Yandex: Die russische Suchmaschine

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08.03.2016: Ein Yandex Rankingfaktor und eine Klage gegen Google

Neues vom russischen Marktführer unter den Suchmaschinen. Yandex hat offiziell etwas zu seinen mobilen Rankingfaktoren verlauten lassen und will Google nun auch in der europäischen Union verklagen.

Schriftgröße als Rankingfaktor

Yandex hat auf russisch verlauten lassen, dass die Schriftgröße künftig ein Rankingfaktor für seinen mobilen Index ist. Wir berichteten im letzten Monat, dass der brandneue Mobilindex Vladivostok nun aktiv ist.

Mit dem Testtool kann man nun entsprechend auch nachprüfen, ob der Text auf einer Seite mobilfreundlich ist. Hierfür muss die Schriftgröße bei Yandex mindestens 12 betragen. Auf dieser Grundlage werden nun alle bestehenden Seiten och einmal auf ihre mobilfreundlichkeit getestet.

Yandex geht damit einen weiteren Schritt, um seinen mobilen Index auszubauen und die Seiten hier sinnvoll zu ranken. Dass sie diesen Rankingfaktor sogar offen kommunizieren lässt darauf schließen, dass den beauftragten Entwicklern eine lesbare Schriftgröße wirklich am Herzen liegt.

Es wird interessant, zu sehen, inwiefern Vladivostok dem Yandex-Konzern dabei helfen kann, Google auf dem russischen Markt auf Distanz zu halten. Denn das eine nationale Suchmaschine mehr genutzt wird, als der internationale Marktführer, ist nur in wenigen Ländern der Fall.

Yandex verklagt Google

Zahlreichen Suchmaschinen ist es ein Dorn im Auge, wie Google seine Android Plattform nutzt. Besonders der Umstand, dass gewisse Apps auf Androidgeräten vorinstalliert sind, stößt vielen Konkurrenten sauer auf.

Denn Google kann so eine Gatekeeper Funktion ausüben und seine Konkurrenten von den Smartphones der Nutzer fernhalten. Yandex hat nun gegen diese Praxis in Russland geklagt und Recht bekommen.

Das staatliche Kartellamt sieht in dieser Praxis einen Verstoß gegen geltende Gesetze und fordert Google auf, sein Vorgehen anzupassen. Ein nationaler Erfolg für Yandex, den der Konzern nun auch international wiederholen möchte.

Denn das Unternehmen hat angekündigt, Google auf der selben Grundlage nun auch in der Europäischen Union zu verklagen. Hier haben die Regulatoren schon im vergangenen April damit begonnen, Google’s Praktiken auf Hinweis einiger Konkurrenten kritisch zu beäugen.

Zurzeit muss sich Google daher vor zahlreichen internationalen Gerichten verantworten und verteidigen. Und während einige Fälle eher darauf ausgelegt sind, auf Kosten des Marktführers Publicity zu erhalten, sind wieder andere nicht völlig aus der Luft gegriffen. Wir dürfen gespannt sein, wie die zuständigen Behörden im Endeffekt entscheiden werden.


03.02.2016: Vladivostok ist da

Auch der russische Suchmaschinengigant Yandex hat nun seinen eigenen mobilen Algorithmus. Dieser wurde – wie bei Yandex üblich – nach einer russischen Stadt benannt. Diesmal ist Vladivostok an der Reihe.

Um sich bei Yandex als mobiloptimierte Seite zu qualifizieren, müssen die Inhalte auf einen kleinen Bildschirm passen und vollständig durch mobile Geräte abrufbar sein. Zur Überprüfung steht nun ein entsprechendes Feature in den Yandex Webmaster Tools zur Verfügung.

yandex mobil


06.01.2016: Yandex Geotargeting

Auch der russische Suchmaschinengigant Yandex investiert immer größere Ressourcen in das Geotargeting. Dies ist in einem so großen Flächenstaat wie Russland auch fraglos eine gute Idee.

Nun können in zahlreichen Regionen weitaus genauere Anweisungen gegeben werden – denn es wurden über 200 russische Städte hinzugefügt. Dies gilt bisher vor allem für den Bereich der bezahlten Anzeigen – macht aber deutlich, dass Yandex auch auf diesem Gebiet die Zeichen der Zeit erkannt hat.


01.12.2015: Yandex warnt Webmaster

Der russische Suchmaschinengigant Yandex machte es Webmastern bislang schwer, eine manuelle Abstrafung einer Seite zu diagnostizieren. Oft musste man von selbst mit Yandex in Kontakt treten, um entsprechende Informationen zu erhalten.

Doch künftig wird betroffenen Webmastern zusätzlich unter die Arme gegriffen, indem Yandex Warnungen bei Verstößen gegen die Webmaster Richtlinien verschickt. Dies ist bislang nur auf russisch möglich.

Zurzeit gibt es diese Hinweise für die häufigsten Probleme, darunter gekaufte und verkaufte Links, Keyword Stuffing und versteckte Texte. Eine hilfreiche Neuerung für alle, die auch für Yandex optimieren.


23.11.2015: Yandex Mobile und Crawling

Bei Yandex, dem russischen Marktführer unter den Suchmaschinen, wurden zwei äußerst wichtige Neuerungen eingeführt: Einmal bezogen auf Mobile, einmal bezogen auf das Crawling.

Markierung von mobiloptimierten Seiten

Der weltweite Trend geht hin zum mobilen Nutzen von Suchmaschinen. Dem kann und will sich auch Yandex nicht verschließen und verbessert die Bedienfreundlichkeit sowohl für Nutzer als auch für Webmaster.

Auf Nutzerseite wird nun in den Suchergebnissen ein Label angezeigt, wenn eine Seite für die Ansicht auf mobilen Geräten optimiert ist. Damit kann der Suchende besser entscheiden, welche Seite er besuchen möchte.

Für Webmaster wird es daher noch wichtiger, eine mobiltaugliche Website zu haben – entweder responsiv oder als eigene Version. Daher stellt Yandex zudem ein neues Testtool zur Verfügung, mit dem die eigene Seite einem Check unterzogen werden kann.

Crawling von JavaScript und CSS

Google Search Console weißt mittlerweile darauf hin, dass es ein Problem ist, wenn JavaScript und CSS Dateien nicht gecrawlt werden können. Denn diese tragen dazu bei, festzustellen, was es auf einer Seite alles gibt und ob die Seite für die Ansicht auf mobilen Geräten optimiert ist.

Nun beginnt auch der russische Suchmaschinenriese – zumindest testweise – mit dem Crawling von JavaScript und CSS. Es wird also immer deutlicher, dass ein Blockieren dieser Dateien nicht mehr zukunftsfähig ist.


10.09.2015: Yandex mit Link-Abstrafungen

Linkkauf und Linknetzwerke sind bekannte Probleme für Suchmaschinen. Sie gaukeln eine gesteigerte Relevanz für eine Seite vor, die die entsprechende Aufmerksamkeit gar nicht verdient.

Auf der Grundlage dieser Problematik hat Google vor einigen Jahren den Penguin-Algorithmus eingeführt, mit dem Seiten, die solche Maßnahmen vornehmen, herausgefiltert und abgestraft werden können.

Verschiedene Stufen des AGS Penalty

Seit 2009 hat auch Yandex auf dieses Problem mit einigen Penalties reagiert. Ab 2014 wurden die entsprechenden Seiten nicht mehr aus dem Index entfernt, sondern durch einen Page Rank von 0 für Linknetzwerke uninteressant gemacht.

Seit dieser Woche werden nun Seiten, die Links verkaufen, zusätzlich in den organischen Rankings herabgestuft. Dies ist die neueste Stufe in der Entwicklung des sogenannten AGS Penalty. Betroffen waren in den letzten Tagen mehrere hundert Seiten – es wird laut offiziellen Angaben nicht zwischen großen und kleinen Seiten unterschieden.

Es ist interessant, zu vergleichen, wie die verschiedenen Suchmaschinen auf Black Hat SEO Taktiken reagieren. Welche Maßnahmen die effektivsten sind, wird man nur durch eine langfristige Betrachtung herausarbeiten können.

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Die Suchmaschinenoptimierung und das Online-Marketing sind meine Leidenschaft. Als akkreditierter Journalist und Chefredakteur des SEO Portal schreibe ich darüber und als Geschäftsführer der imwebsein GmbH (Online Marketing Agentur) kann ich diese Leidenschaft in der Praxis umsetzen.

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