebot 4: Richte deine Videos nach dem Kanal aus!

Jeder Online-Kanal ist anders: Twitter und Snapchat sind Plattformen für kurze Videos, sogenannten „snackable Content“, YouTube eignet sich gut für längere Videos, auf Facebook funktionieren sowohl lange als auch kurze Clips. Denis Müller und Jonathan Pawlas sensibilisierten das Publikum der WebVideoCon darauf, jedes Video der entsprechenden Plattform anzupassen. So ließe sich beispielsweise auch ein TV-Spot nicht eins zu eins für eine Online-Kampagne ins Netz übertragen. Dass die Produktion von Videos durchaus erschwinglich sein kann, erklärte der Videoproduzent Moritz Schleiffelder von HeyMo Studio. Wer auf Hollywood-Effekte verzichten kann, der kann bereits ab 3.000 Euro einen professionellen Imagefilm produzieren lassen. Doch auch das beste Video nützt nichts, wenn es nicht geklickt wird: Caitlin Bigelow und Christian Tembrink wiesen auf die Bedeutung von Thumbnails hin, also der Video-Vorschaubilder. Einfache, aber hochwertige Thumbnails mit emotionalem Inhalt sind ideal und stechen unter den Text-Suchergebnissen heraus.

Gebot 5: Erhebe Daten und analysiere sie!

Die Erfolgsmessung und Analyse der Daten zur Überwachung der KPIs und stetigen Verbesserung der Performance sind unabdingbar für einen langfristigen Erfolg von Video-Marketing-Maßnahmen – diese Erkenntnis zog sich wie ein roter Faden durch den gesamten Konferenztag. Daten sind das neue Gold, findet Jonathan Pawlas und auch Caitlin Bigelow betonte, dass die Datenanalyse der Schlüssel ist, um Optimierungspotenzial aufzudecken. Pawlas sieht in der exakten Messbarkeit einen klaren Vorteil von Online-Video-Marketing beispielsweise gegenüber TV. Stephen Hawking zitierend prophezeite Christian Tembrink allen Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern, die nicht datengetrieben arbeiten, in spätestens vier Jahren den Konkurs.

Über 200 Besucher waren anwesend und nahmen viel neues Wissen und Inspiration für Video Marketing in ihre Unternehmen mit. Eine ausführliche Zusammenfassung der WebVideoCon 2016 findet ihr auf dem Blog von netspirits.

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Dagi Bona
Dagi Bona ist Texterin und Content-Managerin bei der Kölner Online-Marketing-Agentur netspirits. Sie hat Angewandte Medienwirtschaft sowie Journalismus und Massenkommunikation studiert, beim Fernsehen gearbeitet und war fünf Jahre lang als selbstständige Videoproduzentin tätig. Dagi liebt es, hochwertigen Content zu produzieren und ihn nach allen Regeln der Online-Marketing-Kunst im Web einzusetzen.

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