Wenn Unternehmen spenden – darauf solltet Ihr achten

Werbung

Eine reißerische Überschrift, viele Emotionen und ein diskutierwürdiges Thema und schon entsteht ein Artikel, der durch die Decke geht. Gestern habe ich mich darüber beschwert, wie derzeit von Unternehmen das Thema Spende zu PR Themen ausgeschlachtet wird, und habe selber viel dabei gelernt.

Öffentliche und nicht öffentliche Spenden

Das das Spenden, wie auch das ehrenamtliche Arbeiten, ein Grundpfeiler unserer sozialen Struktur ist, wird jedem klar sein. Gestern habe ich mich mit vielen Leuten unterhalten, geschrieben und die grundlegendste Frage war immer, ob ein Unternehmer eine Spende öffentlich machen sollte oder nicht.

Für eine öffentliche Bekanntmachung kamen die folgenden Argumente:

  • eigene Wahrnehmung positiv beeinflussen
  • andere könnten sich beim Spenden anschließen
  • lieber öffentlich spenden, als gar nicht spenden
Gegen eine öffentliche Bekanntmachung kamen folgende Argumente:

  • eigene Wahrnehmung positiv beeinflussen
  • andere könnten sich beim Spenden anschließen
  • lieber öffentlich spenden, als gar nicht spenden
Für mich selber gab es eigentlich nur einen Punkt, der mich ins Wanken gebracht hat.

Eine (öffentliche) Spende ist besser als keine Spende

Ich gebe zu, dass ich das gestern vor meinem Beitrag so noch nicht gesehen habe. Aber bevor ein Unternehmen gar nicht spendet, soll es dies öffentlich machen mit allen Vor- und Nachteilen, die daraus resultieren können.

Wichtig ist die Außenwirkung

Bei allen Gesprächen und Kommentaren, die es gestern auch eher negativ gesehen hatten, stand immer die Außenwirkung im Fokus. Wenn man als Konsument das Gefühl hat, die machen das nur wegen der PR für sich selbst, entstand bei sehr vielen ein schlechtes Gefühl und eine negative Wahrnehmung der Firma und Person.

Wenn ein Unternehmen also spendet und dies öffentlich macht, sollte man das also nicht übereilt machen, sondern sich überlegen, wie man die Botschaft rüberbringt.

Bei fast jedem PRO Argument kam immer: Es kann andere inspirieren, selber zu spenden. Ein für mich charmanterer Weg wäre also der Versuch andere zu erreichen und selber mitzunehmen.

Mein persönliches Fazit

Den perfekten Weg gibt es nicht. Es wird zu diesem Thema immer verschiedene Meinungen geben, aber aus diesem Grunde ist es auch wichtig, sich damit auseinanderzusetzen. Auch Unternehmer und Marketingverantwortliche müssen sich damit auseinandersetzen und ggf. auch auf negative Kommentare vorbereiten.

Ich für meinen Teil sehe es nach gestern vielleicht nicht mehr ganz so schlimm, aber mein Bild über die Unternehmen, welche sich da selber brüsten im Schatten der Hilfesuchenden ist dadurch sicherlich nicht positiver geworden.

Ein Stich in meinem Magen bleibt, aber die Argumentation eine öffentliche Spende (selbst in der höchsten Form der Selbstdarstellung) ist besser als keine Spende, kann ich nicht von der Hand weisen.

Werbung

TEILEN

Die Suchmaschinenoptimierung und das Online-Marketing sind meine Leidenschaft. Als Inhaber des SEO Portal schreibe ich darüber und als Geschäftsführer der imwebsein GmbH (Online Marketing Agentur) kann ich diese Leidenschaft in der Praxis umsetzen.

3 KOMMENTARE

  1. Sachlicher Beitrag, der sogar ganz ohne Vulgärsprache auskommt. Das liest sich doch schon viel besser. Ob öffentliche oder anonyme Spende ist meiner Ansicht nach in der heutigen Zeit nicht die Frage. Wichtig ist allein, dass die, die es sich leisten können, tun. Wenn Tchibo einen Werbespot veröffentlicht, in dem ausgesagt wird, dass das Unternehmen auf einen “aufwendigeren” Werbespot verzichtet und das Geld lieber spendet, könnte man auch fragen: “Warum bezahlt Ihr 20.000 Euro pro Spot und spendet 40.000, anstatt gar keinen Spot zu schalten und 60.000 Euro zu spenden? Fragt aber keiner, weil alle froh sind, dass sie wenigstens 40.000 spenden (Zahlen sind nur als Beispiel gedacht). Und dass Leute wie Bill Gates oder Warren Buffett einen Großteil ihres Vermögens für wohltätige Zwecke hinterlassen, ist auch allgemein bekannt. Deswegen regt sich keiner über sie auf. Im Gegenteil. Je größer die öffentliche Spende, umso legitimer scheint die Veröffentlichung also zu sein.

    Ein Thema für den nächsten Beitrag könnte sein: Wie behandelt Google Vulgarismen (Profanity) wie “kotzen” und Ausdrücke verbaler Aggression und Beschimpfungen (Name-Calling)? Gibt es dafür Minuspunkte?

  2. Schön geschrieben Michael, war selbst sehr erstaunt über die gestrige Diskussion, die zu einem großen Teil ziemlich “ausgebrochen” ist und fast schon beleidigend geworden ist.

    Bis zu einem Maße ist meiner Meinung nach alles erlaubt, jedoch ist große Vorsicht geboten, nicht mit der Selbstdarstellung zu übertreiben – unabhängig davon, ob es sich um eine Privatperson handelt oder ein Unternehmen.

    Mir ist eins bewusst geworden: Egal wie man etwas anstellt, es wird immer einen geben der das nicht richtig findet, aus unterschiedlichen Beweggründen.

    In diesem Sinne allen frohe Festtage! 🙂

Hinterlasse eine Antwort