Wie findet man die perfekte Affiliate Nische?

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Affiliate Marketing bietet ein großes Potenzial für alle, die mit der Vermittlung und Empfehlung von Produkten Geld verdienen wollen. Hierbei kann es sich um virtuelle oder haptisch nutzbare Produkte handeln. Es gibt Branchen, in denen mit sehr hohen Provisionen gerechnet wird. Doch wie es immer schon war: “Wo etwas zu holen ist, tummeln sich die Affiliates.” Wie findet man also eine Nische, die noch relativ unverbraucht und frei von Wettbewerbern ist?

Das Produkt – Die Qual der Wahl

Zunächst sollten wir uns Gedanken darüber machen, welches Produkt wir später vermarkten wollen. Das ist natürlich nicht ganz einfach, denn allein durch das Produkt können wir nicht herausfinden, ob es sich um eine Nische handelt. Um ein Produkt zu finden, welches gut zu uns passt, sollten wir uns folgende Gedanken machen:

  • Mit welchen Produkten kenne ich mit gut aus?
  • Hinter welchen Produkten stehe ich mit meinem Namen?
  • In welchem Themenbereich kann ich so viel Wissen nachweisen, dass andere mir glauben?
  • Wie viel Provision kann ich beim Verkauf von Produkt x erwarten?
  • Wie hoch ist der Wettbewerb zu Produkt x?
  • Gibt es zu Produkt x ein Partnerprogramm?

Ich bin grundsätzlich ein Freund davon, Dinge auch ohne Tools und Statistiken herauszufinden. Die einfachste Form der Recherche ist also Googeln. Wenn ich mir ein Produkt für eine neue Nischenseite überlege, versuche ich mich abseits des Mainstreams aufzuhalten.

Faustregeln:

  • Je mehr Menschen ein Produkt benötigen und kaufen, desto größer ist der Wettbewerb
  • Je umfangreicher und erklärungsbedürftiger ein Produkt ist, desto kleiner ist der Wettbewerb
  • Je weniger Menschen ein Produkt grundsätzlich verwenden, desto größer sind oftmals die Provisionen
  • Je kleiner der Wettbewerb, desto geringer der Aufwand für gute Rankings und den folgenden Traffic

Ich habe also ein Produkt gefunden. Es wird mittelhäufig gebraucht, ist recht umfangreich und benötigt eine entsprechende Expertise, um es glaubhaft vermarkten zu können. Im nächsten Schritt suche ich bei Google nach diesem Produkt. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten:

a) Die Nische ist vollkommen jungfräulich und es gibt außer Amazon Produktseiten, eBay und Co. keine nennenswerten Mitstreiter. Auch wenn Amazon und eBay große Namen sind, zieht man mit einer gut gemachten Affiliate Nischenseite doch relativ schnell daran vorbei.

b) Die Nische hat wohl schon jemand vor mir entdeckt. Es gibt einige xyz-test.de Seiten, die die vorderen Plätze belegen. Auch hier gibt es nun zwei Möglichkeiten:

  • b1) Sehr viele Affiliate Seiten sind ohne Liebe, Details und Aufwand hergestellt worden. Es handelt sich oft um billige Standard-Wordpress-Themes, die mit drittklassigem Content gefüllt wurden, um in einem wenig umkämpften Longtail-Segment Traffic und somit Amazon-Klicks abzugreifen. Das Linkprofil spricht ebenfalls für sich.
  • b2) Die Affiliate Seiten sind sehr gut strukturiert, geben einen Mehrwert an den Leser weiter, sprechen tatsächlich hilfreiche Empfehlungen aus, laden schnell und sehen auch optisch sehr gut aus. Zusätzlich verfügen diese Seiten über ein gutes und sauberes Linkprofil.

Bei b1 würde ich auf jeden Fall eine Seite erstellen und mich mit ein wenig Aufwand vor die sogenannten Wettbewerber setzen. Bei b2 würde ich eher genau kalkulieren, ob der Aufwand den zu erwartenden Provisionen entspricht. Alternativ gibt es sicherlich noch Tausende Nischen, die auf eine Eroberung warten.

Ist überhaupt ein Partnerprogramm vorhanden?

Auch wenn es in diesem Zusammenhang banal klingt: Ich erlebe sehr oft Situationen, in denen ich denke: “Hätte ich jetzt nur Produkt XY. Das würde mir weiterhelfen!”. Das kann in der Küche, in der Garage, unterwegs in der Stadt oder im Auto passieren. Wie es sicherlich bei den meisten von Euch ist, schießen einem direkt Ideen für eine Vermarktung durch den Kopf, denn wenn ich das Produkt XY brauche, brauchen es vielleicht auch noch andere.

Dann erfolgt meist die Recherche. Google Keyword Planer, SERPS durchstöbern, Suchvolumen abchecken, Keywordset erstellen, Longtail Keywords herausfiltern und vieles mehr. Tja und dann merkt man plötzlich, dass gar kein Partnerprogramm vorhanden ist. Gut, in Zeiten von Amazon, wo es ja fast alles gibt, passiert das nicht mehr so häufig, aber es gibt immer noch Dinge, mit denen man als Affiliate Marketer kein Geld verdienen kann. Im Notfall bleibt noch Alibaba.com und die Direktvermarktung. Viel Spaß beim Platz schaffen in der Garage. Nein im Ernst, ein vernünftiges Partnerprogramm sollte schon vorhanden sein.

Die Expertise und die sogenannten Testberichte

Es gibt derzeit eine Flut an Affiliate Webseiten, die mit Testberichten nur so um sich werfen. Da wird alles ausprobiert: Vom Kaffeevollautomaten, über den Rasenmäher bis hin zur Latexhose. Natürlich alles echt und ohne Fake.

Ich weiß, dass es nicht immer möglich ist, ein Produkt zu testen. Gerade bei hochpreisigen Artikeln (ein Kaffeevollautomat kann ja gerne mal 2k oder mehr kosten) ist es als kleiner Affiliate unmöglich, alles auszuprobieren. Es gibt jedoch andere Möglichkeiten:

a) Ich entwerfe eine Seite. Sie hat ein hübsches Template. Die Usability ist gut. Dann fülle ich sie mit Wissen zu einem Thema. Anschließend verlinke ich sie vernünftig. Dann beginne ich damit, aufwändige Produktbeschreibungen zu erstellen. (KEINE TESTBERICHTE!). Ich erziele so eine große Reichweite und werde so langsam bei Google eingerankt. Erster Traffic trudelt über den Longtail herein. Die Sichtbarkeit der Seite wächst. Es kommt der Zeitpunkt, an dem die Seite “läuft”.

Jetzt trete ich aktiv an Hersteller und große Shops heran, die mein Produkt produzieren und verkaufen. Das kann per Telefon, aber auch per E-Mail erfolgen. Ich stelle meine Seite vor und werfe die Möglichkeit in den Raum, Produkte vorzustellen, die wirklich getestet wurden. Ich habe das in verschiedenen Bereichen getestet und die Resonanz war immer sehr gut. Viele Hersteller und Shops geben gerne Testartikel heraus. Bei Niedrigpreisartikeln als kostenloses Testmuster, bei Hochpreisartikeln als Leihgabe.

Damit stehen nun folgende Möglichkeiten offen:

  • Echte Testberichte
  • Unique Fotos vom Produkt
  • Glaubhafte Empfehlungen
  • Höhere Conversionrate

b) Die komplette Seite basiert nicht auf Testberichten, sondern auf der detaillierten Beschreibung eines Produktes. Es muss ja nicht immer der Testbericht sein. Fakes werden sowieso schnell erkannt, denn grundsätzlich sind die hochpreisigen Artikel, für die es auch ein Partnerprogramm gibt die “Testsieger”.

Variante a) gefällt mir persönlich jedoch viel besser.

Wichtig bei jeder Nische ist, dass ich auf jeden Fall ein gutes und solides Grundwissen zum Thema habe. Nur dann kann ich auch ehrlich und echt darüber schreiben.

Und mein Tipp: Manchmal kommen einem die besten Ideen für Nischen völlig unerwartet im Alltag. Findet sich heute keine Nische, steht sie morgen vielleicht schon vor der Tür. Das ist besser, als krampfhaft nach einer Möglichkeit zu suchen, Provisionen abzugreifen und das Netz mit Belanglosigkeit zu verwässern.

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Oliver Wrase hilft für einige Tage beim SEO-Portal aus. Er ist der Inhaber von Textranking. Dort schmiedet er mit seinem Team heiße Contentpläne und arbeitet an Kundenprojekten, sowie eigenen Webseiten.

2 KOMMENTARE

  1. Warum nennst du diesen Beitrag “Wie findet man die perfekte Affiliate Nische?”, wenn die Frage in deinem Blogeintrag nicht wirklich beantwortest?!

    • Weil man auch zwischen den Zeilen eine Menge herauslesen kann. Also grundsätzlich in jedem OM Artikel. Ich glaube, man findet ausreichend Denkanstöße, wie man die perfekte Nische für sich finden kann. “Insights” mit 1 zu 1 Anleitung und “Erfolgsgarantie” kann ich leider nicht bieten, das machen andere. Würde auch keinen Sinn ergeben. Jedes Thema erforert eine andere Herangehensweise. Das im Artikel ist eben meine und ich finde so immer wieder “perfekte” Nischen für mich.

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