Das Coronavirus schränkt die Menschen aktuell nicht nur in ihrem Privatleben ein – auch viele Unternehmen haben mit der plötzlichen krisenbedingten Umstellung zu kämpfen. Oliver Kremers, Geschäftsführer der Digitalagentur Fairrank GmbH, erklärt hier, wie Fairrank mit diesen besonderen Umständen umgeht und verrät seine Tipps für Unternehmen, um sogar noch positive Veränderungen aus der Krise mitnehmen zu können.

Maßnahmen in der Krise – Erfahrungsbericht und Hilfestellungen eines mittelständischen Unternehmens

Die Verbreitung des Coronavirus stellt die Welt auf den Kopf – inzwischen spürt man die Auswirkungen allerorts, sowohl im Privatleben als auch im Job und in der Wirtschaft. Wir sehen diese Zeit als Herausforderung, die aber auch bislang ungeahnte Möglichkeiten mit sich bringt.

Hierbei zielen unsere ersten Gedanken bei allen Maßnahmen auf das Wohlergehen unserer Mitarbeiter und Kunden ab. Viele Fragen sind offen und die Maßnahmen, die ergriffen werden, sind teilweise völlig neu und zuvor noch nie durchgeführt worden. Dies betrifft vor allem das Berufsleben. Generell stellen sich Fragen wie:

Wer steht in schwierigen Zeiten an unserer Seite?

Ziehen alle am gleichen Strang und haben ein gemeinsames Ziel?

Treffen wir die richtigen Maßnahmen? Und in welcher Reihenfolge sollten diese Maßnahmen ergriffen werden?

Auch im privaten Bereich stehen wir vor vielen großen Herausforderung: Mit der Schließung von Kitas und Schulen verlagert sich die Betreuung, oftmals befindet sich der Partner in seinem Unternehmen in einer ähnlichen Situation.

Hier ist die Balance entscheidend, denn vieles muss gleichzeitig angestoßen werden – aber auch Besonnenheit und ein gewisses Augenmaß sind nun unabdingbar.

Nach den ersten Tagen stelle ich mit Freude fest:

Ich erfahre eine Welle der Solidarität und Loyalität! Menschen unterstützen sich gegenseitig, sind hilfsbereit und hören einander zu.

Wie Fairrank mit der aktuellen Situation umgeht

Daher möchten wir an dieser Stelle einen Einblick geben, wie wir uns bei Fairrank in dieser herausforderungsvollen Zeit aufstellen, welche Maßnahmen wir planen und wie wir diese umsetzen:

  1. Organisatorisch
  • 90 % unserer Mitarbeiter befinden sich im Homeoffice.
  • Remote sind wir alle bestens ausgerüstet. Dennoch muss sich diese Arbeitsweise im Stresstest noch behaupten.
  • Wir setzen auf eine erhöhte Kundenkommunikation und sind nach wie vor über alle gängigen Kanäle erreichbar.
  1. Finanzierungslage
  • Die Schutzmaßnahmen für eine Liquiditätssicherung laufen seit letzter Woche.
  • Wir setzen ein wöchentliches Forderungs- und Verbindlichkeiten-Management um.
  • Das Kurzarbeitergeld ist in Vorbereitung – falls wir es benötigen. Alle unsere Mitarbeiter haben bereits Individualvereinbarungen hierzu vorliegen.
  • Die Prüfung der Beantragung von KfW-Krediten über die Hausbank ist in vollem Gange.
  1. Operativ
  • Sicherstellung der Dienstleistungserbringung für Bestandskunden.
  • Entwicklung von Dienstleistungspaketen und Angeboten für Unternehmen, um solche in dieser Krise besser zu unterstützen. Hierzu gehören bspw. die Aktualisierung des Google My Business-Eintrags, Erstellung einer neuen Landingpage oder eines Newsletters, aber auch die Erarbeitung einer (modifizierten) SEO-Strategie oder die Beauftragung von Google Ads. Hiermit entsteht ein zukunftsweisender sowie vorausschauender Mehrwert für viele Unternehmen – auch nach Ende der Krise.
  • Wir haben gemeinsam mit Partnern ein WhatsApp Business Messenger Paket entwickelt, das es Unternehmen erlaubt, auch im Homeoffice mit ihren Kunden in Kontakt zu bleiben – selbst dann, wenn die IT-Struktur bisher nicht auf Heimarbeitsplätze ausgelegt war. Die Entwicklung lief unter Hochdruck, so dauerte es bis zum Launch nur vier Tage.
  • Kommunikation, Kommunikation, Kommunikation – und zwar in allen Bereichen. Sowohl mit Mitarbeitern als auch Kunden und Interessenten. Denn Kommunikation ist auch hier der Schlüssel zum Erfolg!

Die Corona-Krise als Chance für neue Maßnahmen nutzen

Es kann bereits festgestellt werden, dass die Nachfrage und Investitionsbereitschaft nachlässt. Genau dem versuchen wir mit alternativen Angeboten entgegenzusteuern! Immer am Ball bleiben, immer proaktiv, immer mit kreativen Lösungsstrategien für unsere Kunden ausgestattet – so lautet unsere Devise. Auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht nicht so scheint – diese Krise kann für viele Unternehmen eine Chance sein, bisher Ungewohntes zu wagen. Es tun sich ganz neue Wege auf, die wir unseren Kunden gerne aufzeigen und bei deren Beschreitung wir sie tatkräftig unterstützen und begleiten.

Was können Unternehmen nun konkret in dieser Zeit tun? Hier noch einmal unsere Tipps im Überblick:

  1. Google My Business: Aktualisiert den Eintrag! Gibt es geänderte Öffnungszeiten? Neue Kanäle, über die man jetzt erreichbar ist? Neue Liefermöglichkeiten? All das kann über Google My Business schnell und übersichtlich an den Kunden vermittelt werden.
  2. Messenger-Dienste: Über einen Messenger-Dienst lässt sich problemlos der Kontakt zu Kunden halten – auch wenn das Unternehmen (noch) nicht vollständig für Homeoffice ausgerüstet ist. Der Austausch über bspw. WhatsApp vermittelt das Gefühl, dass das Unternehmen nach wie vor erreichbar und aktiv ist.
  3. Social Media: Social Media ist in dieser Zeit ein wertvolles Mittel, um Werbung zu machen, Kommunikation anzuregen sowie verstärkte Präsenz zu zeigen. Nutzt Facebook, Instagram und Co., um auf das Unternehmen aufmerksam zu machen und zu zeigen, wie gekonnt es mit der Krise umgeht.
  4. Anpassung des Geschäftsmodells: Ein Restaurant steigt um auf einen kontaktlosen Lieferservice, ein Laden weitet seinen Onlineshop aus usw. – setzt ein Zeichen, um dem Kunden zu zeigen, dass es weitergeht und neue Lösungen gesucht werden, um den Service bzw. das Produkt in gewohnter Qualität zu liefern.
  5. Live-Streaming: Nicht nur Künstler greifen auf einen Livestream zurück, wenn sie ihre Fans erreichen wollen: Auch als Unternehmen lassen sich hiermit neue Produkte und Dienstleistungen vorstellen, Workshops halten, Q&As durchführen usw.
  6. Finanzielle Schutzmaßnahmen: Nun heißt es schnell handeln und eruieren, welche Angebote für das eigene Unternehmen am meisten Sinn machen. Kredite, Liquiditätssicherungen, Kurzarbeitergeld – all das sind Möglichkeiten, um großen finanziellen Verlusten bestmöglich vorzubeugen und schnell zu handeln.

Es gibt also einiges, was man nun als Unternehmen tun kann. Diese Zeit mag neu und ungewohnt sein, jedoch birgt sie auch viel Potenzial und neue Möglichkeiten. Das sollten Unternehmen nun bestmöglich nutzen.

Die gesamte Organisation steht zwar unter Hochspannung. Dennoch setzt unser Team diese Veränderungen irre schnell um und hat sich auf den agilen Arbeitsstil voll und ganz eingelassen.

Ich bin sehr stolz auf unser Unternehmen und meine Kollegen, denn:

Gemeinsam sind wir stärker!

 

Bild: Drew Beamer / Unsplash.com

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