Weiterleitungen führen nicht mehr zum Verlust von PageRank

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Das Gegenteil wird noch oft behauptet

Es ist eine Aussage, die immer wieder wiederholt wird – und doch nicht mehr stimmt: “Durch Weiterleitungen geht PageRank verloren”. Dies war früher definitiv der Fall, da Google einige dahinter stehende Black Hat Taktiken bekämpfen wollte. Doch schon seid einiger Zeit hat sich hier der Wind gedreht.

John hat schon einige Male darüber gesprochen – und nun gibt es auch noch mal ein offizielles Statement von Gary Illyes. Dies wurde, wie wir es von ihm kennen, ein wenig verwirrend formuliert. Doch daher gab es noch mehr Aufmerksamkeit für die Kernaussage, die nun bei allen SEOs ankommen sollte: “30x Weiterleitungen verlieren keinen PageRank mehr”.

PageRank Weiterleitungen

Schon länger der Fall

Hiermit ist nicht etwa gemeint, dass 30 Weiterleitungen am Stück keinen PageRank verlieren. Jeder kann sich sicher denken, dass 30 Weiterleitungen ein bisschen zu viel sind und weder dem Googlebot noch den Nutzern gefallen würden. Und für die Zweifler hat John das im gestrigen Hangout noch einmal betont.

Er stellt dabei auch klar, dass dies schon länger so ist und SEOs / Webmaster bei der Umstellung keine großen Veränderungen festgestellt haben sollten. Denn auch zuvor war der Verlust eher als minimal zu bezeichnen – jedenfalls solange die Weiterleitungen korrekt eingebaut wurden.

Vielmehr bedeutet diese Aussage, dass alle Weiterleitungen vom Typ 30x, also 301 oder 302, keinen PageRank mehr verlieren. Damit sollte also die letzte Hemmschwelle wegfallen, wenn Webmaster alte Seiten auf neue Umleiten möchten, dies aber bisher wegen des möglichen Verlustes nicht gemacht haben.

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Die Suchmaschinenoptimierung und das Online-Marketing sind meine Leidenschaft. Als akkreditierter Journalist und Chefredakteur des SEO Portal schreibe ich darüber und als Geschäftsführer der imwebsein GmbH (Online Marketing Agentur) kann ich diese Leidenschaft in der Praxis umsetzen.

3 KOMMENTARE

  1. Hmmm klingt alles sehr schön. In der Realität konnte ich das aber bei Projekten nicht beobachten. Dort sind zwischen 10 und 30 % Ranking z.B. bei Verwendung einer neuen Domain verloren gegangen. (natürlich via 301 von der alten auf die neue weitergeleitet)

  2. Das ist eigentlich nichts Neues.

    Es geht auch wieder an der eigentlichen Frage zum “Effekt” der Redirects vorbei.
    Wenn ich Effekt schreibe, dann meine ich die Auswirkung von Redirects auf Rankings,
    also die Veränderung von organischen Rankfolgen in Google’s Ergebnissen.

    Deswegen machen wir das doch, und nicht um “Internen Pagerank weiterzugeben” – jetzt mal ehrlich!
    (Google hat spätestens 2013 aufgehört hilfreiche Daten mit dem Toolbar Pagerank zu liefern (TBPR))

    Viel wichtiger Fragen mE

    1. Welchen Effekt haben 301/302/307 wenn sie Domainübergreifend (Cross-Domain) verwendet werden (z.B. für „SEO Tricks“) versus „Normaler Onpage Arbeit“

    2. Welche Cross-Domain Faktoren spielen eine Rolle bei Cross Domain Redirects (Alter, Trust, Thema etc.)

    3. Was ist die Wirkungsverzögerung des Redirect-Effekts bei der Weitergabe von Rankings bei 301/302/307 – diese waren nie gleich und sind immer noch NICHT gleich.

    4. Warum liefert Google Chrome noch immer einen FAKE 307 wie John hier erklärt
    https://plus.google.com/+JohnMueller/posts/E4PqAhRJB2V
    aber übersehen hat, die 307 Redirects als normale serverbasierte temporäre Redirects zu listen
    und eben nicht als lustigen Side-Effekt der Benutzung von Google Chrome

    siehe auch See also http://cemper.academy/courses/link-redirect-trace-quick-start/lectures/1295468

    5. Haben wir jemals Aufklärung zu dieser gefährlichen Falschaussage von Google bekommen?
    http://www.linkresearchtools.de/news/redirects-bitte-nicht-entfernen/

    6. Was ist “TEMPORÄR” , als Anwendungsfall für 302 oder 307 nach Google’s Empfehlung. Manche Temporären Redirects sind seit Jahren aktiv und funktionieren SEO-mäßig besser als die „Permanenten“ 301.
    7. etc. etc. etc. 🙂

    Natürlich kann so ein komplexer Sachverhalt nicht in einem Tweet beantwortet werden, und auch nicht in einem Post wie von John, der immer noch sehr High Level ist.
    VG aus dem sonnigen Wien
    Christoph

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