Zwei Strategien gegen Adblocker

Werbung

Leere Stellen

Im Kampf gegen Adblocker – und die damit verbundenen Umsatzeinbußen – lassen sich Verlage immer neue Dinge einfallen. Eine interessante Idee kommt dabei von der Financial Times. Diese wollte den Nutzer nicht mehr nur mit einem Popup darauf hinweisen, dass die Werbeeinnahmen für die Erstellung von Inhalten gebraucht werden.

Stattdessen soll dem Leser dieser Umstand deutlicher vor Augen geführt werden. So werden bei einigen Nutzern mitten im Text Wörter weggelassen. Diese Metapher soll aufzeigen, wie wichtig eine Werbefinanzierung für das Portal ist. Wer nun die Financial Times mit einem Adblocker liest, wird also eines der folgenden vier Szenarien sehen:

  1. Man kann den Beitrag normal lesen.
  2. Man erhält ein Popup mit der Bitte, die Website zur Whitelist hinzuzufügen.
  3. Man sieht nur Bruchstücke des Artikels.
  4. Man kann den Artikel ohne Whitelist gar nicht mehr sehen.

Die Zeitung will nun testen, mit welchem dieser Verfahren sie am besten fährt und die meisten Leser dazu bringen kann, die Seite zur Whitelist hinzuzufügen. Aus Sicht von Marketern ist sicherlich der oben schon beschriebene dritte Punkt am interessantesten, da er ein neues Konzept aufzeigt.

Denn dieser macht dem Leser unumwunden deutlich, dass die Erstellung von Inhalten Zeit, Ressourcen und Geld benötigt. Wir sind gespannt, wie dieser Test verlaufen wird und ob andere Verleger mit gleichen oder ähnlichen Ideen punkten werden. In Aktion sieht das Ganze dann so aus:

AdBlocker

China will Adblocker verbieten

Eine andere, ungleich radikalere Idee, kommt aus China. Denn hier steht eine Gesetzesänderung im Raum, laut der Adblocker komplett verboten werden könnten. Dies könnte für große Umwälzungen sorgen, da in China vor allem sehr viele Smartphone User über einen Adblockder verfügen.

Die chinesische Regierung möchte dem nun Einhalt gebieten und das Abfangen, Filtern und Ersetzen von bezahlten Werbeanzeigen verbieten. So erhofft man sich mehr Steuereinnahmen und – im Paket mit einigen anderen Vorgaben wie leicht zu schließenden Popups – eine bessere Usability.

Werbung

TEILEN
Nach meinem Studium der Politikwissenschaften (Schwerpunkt Diplomatie) habe ich im Juni 2015 das SEO Portal bei der imwebsein GmbH mitgegründet. Seit Januar 2017 bin ich nun als Chefredakteur für den redaktionellen Teil zuständig. Daneben kümmere ich mich als ehrenamtlicher Pressewart um die Öffentlichkeitsarbeit des Badminton-Club Tempelhof.

1 KOMMENTAR

  1. Ich finde die Herangehensweise interessant. 🙂 Ich gehe ja auch nicht ins Kiosk und schneide überall die Werbung aus den Magazinen ohne sie zu kaufen. Vielleicht sollte man die User von Adblockern noch zusätzlich mit dem Hinweis auf das Geschäftsmodell solcher Tools informieren.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT