Weltweiter Rollout: 280 Zeichen bei Twitter

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Nachdem es sich lange Zeit nur um eine Testphase gehandelt hat, können jetzt nach und nach alle Twitter User Tweets mit bis zu 280 Zeichen verfassen. Erste prominente Nutzer: Donald Trump, der Twitter nach wie vor als Regierungsorgan zu verstehen scheint – und die Polizei München. Die Polizei aus der bayrischen Landeshauptstadt hat die neue Funktion dabei für einen umfassenderen Einsatzbericht (mit Augenzwinkern) verwendet.

Während die neue Begrenzung von bis zu 280 Zeichen für Online Marketer und auch für SEOs sicherlich ein größeres Potential bieten kann, sind nicht alle Nutzer gleichermaßen begeistert davon. Vielen erscheint die Gefahr groß, dass Twitter dadurch seinen bisherigen Charakter verlieren könnte.

So gibt es bereits jetzt eine Vielzahl an Kritikern, die sich das “alte Twitter” zurückwünschen. Dennoch scheint Twitter an der neuen 280 Zeichen-Begrenzung festhalten zu wollen. Laut Twitter wolle man damit ein weitreichendes Problem reduzieren: Viele User hätten Probleme damit, sich in 140 Zeichen auszudrücken. Dies dürfte mit der doppelten Zeichenmenge ab sofort wirklich leichter fallen.

Sprachliche Unterschiede

Im Japanischen, Chinesischen und Koreanischen bleibt es allerdings – nach aktuellem Stand – bei den 140 Zeichen. Die Sprache brauche weniger Zeichen, sodass eine Erweiterung unnötig sei. Vor allem die deutsche Sprache soll laut Twitter aber dazu geführt haben, dass die 280 Zeichen Regelung eingeführt worden sei.

Liegt es am mangelnden Wachstum?

Experten sehen in der Veränderung einen ganz anderen Grund: finanzielle Probleme. Bei Twitter stagniert das Wachstum mehr und mehr – und mit dem neuen Feature könne man für Werbetreibende interessanter werden. Das dürfte dann sicherlich auch die SEO Szene interessieren.

Was haltet ihr vom neuen Limit von 280 Zeichen bei Twitter? Nutzt ihr das Netzwerk (als Werbeplattform)?

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Ich arbeite seit vielen Jahren als Texter und bin seit September 2017 für das SEO-Portal zuständig. Dabei bin ich für alle redaktionellen Inhalte zuständig und allgemeiner Ansprechpartner. Privat lebe ich in Ostfriesland und bin Papa von drei Kindern.

1 KOMMENTAR

  1. Mit diesem Thema habe ich mich auch kürzlich für die Internetworld auseinandergesetzt. Dabei habe ich mich im Vorfeld gefragt, wie Viele Menschen in Deutschland wird die Neuerung interessieren? Wer nutzt Twitter hier überhaupt von der breiten Masse? So machte ich mich auf und habe spontan etwa 12 fremde Menschen angesprochen und sie zu Twitter befragt. Das Ergebnis fiel ziemlich enttäuschend aus, egal welches Alter, Twitter ist nicht wirklich bekannt/beliebt. Einige wüssten nicht mal was das ist oder hatten eine falsche Vorstellung von der Nutzung. Zwei Jungs nutzten es hin und wieder, um sich zu Fussball zu informieren. Ein anderer meldete sich an und drei Monate später wieder ab, weil dort niemand war den er kannte. Ein dritter, etwas älterer Herr, nutze es selten und wenn, dann zum Thema Musik. Ein sehr computeraffiner Befragter kannte es nicht. Zwei Studentinnen fanden es schlecht und kannten es auch nicht wirklich. Weitere nutzten das auch nicht. Natürlich ist diese Zahl nicht repräsentativ, aber mit dem was ich im Laufe der Jahre an Erfahrungen gesammelt habe und weiteren externen Einflüssen glaube ich nicht, dass die Neuerung so aufregend/spannend für Deutschland ist. Hoffentlich bekommt Twitter dadurch mehr Benutzer. Wer sich nicht weiterentwickelt, geht ein. Das gilt auch für soziale Netzwerke.

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